Posts

Posts mit dem Label "Motivation" werden angezeigt.

Mangelhaft?

Ich bin ein Schisser. Wirklich. Vor allem wenn es um die Probleme anderer Menschen geht. Dabei höre ich gerne zu, bin dankbar für Vertrauen, dass andere mir entgegenbringen, wenn sie mir von ihren Herausforderungen erzählen. Manchmal hilft es ja auch schon, wenn sie einfach mal ihren Frust losgeworden sind, ihre Probleme verbalisiert haben, die großen Emotionen freien Lauf haben. Aber nicht immer. Genau genommen eigentlich nie. Denn ja, es hilft in dem Moment, es fühlt sich befreiend an, alles loszuwerden. Aber in den allermeisten Fällen, packt man das Problem danach einfach wieder in seine Tasche und geht wieder seines Weges. Und der Zuhörer (ich in dem Falle) nehme auch gleich noch ein Stück davon mit. Trage die Herausforderung des anderen in meinem Herzen, mache mir Gedanken und Sorgen, stelle Fragen und suche nach Antworten. Und das macht mir Angst. Denn ich weiß: Damit ist nicht geholfen. Und zu oft sind es Dinge, die sich nicht mit einem Lächeln, einer Umarmung, einem lieben Wo...

Auf dem Weg.

Bild
Und plötzlich ist er da. Dieser Weg. Dieser eine Weg. Von dem du wusstest, dass er kommen wird. An dessen Existenz du trotzdem manchmal gezweifelt hast. Wie ein kleiner Pfad, der zwischen Geäst plötzlich auftaucht. Den man nicht sieht, bis man auf ihm steht. Du musst nicht weiter mit den Ästen kämpfen, die dir ins Gesicht schlagen, den Wurzeln, über die du stolperst und die dein Vorankommen hindern. Aber du bist weiterhin im Wald. Nicht auf der asphaltierten, ausgebauten Straße. Du musst weiter Schritt für Schritt vertrauen. Aber du bist auf dem Weg. Auf dem richtigen Weg. Und ich will, dass du aufhörst zu denken, alles vorher sei nur Fehler gewesen. Die ganze Zeit habe ich dich geführt und vorbereitet. Geh einfach weiter. Mit mir.  Wirklich interessant, was ich fast genau vor einem Jahr zu diesem Thema schrieb: Auf der Spur .

Vom Können und Wollen.

Bild
Wenn man will, dann kann man nicht. Und wenn man kann, dann will man nicht. Nicht immer, aber immer öfters beobachte ich diese Denkweise an mir und den Menschen in dieser Welt. Es gibt Zeiten, da kann man alles mögliche machen, erreichen, anfangen, versuchen, ausprobieren, tun. Aber das KÖNNEN bringt nicht automatisch ein WOLLEN. Also grundsätzlich will man vielleicht schon irgendwie ein Stück weit. Aber nicht wirklich. Und weil man die Wahl hat, siegen die Faulheit, die Prioritätslosigkeit, die Ablenkung, die Frage nach dem Sinn und die tausend anderen Möglichkeiten. Weil man ja grundsätzlich nichts muss. Und der Wille nicht groß genug ist. Spätestens wenn man nicht mehr KANN, kommt der Wille angelaufen und ruft: „Wartet auf mich! Ich wollte doch.. Können wir nicht jetzt? Ich war abgelenkt! Mir war nicht klar, wie wichtig das ist!“ Aber manchmal macht einem das Leben, die Umstände oder einfach die abgelaufene Zeit, einen Strich durch die Rechnung. „Tut uns Leid, aber d...

Trippelschrittchen.

Bild
Es kann eigentlich nie schnell genug gehen. Wer ein Ziel vor Augen hat, will ankommen, vorankommen, das Ziel erreichen, besser vorgestern als übermorgen. Und es ist doch eigentlich so einfach: Hier bin ich → da ist mein Ziel. Scotty beam me up! Sofort, weil ich weiß ja, wo ich hin will. Ich weiß, was mich dort erwartet, ich weiß, dass es am Ziel viel besser sein wird, als an dem Standort, an dem ich jetzt bin. Also. Ziel. Sofort. Jetzt! Der Kenner weiß: Zwischen Standort und Ziel liegt ein alter Feind – der Weg. Wir sind noch nicht im Zeitalter des Beamens angekommen, wo man sich in dem einen Moment auflöst und in dem anderen Moment an einem anderen Ort wieder zusammensetzt. Nein, wir müssen Strecken hinter uns legen, um an ein Ziel zu kommen. Zugegeben, unsere Fortbewegungsmittel sind schneller geworden, aber es ändert nichts an dem Weg, den wir trotzdem vor uns haben. Manchmal ist der Weg nur Zeit, die verstreichen muss, und die uns lästig und langweilig vorkommt. Manch...

Auf die Motivation ist kein Verlass.*

Bild
*Dieser Post könnte Spuren von Motivationssprüche-Konsum beinhalten. Mein Dank geht an Pinterest. Es gibt Tage, an denen frage ich mich ernsthaft, wie man sein Leben nicht hochmotiviert, glücklich und zielstrebig leben kann. Und es gibt Tage, an denen frage ich mich ernsthaft, wie ich jemals so motiviert sein konnte, um den ersten Satz überhaupt zu denken. Motivation ist ein sehr flüchtiges Wesen. Eben durchströmt es noch jede Körperzelle und dann rennt es schon mit einem Cocktail über die Wiese und lässt einen einsam und unmotiviert zurück. Ich glaube, das Leben gibt einem eigentlich genug Gründe, um fröhlich etwas anzufangen und in dieser Stimmung zu bleiben. Man muss nur dran bleiben. Es gibt dazu diesen Spruch, der mich jedes Mal zum Schmunzeln bringt: „Menschen sagen oft, dass Motivation nicht lange anhält. Nun, genauso ist es mit dem Waschen, deswegen empfiehlt es sich, es täglich zu machen.“ Motivation verhält sich nämlich wie eine Muse, die einen küsst und dann w...

Eine Ecke weiter denken.

Bild
Es gibt Menschen, die halten nicht viel von „was-wäre-wenn“-Gedanken. Sie halten das für verschwendete Zeit. Im Blick auf die Vergangenheit mögen sie Recht haben. Man kann nicht ändern, was schon passiert ist. Und auch wenn es interessante Gedankenkonstrukte sind, sich vorzustellen was wäre wenn dieses oder jenes anders gelaufen oder entschieden worden wäre, bringen sie doch keine Veränderung und sind somit wirklich ungenutzte Zeit. Aber was ist mit den Zukunftsfragen und den dazugehörigen „was-wäre-wenn“-Gedanken? Nicht in Sorge und Panik und der Befürchtung, dass uns der Himmel auf den Kopf fällt. Sondern im Möglichkeitsdenken. Was alles möglich wäre und ist. Welche Wege vor uns liegen und welche Veränderungen damit einhergehen können und müssen. Und die Zukunft ist gestaltbar durch das, was man heute, ganz in der Gegenwart für sich und sein Leben entscheidet. Unabhängig davon, was in der Vergangenheit passiert ist und worauf man sich dort festgelegt hat: Im Heute können wir...

Ich und mein Gaul.

Bild
Ich soll was schreiben. Mit Vorgaben zum Thema und Deadline. Also schon irgendwie ernsthaft. An Ideen mangelt es nicht, es ist eigentlich schon alles in meinem Kopf. Auch die Zeit ist da, die Ruhe, selbst der Zeitdruck ist nicht zu hoch sondern motivierend. Und trotzdem ist jedes Wort ein Kampf, jeder Abschnitt ein Grund zur Ablenkung. Warum? Weil ich Angst habe. Angst, den Erwartungen nicht zu entsprechen. Angst, nicht verstanden zu werden. Angst, nicht gut genug zu sein. Immer und immer und immer wieder das gleiche Thema. Es fehlt das Selbstbewusstsein, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die Inspiration aus der Höhe. Ich will das doch eigentlich. Und ich will es selbstbewusst. Aber die ausgesprochenen und unausgesprochenen Erwartungen, die Angst davor, dass mein Text, meine Ideen, mein Autorenherz in der Luft zerrissen werden, sind lähmend. Es ist so viel leichter für sich in seinem Kopf zu bleiben. Wörter und Geschichten zu denken, anstatt zu schreiben. Vom Veröffent...

Sehen und säen wie ein Sämann.

Bild
Ich habe ja nicht so die große Ahnung vom Getreideanbau. Aber gerade das in der Bibel sehr beliebte (und in vielen Predigten auseinandergepflückte) Bild des Sämanns und des Prinzips von säen und ernten lässt einem doch ein bisschen Einblick bekommen. Und ohne jetzt groß in die Agrarwissenschaften abzudriften, will ich auf das eingehen, was mir heute aufgefallen ist: Ich glaube, ich wäre ein schlechter Sämann. Denn ich bin nicht großzügig im säen und schmeiße einfach alle Saatkörner, die mir in die Hände gelegt werden, aus. Nein, ich betrachte jedes einzelne und denke erstmal darüber nach, was es denn für Frucht bringen könnte und was ich dann mit den Früchten machen könnte. Oder ich zweifel an der Fruchtbarkeit dieses Korns und kalkuliere die Verschwendung an Zeit und Platz, die dieses (winzig kleine) Körnchen in meinem Lebensacker beinhaltet, wenn es doch eventuell KEINE Frucht bringt. So wäre ich ein Sämann (oder natürlich eine Säfrau....) der am Rande seines Feldes sitzt und über di...

Was machst du eigentlich gerade so?

Manchmal wünschte ich, ich hätte etwas vernünftiges gelernt. So etwas, was man antworten kann, wenn man gefragt wird: „Was willst du denn mal werden, Kind?“ Arzt oder Rechtsanwältin oder Krankenschwester oder wenigstens Lehrer. All das habe ich nicht gelernt, aus gutem Grund. Ich ertrage es nicht mit anzusehen, wie sich eine Nadel im Fleisch versenkt, noch nicht mal, wenn mir selbst Blut abgenommen wird. Grundsätzlich bin ich reichlich überfordert, wenn es Menschen gesundheitlich nicht gut geht – ich kann ihnen ja auch nicht helfen. All der Juristikkram reizt mich eigentlich überhaupt nicht. Naja und Lehrer wollt ich auch nicht werden, weil mir meine Zeit zu schade war, um vor Heranwachesenden zu stehen und sie davon zu überzeugen, dass Fontane ein ganz klasse Typ war, während sie unter dem Tisch WhatsApp-Nachrichten schreiben und sich für alles andere mehr interessieren, als für Fontane (den ich wirklich sehr toll finde). Natürlich bleiben dann noch unzählbar viele andere Berufe üb...

Verschwendung.

Ich bin ein Horti. Ich horte gerne Sachen. Jetzt nicht so messimäßig. Aber ich hebe Sachen auf und überlege mir, für welche gute Gelegenheit man sie gebrauchen könnte. Schächtelchen, Geschenkpapier, Postkarten, Kleinigkeiten und manchmal (vermutlich auch zu oft) Gedanken. Alles ist da, aber nichts wird benutzt. Schließlich ist gerade nicht der passende Moment, diese eine Postkarte (von der ich auch wirklich nur dieses eine Exemplar habe) zu verschicken. Und will ich wirklich dieses Geschenkpapier verwenden oder nehme ich nicht doch die Standartversion? Schon als Kind war ich ein Fan von Stickeralben, in denen man die Sticker einklebt und sie theoretisch jederzeit verwenden könnte. Um sich nicht festzulegen, sie genau an diesen einen Ort festzukleben und dann nicht mehr anderweitig verarbeiten zu können. Mein Stickeralbum ist heute noch voll. Und jetzt beobachte ich mich wieder dabei, wie ich Dinge habe, die man wunderbar verwenden kann - und es fällt mir so schwer zu sagen: Ja, ich g...

Du weißt es nicht.

Bild
Du weißt nicht was kommt. Du weißt es nie. Egal wie die Prognosen stehen und egal, welche Pläne du geschmiedet hast. Egal wie vorbereitet du bist oder wie panisch die Sorgen in dir sind. Du weißt nicht was kommt. Und das ist meistens auch besser so. Denn wenn wir wirklich wüssten, was kommt, wäre das Leben ziemlich sinnlos und du mit deinem Kopf und deinen Gefühlen und deinen Entscheidungen ziemlich überflüssig. Das Problem ist: Auch wenn man nie weiß, was kommt, tut man gerne so, als wüsste man es. Und macht sich Sorgen und Pläne und B-Pläne. Und manchmal hat man Angst vor dem was kommt, obwohl man gar nicht weiß WAS kommt. Sicher ist es nicht sinnvoll, völlig planlos in die Zukunft zu gehen. Es ist gut, sich seiner Ziele und Motivationen bewusst zu sein. Aber wenn das ganze in ein Zersorgen umschlägt, in eine Zukunftangst, die einen meistens mehr lähmt, als zu irgendetwas zu bringen, ist es Zeit, sich klar zu machen, dass man es eh nicht weiß. Und Angst einen nie weiter...

Taubheit.

Es gibt Tage, an denen höre ich mich selbst nicht. Ich bin nicht taub, höchstens stur. Egal was mein Innenleben mir versucht mitzuteilen, ich ignoriere es und versinke in Wuseligkeit. Wenn ich mich selbst nicht höre, kann ich auch andere nicht mehr hören. Als ob meine Empathie sich die Finger in die Ohren steckt und sagt: „Lalalalaaaa.. Ich kann euch gar nicht hören, solange ich mir selbst nicht zuhöre.“ Warum ich mir selbst nicht zuhöre? Weil ich ahne, was ich mir selbst zu sagen habe. Und weil es manchmal scheinbar leichter ist, zu wuseln, als sich selbst wahrzunehmen. Und manchmal ist Ruhe ein Luxus, den man sich selbst nicht gönnt, weil man glaubt, es nicht verdient zu haben, nicht genug gewuselt zu haben, um Pause machen zu dürfen. Dabei wäre man vermutlich produktiver und sicherlich ausgeglichener und bestimmt empathischer und gelassener, wenn man Ruhe nicht als Luxus sondern als Notwendigkeit akzeptie...

Weil jetzt Sommer ist.

Bild
Es gibt dieses Sommerlied von I. Pohlmann, dass man eigentlich nur singt, wenn kein Sommer ist. Es beschreibt all die tollen Dinge, die man tun kann, wenn endlich Sommer ist. Also eigentlich beschreibt er nur, dass er ans Meer fahren würde. Und wie toll es wäre, wenn jetzt Sommer wäre. Und dann gucke ich aus dem Fenster und auf meinen Kalender und sehe: Es ist Sommer. Der Juni ist da, auch wenn ich mal wieder nicht ganz begreifen kann, wo die anderen Monate geblieben sind. Die Sonne scheint, es gibt überall Erdbeeren, Menschen tragen Flipflops und Sonnenbrillen zu tragen ist inzwischen wirklich sinnvoll. Achja und ich habe meinen ersten Sonnenbrand. Wenn das kein eindeutiger Hinweis für Sommer ist. Und dann denke ich mir: Was will ich denn nun machen, wo nun endlich Sommer ist? Auch wenn er viel schneller gekommen ist, als ich gedacht hätte. Was will ich tun mit der Begründung „weil jetzt Sommer ist!“? mehr Fotos... Meine persönliche Wahl trifft jetzt noch nicht einm...

Betäubungsmittel.

Vielleicht ist es albern, dass ausgerechnet eine Folge der bekannten Dr. House Serie mich auf dieses Thema bringt. Und dass der Inhalt einer Folge dieser Serie mich dazu bewegt, etwas zu schreiben, widerspricht eigentlich meiner These, die ich nun aufstellen will. Und trotzdem kommt sie mir wahr vor. Ich nehme keine Drogen. Ich bin sowieso kein Fan von Medikamenten, wenn es sich vermeiden lässt. Wenn du mir Kopfschmerztabletten anbietest, werde ich sie in den aller meisten Fällen ablehnen und mir stattdessen ein Glas Wasser und ein bisschen frische Luft suchen. Ich rauche nicht. Ich trinke wenig Alkohol und fast genauso wenig Kaffee. Und trotzdem ertappe ich mich dabei, wie ich mich betäube. Meine Kreativität dämpfe. Meine Gedanken leise drehe. Mich selbst ausschalte. Und zwar in dem ich andere Dinge anschalte. Das Fernsehen. Serien. Computerspiele. Facebook. Mediale Ablenkung als legitimes Betäubungsmittel. Ich will nicht hetzen und behaupten, all das wäre böse und ...

Wiederholung.

Du sagst die Worte, die ich selbst sage. Aber wenn du sie sagst, klingen sie wahr. Wenn du sie sagst, nehme ich sie ernst. Wenn du sie sagst, fange ich an nach ihnen zu leben. Wenn du sie sagst, werden sie real.

#frühlingundso

Frühling. Da bist du ja. Ich würde ja gerne sagen, ich habe dich vermisst, aber irgendwie ist dem Winter nichts anderes eingefallen, als dich nachzumachen. Tut mir leid, wenn ich deswegen nicht so euphorisch bin. Aber es ist trotzdem schön, dass du jetzt da bist und dass du auch ein bisschen Sonne mitgebracht hast. Damit war der Winter nämlich etwas geizig. Weißt du was, Frühling? Ich bin heute spazieren gegangen, weil du da bist. Und ich habe ein paar Blümchen gesehen und in meinem Kopf konnte ich mir auch noch mehr ausmalen, als schon wirklich sichtbar ist. Du bist schon so jemand, der immer ganz gut Hoffnung vermittelt. Wenn du kommst, dann kommt irgendwie wieder mehr Leben in die Bude. Und da kann der Winter dir auch nichts nachmachen, da fehlt ihm wohl einfach die Herzenswärme für. Fühlt sich das eigentlich gut für dich an, Frühling, dass du alle Lebewesen aus den Löchern rufst? Du hast da echt 'ne Gabe für. Aber was machst du mit den ganzen Menschen auf der Straße? Willst du...

Ich mach das jetzt.

„Ich mach das jetzt einfach.“, sagte sie laut, nachdem sie mindestens eine halbe Stunde vor ihrem überdimensionalen Bücherregal gestanden hatte, mit der Raumskizze in der Hand und der großen Unzufriedenheit im Bauch. Wer auch immer auf die Idee gekommen war (vermutlich war sie es selbst gewesen), das Regal würde an diesem Platz gut zur Geltung kommen und den Raum verschönern, hatte Unrecht gehabt. Es sah scheußlich aus und jedes Mal, wenn sie es sah, und das war täglich, ärgerte sie sich ein bisschen darüber. Und weil es so unpraktisch dort stand, räumte sie die benutzten Bücher auch nicht mehr ordentlich ein, sodass sich auf jedem Brett ein kleiner Stapel Bücher angesammelt hatte, der dazu beitrug, dass Regal noch unansehnlicher zu machen. Lange hatte sie mit sich selbst diskutiert, ob das ganze Arrangement nicht an der einzigen anderen Wand, an der es Platz hatte, besser aussehen würde. Jeden Besucher hatte sie danach befragt und die Meinungen waren in alle Himmelsrichtungen ausei...

Zwiegespräch.

"Wenn du immer sagst, es sei deine Leidenschaft, warum machst du es dann nicht einfach?" "Weil ich meinen Arsch nicht hochbekomme." "Brauchst du doch auch nicht. Dein Arsch darf schön auf dem Sofa sitzen bleiben." "Dann bekomme ich eben meine Hand nicht bewegt." "Für die Fernbedienung und das Handy reichts aber scheinbar noch." "Meine Güte! Dann habe ich eben einfach keine Lust und Motivation." "Die Lust kommt beim Machen." "Sagt wer?" "Sagst du. Wenn du es dann mal machst." "Aber ich kann nicht. Ich bin so unzufrieden." "Dann hör auf damit." "Womit?" "Mit dem Unzufriedensein." "Und wie geht das?" "Indem du das tust, was du gerne machst. Lass es raus, probier dich aus. Als ob niemand zuschaut." "Aber ich will, dass jemand sieht, was ich fabriziere. Ich will nicht nur für ...

What you love.

Anfang des Jahres habe ich mir ein kleines Büchlein gekauft auf dem eingeprägt steht: „Do what you love and love what you do.“ Ein Satz, der mir aus der Seele sprach. Ja, man sollte das tun, was man liebt und man sollte lieben, was man tut. Eigentlich ein sehr einfaches Lebensprinzip. Doch wenn man so leichte Sätze im Leben findet und versucht sich, an ihnen auszurichten, merkt man, wie schwer ein leichter Satz werden kann. Grundsätzlich muss man sich bei diesem Satz nämlich mit einer Frage auseinandersetzen: Was mache ich eigentlich? Ja, wie leben unser Leben, irgendwie. Aber womit füllt sich unser Alltag und wie viel hat davon mit irgendwelcher Liebe zu tun? Wenn man allein die erste Hälfte versucht zu leben und das macht, was man liebt, muss man feststellen: Man kann nicht NUR das machen, was man liebt. Im Alltagsleben gibt es so manche tägliche Hürde, die gesprungen werden muss und die nichts mit unserer Leidenschaft, unseren Zielen, unserer Liebe zu tun hat. Müll rausbri...

Leerer Raum.

Jeden Tag eine Stunde in einem leeren Raum sitzen. Nur ich. Vier Wände. Eine geschlossene Tür. Vielleicht ein Fenster für ein bisschen Tageslicht. Ein Tisch und ein Stuhl. Etwas Papier. Ein funktionstüchtiger Stift. Und das wars. Was würde wohl dabei rauskommen? Wenn einen nichts und niemand ablenkt und man einfach schreibt um des Schreibens und des Herzens willen. Frei von allen äußeren Einflüssen. Nur auf das Hören, was aus dem Innersten kommt. Kreativ sein. Experemntieren. Sich Zeit nehmen. Abschotten. Nichts mal eben nachgucken. Sich auf sein Hirn verlassen. Keine Perfektion. Nur Arbeit. Nur Leben. Nur Schreiben. Nur ich.