Posts

Wortkarg.

Die Sprache ist ein erstaunliches Phänomen. Ich liebe die Sprache. Ich liebe Worte. Ich liebe es, wenn ich etwas mit Worten beschreiben kann. Für fast alles im Leben gibt es Worte, für manches gibt es gleich mehrere, bei anderem ist die Auswahl beschränkt. Trotzdem ist die Sprache an sich voller Ausdrucksmöglichkeiten. Als der aktuelle Musiker Tim Benzko mit dem Lied „Wenn Worte meine Sprache wären“ bekannt wurde, hatte ich nicht viel übrig für diesen Text. Übermütig fragte ich, was dies denn für eine Formulierung sein soll und wie Worte denn nicht die Sprache eines jeden Menschen sein können. Nachsichtig wurde ich darauf hingewiesen, dass meine Sprache besonders die Worte wären, aber nicht jeder Mensch eine solche Liebe für Worte empfinde. Eines anderen Menschen Sprache kann die Musik sein, die Kunst, das Schweigen, die Tat. Ich liebe es, alles was ich denke, fühle, sehe, verstehe oder hinterfrage in Worte zu packen. Das ist meine Sprache. Davon war und bin ich überzeugt. ...

Aberglaube.

Heute ist Freitag, der 13. Eines der Sinnbilder für Aberglaube. Als ich heute mit meinem Auto durch die Weltgeschichte fuhr, dachte ich über Aberglaube nach und dabei viel mir auf: Irgendwie sind wir alle abergläubisch. Vielleicht glauben wir nicht an Pechstränigkeit an einem bestimmten Datum oder an besondere Vorausdeutung durch falschläufiges, dunkelhaariges Getier. Vielleicht glauben wir auch nicht, dass wir bestimmte Gegenstände mit uns herumtragen müssen um erfolgreich zu sein oder dass bestimmte Zahlen gehäuft in unserem Leben auftreten und uns damit etwas sagen wollen. Ich weiß es natürlich nicht genau, aber ich glaube.... Ups. Da war er schon wieder. Der Aberglaube.

Zeit vergeht.

Zeit vergeht. Bleibt nicht stehen. Rennt, flieht, zieht. Keine Pause. Kein Stillstand. Zeit vergeht. Lässt Dinge vorbeiziehen. Ereignisse verblassen. Neues heranschnellen. Immer vorwärts. Nie zurück. Zeit vergeht. Und wir gehen mit. In die Zukunft. Von Ereignis zu Ereignis. Rennen, fliehen, ziehen. Ohne wirkliche Pause. Zeit vergeht. Und tut uns gut. Lässt das Leben weiterlaufen. Hält den Zeiger niemals an. Lässt uns in die Zukunft blicken, gehen, hoffen, leben.  (A.Buddeberg - 01.07.2012) 

Wenn wir gegangen sind

Wenn wir gegangen sind haben wir Frieden. Mit uns selbst, mit unseren Mitmenschen, mit der Welt, mit allem, was gewesen ist. Wenn wir gegangen sind haben wir Ruhe. Keine Sorgen. Keine Schmerzen. Keine Angst. Keine Fragen mehr. Wenn wir gegangen sind und uns richtig entschieden haben, sind wir bei dir. In Wärme und Licht, in Weisheit und Erkenntnis, in Freude und Hoffnung. In deiner Gegenwart. Was könnte besser sein?

Ewiger Gefährte

Der Mensch ist immer auf der Suche nach Kontakt mit anderen Menschen. Kaum einer kann ganz alleine überleben. Wir brauchen Gemeinschaft, ein Gegenüber, jemand der uns zuhört, jemand den wir mögen. Denn das ist die Herausforderung: Menschen, die wir NICHT mögen, findet man meistens viel schneller als welche, die man wirklich mag. Wir leben ein bestimmtes Leben und nicht jeder passt in unseren Rahmen. Wir haben eigene Prinzipien und Ansprüche, manchmal sehr hohe Ansprüche, denen kaum jemand entsprechen kann. Es ist immer leichter jemanden mit dem Blick „Was mag ich nicht an dir“ zu sehen als „Was fasziniert und begeistert mich an dir“! Viele Menschen wünschen sich jemanden, der so perfekt ist wie ihre Ansprüche es verlangen und für immer bei ihnen bleibt. Einen ewigen Gefährten, der ihnen ein wunderbares, ausgeglichenes und hilfreiches Gegenüber ist. Jemand, der einen immer versteht und annimmt. Der dich immer begleitet, dein ganzes Leben lang. Wäre es nicht wundervoll so jemanden z...

Weg in der Nacht.

„Vertrau mir, bitte, vertrau mir!“ Seine Stimme klang flehend, beinahe verzweifelt und sein Blick, immer suchend nach den Augen, die ihn nicht anblicken wollten. „Wir sind schon so weit gegangen. Das letzte Stück, dieses kleine letzte Stück, das schaffen wir jetzt auch noch.“ Stille. Die Worte gesprochen in die Dunkelheit und Schwärze der Nacht, die sie umgab. Und dann die Antwort. Eine Stimme, viel lauter als erwartet, viel durchdringender und schriller als es die Umgebung erlaubte. „Nein!“ Und immer wieder: „Nein!“ Er seufzte. So tief und aus ganzer Seele und er kannte keine Geste, kein Wort, keine Handlung die mehr hätte ausdrücken können, wie er sich fühlte, als dieses tiefe Seufzen. Er sammelte alle seine Kraft, um wieder das zu fragen, was er schon gefühlte tausendmal gefragt hatte. Die Frage, auf die er keine befriedigende Antwort bekam. Die Antwort, die jedes Mal das Gleiche sagte, und die er sogar verstehen, ja, wirklich verstehen und nachempfinden konnte. Und dennoch wollte...

bannertest