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Posts mit dem Label "Geduld" werden angezeigt.

Auf dem Weg.

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Und plötzlich ist er da. Dieser Weg. Dieser eine Weg. Von dem du wusstest, dass er kommen wird. An dessen Existenz du trotzdem manchmal gezweifelt hast. Wie ein kleiner Pfad, der zwischen Geäst plötzlich auftaucht. Den man nicht sieht, bis man auf ihm steht. Du musst nicht weiter mit den Ästen kämpfen, die dir ins Gesicht schlagen, den Wurzeln, über die du stolperst und die dein Vorankommen hindern. Aber du bist weiterhin im Wald. Nicht auf der asphaltierten, ausgebauten Straße. Du musst weiter Schritt für Schritt vertrauen. Aber du bist auf dem Weg. Auf dem richtigen Weg. Und ich will, dass du aufhörst zu denken, alles vorher sei nur Fehler gewesen. Die ganze Zeit habe ich dich geführt und vorbereitet. Geh einfach weiter. Mit mir.  Wirklich interessant, was ich fast genau vor einem Jahr zu diesem Thema schrieb: Auf der Spur .

Trippelschrittchen.

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Es kann eigentlich nie schnell genug gehen. Wer ein Ziel vor Augen hat, will ankommen, vorankommen, das Ziel erreichen, besser vorgestern als übermorgen. Und es ist doch eigentlich so einfach: Hier bin ich → da ist mein Ziel. Scotty beam me up! Sofort, weil ich weiß ja, wo ich hin will. Ich weiß, was mich dort erwartet, ich weiß, dass es am Ziel viel besser sein wird, als an dem Standort, an dem ich jetzt bin. Also. Ziel. Sofort. Jetzt! Der Kenner weiß: Zwischen Standort und Ziel liegt ein alter Feind – der Weg. Wir sind noch nicht im Zeitalter des Beamens angekommen, wo man sich in dem einen Moment auflöst und in dem anderen Moment an einem anderen Ort wieder zusammensetzt. Nein, wir müssen Strecken hinter uns legen, um an ein Ziel zu kommen. Zugegeben, unsere Fortbewegungsmittel sind schneller geworden, aber es ändert nichts an dem Weg, den wir trotzdem vor uns haben. Manchmal ist der Weg nur Zeit, die verstreichen muss, und die uns lästig und langweilig vorkommt. Manch...

Eine Ecke weiter denken.

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Es gibt Menschen, die halten nicht viel von „was-wäre-wenn“-Gedanken. Sie halten das für verschwendete Zeit. Im Blick auf die Vergangenheit mögen sie Recht haben. Man kann nicht ändern, was schon passiert ist. Und auch wenn es interessante Gedankenkonstrukte sind, sich vorzustellen was wäre wenn dieses oder jenes anders gelaufen oder entschieden worden wäre, bringen sie doch keine Veränderung und sind somit wirklich ungenutzte Zeit. Aber was ist mit den Zukunftsfragen und den dazugehörigen „was-wäre-wenn“-Gedanken? Nicht in Sorge und Panik und der Befürchtung, dass uns der Himmel auf den Kopf fällt. Sondern im Möglichkeitsdenken. Was alles möglich wäre und ist. Welche Wege vor uns liegen und welche Veränderungen damit einhergehen können und müssen. Und die Zukunft ist gestaltbar durch das, was man heute, ganz in der Gegenwart für sich und sein Leben entscheidet. Unabhängig davon, was in der Vergangenheit passiert ist und worauf man sich dort festgelegt hat: Im Heute können wir...

Ich und mein Gaul.

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Ich soll was schreiben. Mit Vorgaben zum Thema und Deadline. Also schon irgendwie ernsthaft. An Ideen mangelt es nicht, es ist eigentlich schon alles in meinem Kopf. Auch die Zeit ist da, die Ruhe, selbst der Zeitdruck ist nicht zu hoch sondern motivierend. Und trotzdem ist jedes Wort ein Kampf, jeder Abschnitt ein Grund zur Ablenkung. Warum? Weil ich Angst habe. Angst, den Erwartungen nicht zu entsprechen. Angst, nicht verstanden zu werden. Angst, nicht gut genug zu sein. Immer und immer und immer wieder das gleiche Thema. Es fehlt das Selbstbewusstsein, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die Inspiration aus der Höhe. Ich will das doch eigentlich. Und ich will es selbstbewusst. Aber die ausgesprochenen und unausgesprochenen Erwartungen, die Angst davor, dass mein Text, meine Ideen, mein Autorenherz in der Luft zerrissen werden, sind lähmend. Es ist so viel leichter für sich in seinem Kopf zu bleiben. Wörter und Geschichten zu denken, anstatt zu schreiben. Vom Veröffent...

Schnell, schnell ins neue Jahr?

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Jeder reagiert auf ein neues Jahr unterschiedlich. Vor allem in der Geschwindigkeit, mit der man in die neuen Möglichkeiten und Anliegen startet. Der eine hat noch ein paar freie Tage und macht einen faulen Lenz. Die andere muss schon arbeiten gehen und hat quasi keine Wahl, als mit Vollgas wieder in den Alltag zu starten. Mein Jahr 2015 beginnt irgendwie mit einem Pausenzeichen und in vielen Momenten kann ich das genießen. Alles steht noch ein bisschen still und obwohl das neue Jahr schon da ist, ist es noch ruhig und fast unberührt. Das liegt an meinen persönlichen Umständen und ist wohl nichts, was jedes Jahr sein wird, aber jetzt will ich es so nehmen und genießen. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn bei allen anderen das Jahr schon im vollen Gang ist. Terminanfragen häufen sich, Planungen stehen still. Egal ob es der Sommerurlaub ist, die nächste wichtige Veranstaltung oder der Skypetermin mit einer Freundin. Alles steht. Ruht. Wartet. Und in der Faszination der Möglic...

Wieviel Platz braucht ein Traum?

„Guten Tag! Ich möchte meinem Traum einen Platz geben, einen Ort wo er wohnen kann, wo er sich wohlfühlt und breit machen kann und groß und stark wird.“ „An was haben Sie gedacht?“ „Vielleicht einen eignen Raum, oder eine Fläche. Er soll sich richtig entfalten und glücklich und zufrieden werden. Ich will ihm alles geben, was er braucht, damit aus meinem Traum Wirklichkeit werden kann.“ „Soso. Wie lange haben Sie Ihren Traum denn schon?“ „Ach, dass kann ich gar nicht so genau sagen. Er kam eines Abends zu mir, als ich gedankenverloren an meinem Schreibtisch saß und über das Leben nachdachte. Er war ganz klitzeklein, so klein, dass ich ihn erst gar nicht beachtete. Aber er ist geblieben und jetzt soll er es schön bei mir haben. Also, können Sie mir weiterhelfen und mir sagen, was ich mir anschaffen sollte?“ „Wissen Sie, wenn Ihr Traum zu Ihnen kam, als Sie an Ihrem Schreibtisch saßen, ist vielleicht genau das der richtige Ort, an dem er wachsen kann....

Gehorsam.

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Gehorsam zu sein, also das zu machen, was einem gesagt wird, ist eigentlich nie eine freudvolle und glückselige Angelegenheit, die auf bunten Blumenwiesen und unter fröhlichem Gelächter vollzogen wird. Gehorsam muss man meistens dann sein, wenn es brenzlig wird, jemand das Kommando übernimmt, man sich unterordnet und man sein eigens Wollen und Bedenken zur Seite legt. In unserem Leben gibt es wenig Momente, in denen man wirklich „gehorsam“ sein muss. Früher vielleicht den Erziehungsberechtigen gegenüber (kommt aber auch immer auf den Erziehungsstil an) und den klassischen „Autoritätspersonen“ wie Lehrern, Vorgesetzten oder Polizisten. Und auch das stellt sich in meiner Weltsicht schwammig dar. Wenn man also plötzlich zum Gehorsam angehalten ist, dann fühlt sich das befremdlich an. Weil es eben nicht nach dem eigenen Kopf geht, der doch zu jedem Sachverhalt was beizutragen hat. Gehorsam hat m.E. unglaublich viel mit Vertrauen zu tun – denn ich muss irgendwie dem Gegenüber vertraue...

Hallo Herbst.

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„Hallo Herbst“ zum August zu sagen, ist albern. Es ist August. Es ist Sommer. Es ist auch dann noch Sommer, wenn die Temperaturen unter zwanzig Grad sinken, die Sonne sich verkriecht und dafür Regen und Wind vorherrschen. Sommer ist nicht nur Sonnenschein. Herbst ist nicht nur Regen. Festgefahren in Idealvorstellungen, fällt es uns schwer, die Dinge so zu nehmen wie sie sind: Nämlich unperfekt. Ja, vielleicht ist der August 2014 nicht der perfekte Sommer. Aber er ist immer noch ein Sommermonat, vielleicht einer mit schlechter Laune. Und wenn der Herbst dann sonnig wird, ist er auch kein verkappter Sommer. Er ist einfach ein fröhlicher Herbst. Dinge sind nicht immer so, wie wir sie erwarten. Aber dadurch werden sie nicht gleich schlecht. Und nur weil sie anders sind, als wir es uns wünschen, muss man sie nicht gleich ändern oder anders benennen. Lass den August doch ein regnerischer August sein, wenn er will. (Du kannst es eh nicht änder...

Auf der Spur.

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Ich fahre gerade aus. Schon seit langer Zeit in die gleiche Richtung. Ich rase nicht und ich schleiche nicht. Ich bewege mich vorwärts, ohne genau zu wissen, wohin. Keine Abfahrt und kein Rastplatz scheint richtig zu sein. Das Benzin reicht noch ein Weile, glaube ich zumindest. Egal, wie das Wetter wird, egal, wer mich überholt, egal, we abfährt, ich bleibe auf dieser Strecke. Denn ich weiß, du sagst mir Bescheid, wenn die richtige Abfahrt kommt und du wirst mich nicht in irgendwelche Abgründe leiten, sondern hast ein Ziel vor Augen, zu dem du mich hinführen willst. Und bis dahin bleibe ich auf der Spur.

Du weißt es nicht.

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Du weißt nicht was kommt. Du weißt es nie. Egal wie die Prognosen stehen und egal, welche Pläne du geschmiedet hast. Egal wie vorbereitet du bist oder wie panisch die Sorgen in dir sind. Du weißt nicht was kommt. Und das ist meistens auch besser so. Denn wenn wir wirklich wüssten, was kommt, wäre das Leben ziemlich sinnlos und du mit deinem Kopf und deinen Gefühlen und deinen Entscheidungen ziemlich überflüssig. Das Problem ist: Auch wenn man nie weiß, was kommt, tut man gerne so, als wüsste man es. Und macht sich Sorgen und Pläne und B-Pläne. Und manchmal hat man Angst vor dem was kommt, obwohl man gar nicht weiß WAS kommt. Sicher ist es nicht sinnvoll, völlig planlos in die Zukunft zu gehen. Es ist gut, sich seiner Ziele und Motivationen bewusst zu sein. Aber wenn das ganze in ein Zersorgen umschlägt, in eine Zukunftangst, die einen meistens mehr lähmt, als zu irgendetwas zu bringen, ist es Zeit, sich klar zu machen, dass man es eh nicht weiß. Und Angst einen nie weiter...

trust fall.

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„trust fall“ war gestern mein Lieblingswort. Ich habe es in unterschiedlichen Zusammenhängen gesagt und mich über mich selbst gewundert, dass mein Gehirn damit um die Ecke kam. Mit Einem „trust fall“ bezeichnet man die Übung, bei der sich jemand rückwärts von etwas runterfallen lässt und andere ihn auffangen – eine Frage des Vertrauen. Ich bin kein Fan davon. Weiß auch gar nicht, ob ich es jemals so bewusst gemacht habe. Es ist eine Gruppenübung, damit man lernt, anderen Menschen zu vertrauen, dass sie einen auffangen wenn man fällt. Denn im Leben fällt man oft. Vielleicht mehr sinnbildlich als körperlich, aber es ist meistens gleichermaßen angsteinflößend, wenn man den Boden unter den Füßen verliert und im freien Fall keine Sicherheit mehr hat. Das Gefühl im Leben zu fallen, nicht mehr auf der sicheren Seite zu sein, keinen Halt mehr zu haben und mindestens innerlich panisch kreischend mit den Armen zu rudern, kennt vermutlich jeder. Und wie oft glaubt man, am Ende zerk...

Wiederholung.

Du sagst die Worte, die ich selbst sage. Aber wenn du sie sagst, klingen sie wahr. Wenn du sie sagst, nehme ich sie ernst. Wenn du sie sagst, fange ich an nach ihnen zu leben. Wenn du sie sagst, werden sie real.

04 - Christmas

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Ein wichtiger Hinweis für alle Frühstarter, Nichtabwartenwoller, Ungeduldige und Mainstreamfreunde: Is it Christmas? HIER IST DIE ANTWORT. Vielleicht etwas drastisch für den ein oder anderen, aber dennoch richtig. Noch ist kein Weihnachten. Noch ist Advent. Das bringt man in unserer Gesellschaft schnell durcheinander, denn so genau will es doch keiner wissen. Hauptsache Kekse backen und die Ergebnisse instagrammend bei Facebook posten, Geschenke finden, dekorieren und hoffen, dass der Schnee sich bis zum 24. Dezember hält oder wenigstens dann wiederkommt. Oder vielleicht lieber doch nicht? Wir verallgemeinern gerne. Suchen Oberbegriffe und stopfen alles darein, was nicht niet- und nadelfest ist. Das machen wir gerne bei großen Feiertagen, wie beispielsweise Weihnachten. Es ist ja auch schließlich um einiges anstrengender, Nikoläuse und Weihnachtsmänner auseinanderzuhalten und ob nun Marzipankartoffeln schon im Oktober gegessen werden oder erst am 1. Weihnachtsfeiertag is...