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Posts mit dem Label "Erinnerung" werden angezeigt.

Du bist nicht was du besitzt.

Bücher in Regalen, kleine Figuren auf dem Fenstersims, Bilder an der Wand und die Inneneinrichtung erzählen etwas von uns. Was wir mögen, was uns interessiert, was uns wichtig ist, was unsere Zeit füllt. Und dann gibt es noch das, was hinter verschlossenen Türen, in den untersten Schubladen und den dunklen Ecken liegt. Auch das erzählt von uns. Vielleicht achtlos verlegt, vielleicht bewusst versteckt. Aus den Augen, aus dem Sinn, aber immer noch irgendwo, um im Notfall darauf zurück zu greifen. Nur – für welchen Notfall? Ich rede nicht von dem Nähset, welches man alle Jubeljahre zum Knopfannähen braucht oder die saisonale Dekokiste. Nein, ich rede von kleinen Schachteln, gefüllt mit Eintrittskarten, Erinnerungsstücken aller Art, Zetteln mit lebenswichtigen Notizen. Wenn sie einem in die Hände fallen, leuchten Erinnerungen auf in allen Farben und Formen. Glücklich bunt und zerstörerisch trist. Ich hebe also eine Notiz auf, für den Fall, dass ich mal das Bedürfnis nach einer trübsinnige...

Das wünsche ich dir.

Ich wünsche dir, dass du glücklich bist. Das denke ich. Nachdem ich zu viel an dich gedacht habe. Ich weiß nicht, ob du glücklich bist. Vielleicht bist du es, ohne dass ich es weiß. Ich wünsche dir, dass du bist wer du bist. Das denke ich. Nachdem ich zu viel an dich gedacht habe. Keine Kopie. Keine Fassade. Keine Show. Nur du selbst. Weil du so schön bist. Ich wünsche dir, dass dich dein Tun erfüllt. Das denke ich. Nachdem ich zu viel an dich gedacht habe. Kein Lückenbüßer. Kein Nichtsnutz. Du kannst so vieles. Das weiß ich. Ich wünsche dir, dass du liebst. Das denke ich. Nachdem ich zu viel an dich gedacht habe. Die Menschen, in deinem Herzen. Und dich selbst. Weil du liebenswert bist. Ich wünsche dir, dass du ankommst. Das denke ich. Nachdem ich zu viel an dich gedacht habe. In deinem eigenen Leben. So wie du es dir erträumst. Und bei dir selbst. Und bei Gott. Ich wünsche dir, dass du glücklich bist. Das wünsche ich mir. F...

Die Fülle des Lebens.

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In den letzten Wochen leben ein paar Kontakte wieder auf, die längere Zeit brach lagen. Menschen, die ich aus den Augen verloren hatte, weil man zu irgendeinem Zeitpunkt nicht mehr auf eine Mail geantwortet hatte und das Leben dann einfach weitergelaufen war. Denn das macht es, das Leben, es läuft weiter, auch wenn Menschen, die uns noch so wichtig waren oder sind, in andere Richtungen gehen und nicht mehr neben uns sind. Das mag manchmal brutal schmerzhaft sein, aber irgendwann wird es besser und man gewöhnt sich an den Zustand der Abwesenheit. Umso besonderer finde ich es, wenn Kontakte wieder aufleben, Bänder neu geknüpft werden, alte Freundschaften dadurch vielleicht eine ganz neue Ebene erreichen, weil die Zeit der Abwesenheit Veränderung, Neuanfänge, Abschlüsse und manchmal auch Heilung schenkt. Doch eines überfordert mich bei diesen neuem Aufleben der Kontakte: Der Versuch, die Zeit der Abwesenheit zu rekonstruieren und dem Gegenüber nahe zu bringen. Eben diese ganze...

Was wäre wenn...

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Es ist Anfang Januar. Einer der ersten Tage im neuen Jahr. Das Wetter draußen vor dem Fenster schwankt zwischen winterlicher Schneelandschaft und graubraunen Matsch. Es ist kalt und ich bin müde. Das neue Jahr, das vor mir liegt, ist ein graues Nebelfeld mit wenig Lichtern. Was kommen wird ist unklar, was bleiben wird nicht sichtbar und das was gehen wird, versteckt sich. Ich könnte Trübsal blasen auf meiner Selbstmitleidsoboe. Ungehalten sein über die Unsicherheiten. Panisch im Kreis rennen oder Winterschlaf einlegen. Alles würde mein Innerstes befriedigen. Aber nichts würde mich davon irgendwo hinbringen. Doch wo will ich hin und welches Gefährt bringt mich dorthin, Ganz ohne alle Antworten zu kennen und den völligen Durchblick von jetzt auf gleich zu haben? Folgender Satz bringt mich in den letzten Tagen immer wieder mindestens gedanklich in Bewegung: Zu deutsch: Was wäre wenn du morgen nur mit den Dingen aufwachst, für die du Gott heute gedankt hast? Ein Gedankenexperiment...

In einem Jahr.

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Es ist schon wieder Herbst. Schon wieder? Ja. Schon wieder. Gestern Abend hörte ich ein Musikalbum und fragte mich, warum es plötzlich alles so stimmig war. Und dann fiel es mir ein: Dieses Album habe ich ziemlich genau vor einem Jahr gekauft und viel gehört. Im Herbst letzten Jahres. Und dann dachte ich plötzlich darüber nach, was letztes Jahr zu dieser Zeit alles gewesen ist, was mich bewegt hat, was für Fragen in meinem Herzen waren, welche Menschen um mich herum waren und wie es mir damit ging. Und wie so oft dachte ich mir: Meine Güte, in einem Jahr kann so vieles passieren. Ich würde nicht sagen, dass mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt ist und sich alle Lebensumstände gewandelt hätten – auf keinen Fall. Und trotzdem macht ein Jahr einen Unterschied. Und dieses Jahr (für mich) vielleicht mehr als andere. Manches mag man vielleicht sogar belächeln, was einem vor einem Jahr so belastet hat und man würde sich selbst gerne sagen: Hey, so schlimm ist es gar nich...

Erinnerungsstücke.

Es gibt Tage, an denen vermisse ich dich sehr. Tage, an denen ich gerne deine Stimme hören würde, deinen Rat einholen möchte oder dir Dinge zeigen und erzählen will, die mir wichtig sind. Aber das geht nicht. Und trotzdem sind diese Tage so besonders, weil mich dann so vieles an dich erinnert. Besonders die Dinge, die du mir geschenkt hast, werden plötzlich lebendig und zeigen mir, wie wertvoll die Zeit mit dir war. Ich sehe und spüre, welche Gedanken du dir gemacht hast, als du diese Geschenke, auch die tausend Kleinigkeiten, ausgesucht hast - wieviel Liebe darin steckt. Ein schnödes "Dankeschön" drückt niemals das aus, was diese vielen schönen kleinen Erinnerungen wert sind. Deine Liebe steckt in so vielen Details. Darin bist du deinem König viel ähnlicher, als du es vermutlich je dachtest. // Zehntausend Jahre und in Ewigkeit - Ich denke an dich.