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Posts mit dem Label "Refelxion" werden angezeigt.

Systemspeicher voll

Ständig bekomme ich folgende Meldung von meinem Smartphone: „Systemspeicher voll“. Was ist passiert? Zu viele Bilder und Videos wurden gemacht, gespeichert, versendet, (dadurch erneut gespeichert), empfangen, gespeichert. Manch eine App speichert Daten im Hintergrund, von denen man nichts ahnt.  Aber am meisten zum Verhängnis werden mit die Bilder und Videos. Genervt nehme ich etwas von meiner wenigen freien Zeit, um Momentaufnahmen zu löschen und anderes, was länger bleiben soll, auf die externe SD-Karte zu verschieben. Wenn meine Zeit knapp und meine Geduld noch knapper ist, verschiebe ich manchmal auch einfach alle Daten auf die externe Speicherplatte. Und ärgere mich hinterher. Weil dann die teilweisen doppeltgespeicherten Bilder jetzt doppelt und dreifach extern gespeichert sind. Und auch das verwackelte Bild von meinem Mittagessen, das ich einer Freundin geschickt habe, ist dann im ewigen Externspeicher versunken. Denn wann soll ich mir bitte noch die Zeit nehmen, ...

Abstand gewinnen.

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Jahrelang habe ich Tagebuch geschrieben. Weil ich bekanntermaßen gerne schreibe und manche Lebensmomente gerne festhalte und manchmal einfach „mein Hirn freischreiben muss“. Gerne passiert das aus der akuten Situation heraus. Liebes Tagebuch. Heute ist alles Scheiße. Liebes Tagebuch. Heute ist alles toll. Liebes Tagebuch. Ich bin müde. Liebes Tagebuch. Ich kann nicht schlafen. Ich schreibe dann quasi „im Affekt“ - also aus der Situation heraus. Ich gebe dem akuten Gefühl, dass mein Herz scheinbar übermannt, Raum auf dem Papier, vor allem damit es nicht mehr so viel Platz in mir drin einnimmt. Dieser Weg ist aber nicht gut durchdacht. Denn zum einen schreibe ich nicht ALLES auf, also nicht aus jeder Emotion. Besonders schöne Momente will ich nicht „an das Papier verschwenden“ sondern in meinem Herzen festhalten, besonders blöde Momente schreibe ich auch nicht auf, weil ich mich ja nicht für immer an diese oder jene vielleicht peinliche Situation erinnern will. Zum...

Das wünsche ich dir.

Ich wünsche dir, dass du glücklich bist. Das denke ich. Nachdem ich zu viel an dich gedacht habe. Ich weiß nicht, ob du glücklich bist. Vielleicht bist du es, ohne dass ich es weiß. Ich wünsche dir, dass du bist wer du bist. Das denke ich. Nachdem ich zu viel an dich gedacht habe. Keine Kopie. Keine Fassade. Keine Show. Nur du selbst. Weil du so schön bist. Ich wünsche dir, dass dich dein Tun erfüllt. Das denke ich. Nachdem ich zu viel an dich gedacht habe. Kein Lückenbüßer. Kein Nichtsnutz. Du kannst so vieles. Das weiß ich. Ich wünsche dir, dass du liebst. Das denke ich. Nachdem ich zu viel an dich gedacht habe. Die Menschen, in deinem Herzen. Und dich selbst. Weil du liebenswert bist. Ich wünsche dir, dass du ankommst. Das denke ich. Nachdem ich zu viel an dich gedacht habe. In deinem eigenen Leben. So wie du es dir erträumst. Und bei dir selbst. Und bei Gott. Ich wünsche dir, dass du glücklich bist. Das wünsche ich mir. F...

Liebe oder Angst.

Heute morgen hörte ich eine Aussage, die mich den ganzen Tag begleitet und zum nachdenken bringt. Jede unserer Reaktionen entspringt immer einer von zwei Quellen. Entweder Liebe oder Angst. Das heißt also, egal worauf ich reagiere, entweder ich reagiere aus Angst oder aus Liebe. Ich habe mir vorgenommen, mich und andere Menschen heute daraufhin zu beobachten und bin zu der Erkenntnis gekommen: In den meisten Fällen reagiere ich aus Angst und nicht aus Liebe. Das heißt nicht, dass ich die ganze Zeit wie ein verschrecktes Kaninchen durch die Welt hoppel und vor alles und jedem Angst habe. Ich lebe mein Leben ganz normal. Aber in meiner Gewohnheit ständig darüber nachzudenken, was andere Menschen tun und denken, versuche ich immer um Menschen „herum zu reagieren“. Man könnte es Nachsicht nennen. Aber genauer betrachtet ist es wohl eher die Angst, unangenehm aufzufallen oder die Angst, im Weg zu stehen. Die Angst davor, blöd angemacht zu werden. Die Angst, vor den sc...

Ruhe im Regen.

Als ich aufstand und die Vorhänge zurück zog, erstreckte sich vor mir ein Anblick aus grauer Nässe. Es hatte wohl die ganze Nacht geregnet und es sah nicht so aus, als würde es bald anders werden. Zufrieden öffnete ich das Fenster, um etwas von der kühlen Luft hinein zu lassen. Es regnete. Endlich. Nach all den Tagen der frühsommerlichen Wärme, die mich zu einem natürlichen Aktivismus führte, konnte ich nun endlich durchatmen und unbeschwert meinen Gedanken hinter her hängen, ohne das Gefühl zu haben, den Tag nicht richtig genutzt zu haben. Der Regen gab mir meine innere Ruhe zurück, auch wenn er draußen Unruhe verbreitete. Doch immer wenn die Sonne schien, war das für mich eine stumme Aufforderung irgendetwas zu tun, nicht still zu sitzen, wenigstens die Sonnenstrahlen zu genießen. Das mag nicht anstrengend sein, aber es ist nicht unbedingt befriedigend. Denn auch wenn die Welt im Sonnenschein vielleicht ruhiger erscheint, so ist es meine Seele nicht. Meine Seele ist ruhig wenn ich st...

Die Kunst, sich selbst nicht länger was vorzumachen.

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Tausend Sachen gleichzeitig zu machen scheint heute manchmal Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Leben zu sein. Diese Fähigkeit nennt sich „Multitasking“ und wird sehr gerne dem weiblichen Geschöpf zugeschrieben. Vermutlich, weil es, sobald ein Kind im Spiel ist, einfach gezwungenermaßen immer ein Auge auf dasselbige haben muss und trotzdem noch den Rest des Lebens auf die Reihe bekommen will. Aber auch ganz ohne Kind, macht man so einiges gleichzeitig und fühlt sich dabei vielleicht noch besonders effizient. Ja, manche Dinge mache ich gerne eher „doppelgleisig“. In fast allen alltäglichen Tätigkeiten, lasse ich gerne Musik im Hintergrund laufen. Und auch bei langen Autofahrten bin ich ein Freund von Hörbüchern. Und natürlich erwische ich mich dabei, wie ich nebenher beim Film gucken schnell eine Whatsapp-Nachricht beantworte. Und da fangen die Probleme an: Letztens habe ich deswegen eine wichtige Schlüsselszene verpasst und musste zurückspulen, um die Geschichte noch ...

Ich und mein Gaul.

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Ich soll was schreiben. Mit Vorgaben zum Thema und Deadline. Also schon irgendwie ernsthaft. An Ideen mangelt es nicht, es ist eigentlich schon alles in meinem Kopf. Auch die Zeit ist da, die Ruhe, selbst der Zeitdruck ist nicht zu hoch sondern motivierend. Und trotzdem ist jedes Wort ein Kampf, jeder Abschnitt ein Grund zur Ablenkung. Warum? Weil ich Angst habe. Angst, den Erwartungen nicht zu entsprechen. Angst, nicht verstanden zu werden. Angst, nicht gut genug zu sein. Immer und immer und immer wieder das gleiche Thema. Es fehlt das Selbstbewusstsein, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die Inspiration aus der Höhe. Ich will das doch eigentlich. Und ich will es selbstbewusst. Aber die ausgesprochenen und unausgesprochenen Erwartungen, die Angst davor, dass mein Text, meine Ideen, mein Autorenherz in der Luft zerrissen werden, sind lähmend. Es ist so viel leichter für sich in seinem Kopf zu bleiben. Wörter und Geschichten zu denken, anstatt zu schreiben. Vom Veröffent...

Die Fülle des Lebens.

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In den letzten Wochen leben ein paar Kontakte wieder auf, die längere Zeit brach lagen. Menschen, die ich aus den Augen verloren hatte, weil man zu irgendeinem Zeitpunkt nicht mehr auf eine Mail geantwortet hatte und das Leben dann einfach weitergelaufen war. Denn das macht es, das Leben, es läuft weiter, auch wenn Menschen, die uns noch so wichtig waren oder sind, in andere Richtungen gehen und nicht mehr neben uns sind. Das mag manchmal brutal schmerzhaft sein, aber irgendwann wird es besser und man gewöhnt sich an den Zustand der Abwesenheit. Umso besonderer finde ich es, wenn Kontakte wieder aufleben, Bänder neu geknüpft werden, alte Freundschaften dadurch vielleicht eine ganz neue Ebene erreichen, weil die Zeit der Abwesenheit Veränderung, Neuanfänge, Abschlüsse und manchmal auch Heilung schenkt. Doch eines überfordert mich bei diesen neuem Aufleben der Kontakte: Der Versuch, die Zeit der Abwesenheit zu rekonstruieren und dem Gegenüber nahe zu bringen. Eben diese ganze...

Schnell, schnell ins neue Jahr?

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Jeder reagiert auf ein neues Jahr unterschiedlich. Vor allem in der Geschwindigkeit, mit der man in die neuen Möglichkeiten und Anliegen startet. Der eine hat noch ein paar freie Tage und macht einen faulen Lenz. Die andere muss schon arbeiten gehen und hat quasi keine Wahl, als mit Vollgas wieder in den Alltag zu starten. Mein Jahr 2015 beginnt irgendwie mit einem Pausenzeichen und in vielen Momenten kann ich das genießen. Alles steht noch ein bisschen still und obwohl das neue Jahr schon da ist, ist es noch ruhig und fast unberührt. Das liegt an meinen persönlichen Umständen und ist wohl nichts, was jedes Jahr sein wird, aber jetzt will ich es so nehmen und genießen. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn bei allen anderen das Jahr schon im vollen Gang ist. Terminanfragen häufen sich, Planungen stehen still. Egal ob es der Sommerurlaub ist, die nächste wichtige Veranstaltung oder der Skypetermin mit einer Freundin. Alles steht. Ruht. Wartet. Und in der Faszination der Möglic...

Ein Vierteljahrhundert.

Ich habe gerne Geburtstag. Und in diesem Jahr bin ich seit einem Viertel Jahrhundert auf dieser Erde. Das klingt irgendwie markant. Vielleicht weil man es eben im Jahrhundertdimension ausdrücken kann. Und das klingt, finde ich, gigantisch. Überhaupt habe ich eine Vorliebe für die ungeraden Geburtstage. Und der fünfundzwanzigste ist ungerade und doch irgendwie rund. Wenn ich so darüber nachdenke, finde ich das Konzept „Leben“ unglaublich spannend. Man rechnet in Jahren, irgendwann eher in Jahrzehnten. Man kann sich an die Fülle des Lebens gar nicht erinnern, an all das was schon gewesen ist und wie man gewesen ist. Vielleicht an ein paar Ecken und Kanten, an herausragende Situationen, sowohl positiv als auch negativ. Aber wenn es mir jetzt schon schwerfällt, mich daran zu erinnern, wie es vor einem halben Jahr in mir aussah – so ganz werde ich nie mehr das nachempfinden können, was ich alles schon empfunden habe. Es gibt – Gott sei Dank – Erinnerungen und Erinnerungsstücke und Erz...

In einem Jahr.

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Es ist schon wieder Herbst. Schon wieder? Ja. Schon wieder. Gestern Abend hörte ich ein Musikalbum und fragte mich, warum es plötzlich alles so stimmig war. Und dann fiel es mir ein: Dieses Album habe ich ziemlich genau vor einem Jahr gekauft und viel gehört. Im Herbst letzten Jahres. Und dann dachte ich plötzlich darüber nach, was letztes Jahr zu dieser Zeit alles gewesen ist, was mich bewegt hat, was für Fragen in meinem Herzen waren, welche Menschen um mich herum waren und wie es mir damit ging. Und wie so oft dachte ich mir: Meine Güte, in einem Jahr kann so vieles passieren. Ich würde nicht sagen, dass mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt ist und sich alle Lebensumstände gewandelt hätten – auf keinen Fall. Und trotzdem macht ein Jahr einen Unterschied. Und dieses Jahr (für mich) vielleicht mehr als andere. Manches mag man vielleicht sogar belächeln, was einem vor einem Jahr so belastet hat und man würde sich selbst gerne sagen: Hey, so schlimm ist es gar nich...

Hallo Herbst.

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„Hallo Herbst“ zum August zu sagen, ist albern. Es ist August. Es ist Sommer. Es ist auch dann noch Sommer, wenn die Temperaturen unter zwanzig Grad sinken, die Sonne sich verkriecht und dafür Regen und Wind vorherrschen. Sommer ist nicht nur Sonnenschein. Herbst ist nicht nur Regen. Festgefahren in Idealvorstellungen, fällt es uns schwer, die Dinge so zu nehmen wie sie sind: Nämlich unperfekt. Ja, vielleicht ist der August 2014 nicht der perfekte Sommer. Aber er ist immer noch ein Sommermonat, vielleicht einer mit schlechter Laune. Und wenn der Herbst dann sonnig wird, ist er auch kein verkappter Sommer. Er ist einfach ein fröhlicher Herbst. Dinge sind nicht immer so, wie wir sie erwarten. Aber dadurch werden sie nicht gleich schlecht. Und nur weil sie anders sind, als wir es uns wünschen, muss man sie nicht gleich ändern oder anders benennen. Lass den August doch ein regnerischer August sein, wenn er will. (Du kannst es eh nicht änder...

Erinnerungsstücke.

Es gibt Tage, an denen vermisse ich dich sehr. Tage, an denen ich gerne deine Stimme hören würde, deinen Rat einholen möchte oder dir Dinge zeigen und erzählen will, die mir wichtig sind. Aber das geht nicht. Und trotzdem sind diese Tage so besonders, weil mich dann so vieles an dich erinnert. Besonders die Dinge, die du mir geschenkt hast, werden plötzlich lebendig und zeigen mir, wie wertvoll die Zeit mit dir war. Ich sehe und spüre, welche Gedanken du dir gemacht hast, als du diese Geschenke, auch die tausend Kleinigkeiten, ausgesucht hast - wieviel Liebe darin steckt. Ein schnödes "Dankeschön" drückt niemals das aus, was diese vielen schönen kleinen Erinnerungen wert sind. Deine Liebe steckt in so vielen Details. Darin bist du deinem König viel ähnlicher, als du es vermutlich je dachtest. // Zehntausend Jahre und in Ewigkeit - Ich denke an dich. 

Auf der Spur.

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Ich fahre gerade aus. Schon seit langer Zeit in die gleiche Richtung. Ich rase nicht und ich schleiche nicht. Ich bewege mich vorwärts, ohne genau zu wissen, wohin. Keine Abfahrt und kein Rastplatz scheint richtig zu sein. Das Benzin reicht noch ein Weile, glaube ich zumindest. Egal, wie das Wetter wird, egal, wer mich überholt, egal, we abfährt, ich bleibe auf dieser Strecke. Denn ich weiß, du sagst mir Bescheid, wenn die richtige Abfahrt kommt und du wirst mich nicht in irgendwelche Abgründe leiten, sondern hast ein Ziel vor Augen, zu dem du mich hinführen willst. Und bis dahin bleibe ich auf der Spur.

Du weißt es nicht.

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Du weißt nicht was kommt. Du weißt es nie. Egal wie die Prognosen stehen und egal, welche Pläne du geschmiedet hast. Egal wie vorbereitet du bist oder wie panisch die Sorgen in dir sind. Du weißt nicht was kommt. Und das ist meistens auch besser so. Denn wenn wir wirklich wüssten, was kommt, wäre das Leben ziemlich sinnlos und du mit deinem Kopf und deinen Gefühlen und deinen Entscheidungen ziemlich überflüssig. Das Problem ist: Auch wenn man nie weiß, was kommt, tut man gerne so, als wüsste man es. Und macht sich Sorgen und Pläne und B-Pläne. Und manchmal hat man Angst vor dem was kommt, obwohl man gar nicht weiß WAS kommt. Sicher ist es nicht sinnvoll, völlig planlos in die Zukunft zu gehen. Es ist gut, sich seiner Ziele und Motivationen bewusst zu sein. Aber wenn das ganze in ein Zersorgen umschlägt, in eine Zukunftangst, die einen meistens mehr lähmt, als zu irgendetwas zu bringen, ist es Zeit, sich klar zu machen, dass man es eh nicht weiß. Und Angst einen nie weiter...

Mach was.

Vielen Menschen möchte man in diesen Zeiten manchmal zurufen: Tu doch mal was für dich! Nicht, weil sie äußerlich abgewrackt wären, sondern weil sie scheinbar nicht gelernt haben, in stressigen Zeiten auch mal durchzuatmen und auf sich selbst zu achten. Doch selbst wenn man Menschen soetwas sagt, können sie es pft nicht annehmen. Denn unter "Nimm dir Zeit für dich" oder "Tu dir selbst etwas Gutes" verstehen sie meistens, dass sie NICHTS tun sollen. Und vielen Menschen graut es (aus unterschiedlichsten Gründen) vor dem "Nichts-tun". Dabei ist "tun" ein ein TU-Wort, ein aktives Wort, ein Verb. Etwas für sich zu tun, bedeutet alsi nicht gezwungendermaßen, alles sein zu lassen. Es bedeutet, etwas bewusst für sich selbst zu tun. Sich zu fragen: Was tut mir jetzt gut? Manchmal tut es gut, einen Tee zu trinken, oder ein Bad zu nehmen oder zu schreiben oder eindach nur still dazusitzen und durchzuatmen. Es tut aber auch gut, Bewegung zu haben oder mi...

Taubheit.

Es gibt Tage, an denen höre ich mich selbst nicht. Ich bin nicht taub, höchstens stur. Egal was mein Innenleben mir versucht mitzuteilen, ich ignoriere es und versinke in Wuseligkeit. Wenn ich mich selbst nicht höre, kann ich auch andere nicht mehr hören. Als ob meine Empathie sich die Finger in die Ohren steckt und sagt: „Lalalalaaaa.. Ich kann euch gar nicht hören, solange ich mir selbst nicht zuhöre.“ Warum ich mir selbst nicht zuhöre? Weil ich ahne, was ich mir selbst zu sagen habe. Und weil es manchmal scheinbar leichter ist, zu wuseln, als sich selbst wahrzunehmen. Und manchmal ist Ruhe ein Luxus, den man sich selbst nicht gönnt, weil man glaubt, es nicht verdient zu haben, nicht genug gewuselt zu haben, um Pause machen zu dürfen. Dabei wäre man vermutlich produktiver und sicherlich ausgeglichener und bestimmt empathischer und gelassener, wenn man Ruhe nicht als Luxus sondern als Notwendigkeit akzeptie...

Spiegelbild.

Unser äußeres Erscheinungsbild spiegelt sich in vielen Dingen. Am klarsten natürlich in einem dafür vorgesehenen Spiegel. Aber auch in vielen anderen Gegenständen wie Schaufenstern, glatten Oberflächen oder stillen Wassern. Nicht jedes dieser Spiegelbilder zeigt uns ganz so exakt und eindeutig, wie wir sind, aber alle spiegeln etwas von uns wieder. Und wenn es nur unsere Silhouette ist. Als ich in den vergangenen Tagen beim Optiker war, fragte man mich, wie viel Stress ich in letzter Zeit hätte oder ob irgendwelche besonderen Vorkommnisse gewesen wären. Ich stutze etwas und man beteuerte mir, es ginge nicht um unangebrachte Neugier, sondern um mein Wohlbefinden und die daraus eventuell folgenden Veränderungen meiner Sicht. Das alte Sprichwort wurde zitiert: „Die Augen sind der Spiegel der Seele.“ Natürlich kann bestimmt jeder Optiker dieses Zitat auswendig. Und trotzdem brachte es mich zum nachdenken: Worin spiegelt sich meine Seele wieder? Ich glaube, es beschränkt sich ni...