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Posts mit dem Label "Freundschaft" werden angezeigt.

Mangelhaft?

Ich bin ein Schisser. Wirklich. Vor allem wenn es um die Probleme anderer Menschen geht. Dabei höre ich gerne zu, bin dankbar für Vertrauen, dass andere mir entgegenbringen, wenn sie mir von ihren Herausforderungen erzählen. Manchmal hilft es ja auch schon, wenn sie einfach mal ihren Frust losgeworden sind, ihre Probleme verbalisiert haben, die großen Emotionen freien Lauf haben. Aber nicht immer. Genau genommen eigentlich nie. Denn ja, es hilft in dem Moment, es fühlt sich befreiend an, alles loszuwerden. Aber in den allermeisten Fällen, packt man das Problem danach einfach wieder in seine Tasche und geht wieder seines Weges. Und der Zuhörer (ich in dem Falle) nehme auch gleich noch ein Stück davon mit. Trage die Herausforderung des anderen in meinem Herzen, mache mir Gedanken und Sorgen, stelle Fragen und suche nach Antworten. Und das macht mir Angst. Denn ich weiß: Damit ist nicht geholfen. Und zu oft sind es Dinge, die sich nicht mit einem Lächeln, einer Umarmung, einem lieben Wo...

Das wünsche ich dir.

Ich wünsche dir, dass du glücklich bist. Das denke ich. Nachdem ich zu viel an dich gedacht habe. Ich weiß nicht, ob du glücklich bist. Vielleicht bist du es, ohne dass ich es weiß. Ich wünsche dir, dass du bist wer du bist. Das denke ich. Nachdem ich zu viel an dich gedacht habe. Keine Kopie. Keine Fassade. Keine Show. Nur du selbst. Weil du so schön bist. Ich wünsche dir, dass dich dein Tun erfüllt. Das denke ich. Nachdem ich zu viel an dich gedacht habe. Kein Lückenbüßer. Kein Nichtsnutz. Du kannst so vieles. Das weiß ich. Ich wünsche dir, dass du liebst. Das denke ich. Nachdem ich zu viel an dich gedacht habe. Die Menschen, in deinem Herzen. Und dich selbst. Weil du liebenswert bist. Ich wünsche dir, dass du ankommst. Das denke ich. Nachdem ich zu viel an dich gedacht habe. In deinem eigenen Leben. So wie du es dir erträumst. Und bei dir selbst. Und bei Gott. Ich wünsche dir, dass du glücklich bist. Das wünsche ich mir. F...

Vetrauensfrage

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„Ich bin noch mal kurz draußen.“ Sie schließt die Tür zu meinem Zimmer so schnell, wie sie sie geöffnet hat. Ich reagiere nicht sofort. Wie oft ging sie am frühen Abend nochmal raus an die frische Luft, besonders seitdem die Sonne länger draußen war. Doch irgendwie hat ihre Stimme einen Nachklang, der mir keine Ruhe lässt. Ich ziehe mir mein Hemd über und gehe hinaus, durch den Garten, den Hügel hoch und finde sie dort, auf der alten Bank sitzend, die Knie an die Brust gezogen. Ich weiß, dass sie mich bemerkt hat, auch wenn sie keinerlei Reaktion zeigt. Deswegen bleibe ich unentschlossen neben ihr stehen. „Ist gar nicht so warm wie ich dachte“, sage ich und verschränke die Arme vor der Brust. Keine Reaktion. „Was ist los.“ Das ist eher eine Aufforderung, als eine Frage. Sie lässt ihren Kopf in den Nacken fallen, ihre Augen sind geschlossen. Ich mich setze doch neben sie. „Mein Kopf ist so voll. Ich wollte einfach ein bisschen Ruhe haben, weil ich nicht weiß, was ich denken soll und gl...

Artgenossen unter sich.

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Wir sind alle Menschen. Und Menschen stecken sich selbst und andere gerne in Kategorien, Boxen und Schubladen. Weil das Denken dann manchmal einfacher wird. Weil man seine Welt dann besser sortieren kann, wenn man sich und andere zu etwas zugeordnet hat. Ich weiß nicht, ob Menschen jemals aufhören werden in Kategorien zu denken und ich weiß auch nicht, ob das sein muss. Die Vielfalt steigt und damit auch die Namen der Zuordnungen. Aber letztendlich wird es immer irgendeine Kategorie, irgendeinen Namen geben, mit dem man sich bezeichnet und erklärt und sei es nur eine Oberkategorie wie „Mensch“. Es ist notwendig um sich abzugrenzen, weil Unterschiede einfach vorhanden sind, sichtbar, unsichtbar, bewusst und unbewusst. Ich stecke mich auch in Kategorien, bezeichne mich mit Attributen, die mich zu etwas zugehörig machen. Vermutlich ist es weniger „schlimm“, wenn man sich selbst irgendwo reinsteckt, als wenn andere einem etwas zuschreiben oder „falsch einsortieren“. Nicht jede Zuor...

Die Fülle des Lebens.

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In den letzten Wochen leben ein paar Kontakte wieder auf, die längere Zeit brach lagen. Menschen, die ich aus den Augen verloren hatte, weil man zu irgendeinem Zeitpunkt nicht mehr auf eine Mail geantwortet hatte und das Leben dann einfach weitergelaufen war. Denn das macht es, das Leben, es läuft weiter, auch wenn Menschen, die uns noch so wichtig waren oder sind, in andere Richtungen gehen und nicht mehr neben uns sind. Das mag manchmal brutal schmerzhaft sein, aber irgendwann wird es besser und man gewöhnt sich an den Zustand der Abwesenheit. Umso besonderer finde ich es, wenn Kontakte wieder aufleben, Bänder neu geknüpft werden, alte Freundschaften dadurch vielleicht eine ganz neue Ebene erreichen, weil die Zeit der Abwesenheit Veränderung, Neuanfänge, Abschlüsse und manchmal auch Heilung schenkt. Doch eines überfordert mich bei diesen neuem Aufleben der Kontakte: Der Versuch, die Zeit der Abwesenheit zu rekonstruieren und dem Gegenüber nahe zu bringen. Eben diese ganze...

Freundschaft.

Freundschaft ist für mich dass man sich manchmal nichts belangloses zu sagen hat, aber immer und immer gemeinsam in die Tiefe springt und sich hält, wenn alles bricht.

Zeitlos glücklich.

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Ich bin ein Freund von Timing. Das Erfolgsgefühl, genau dann loszukommen, wann ich es geplant habe, macht mich froh. (Übrigens mehr das Loskommen als das Ankommen, denn für ersteres bin ich meistens alleine verantwortlich.) Timing ist gut, aber dafür muss ich immer die Zeit vor Augen haben. Denn nur wenn ich die Zeit im Blick habe, kann ich mich selbst disziplinieren, einen Schritt schneller gehen und mich gegen das Trödeln entscheiden. Aber es gibt Zeiten, in denen ich die Zeit gerne Zeit sein lasse, Handy und Armbanduhr außer Sichtweite verstaue und einfach den Moment genieße. Wenn man beispielsweise Zeit mit Herzmenschen verbringt oder Urlaub macht (oder manchmal beides zusammen). Genauso wie ich gutes Timing mag, mag ich es auch, zeitlos glücklich zu sein. Die Zeit kommt eh wieder schneller ins Spiel, als man denkt. Und wie in (fast) allen Dingen, ist auch hier wohl ein gesundes Gleichgewicht der Schlüssel. Und am Ende ist die Hoffnug immer noch wichtiger als die Zeit.

Groß denken.

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Ich kenne nur wenige Menschen, die groß von sich denken. Groß meint, dass man sich Dinge zutraut, dass man sich an Neues herantraut ohne Ewigkeiten zu zweifeln. Von sich selbst groß denken beinhaltet wohl generell wenig Selbstzweifel und Minderwertigkeitsgefühle. Natürlich hat jeder Mensch mal solche Momente, aber eigentlich, EIGENTLICH, dürfte man groß von sich denken. Ein leichtes „Tschaka, das schaff ich!“. Aber oftmals reicht es dafür nicht in dem kleinen eigenen Ich. Deswegen ist es gut, wenn es Menschen gibt, die groß von einem denken. Die einem Dinge zutrauen und motivieren. Manchmal reicht da ein „Du kannst das!“ und manchmal muss es mehr sein. Beeindruckend finde ich es, wenn Menschen groß von einem denken ohne den kleinsten Zweifel. Wenn sie mit einer absoluten Selbstverständlichkeit nicht nur groß von dir denken, sondern dich groß SEHEN. Wenn einem solche Leute begegnen, gibt es oft einen kleinen Moment der Erschütterung darüber, wie wenig groß man von sich selbst...

Schöne Tage.

An Weihnachten bekamen wir eine „Schöne-Tage-Box“ geschenkt. Also mein Mann und ich. Sie ist dafür da, sich an die schönen Tage zu erinnern. Eine Art immerwährender Kalender mit Platz für eigene Erlebnisse. Ein schönes Geschenk. Ich war selbst schon so manchmal virtuell drumherum geschlichen und hatte mir gedacht, dass das ein tolles Teil ist. Und man es so richtig gut nutzen kann, um sich auf die schönen Sachen zu erinnern. Auch langfristig. Aufgestellt ist die Box ein schönes Dekoelement. Und mehr war sie auch nicht in den ersten zwei Monaten des Jahres. Ist unser Leben so trübsinnig? Nein. Aber ich habe lange auf DEN schönen Tag gewartet. Auf DAS Erlebnis, was es wert ist, schriftlich erinnert zu werden. Auf einen WIRKLICH schönen Tag. So einen, den man nicht vergisst. ---- Ah. Fehler. Wenn man ihn eh nicht vergisst, dann muss man sich nicht besonders daran erinnern. Geht es also um die kleinen, aber schönen Erlebnisse? Es ist schön, wenn man Besuch von Herzmenschen bek...

Zeitreise

Hätten wir gewusst, wer wir heute sind. Hätten wir geahnt, was wir alles nicht sind und vielleicht auch niemals sein werden. Hätten wir erwartet, wen wir alles verlieren in dieser Zeit. Hätten wir gewusst, dass vieles nicht mehr so ist, wie es einmal war. Hätten wir gedacht, dass vieles nicht so werden würden wie wir glaubten. Hätten wir uns dann anders verhalten? Hätten wir anders gedacht, gelacht, geliebt, gehasst? Nein. Denn wir lebten unser Leben so gut wir es konnten und planten die Welt, so wie wir sie verstanden. Und heute sind wir hier und machen es genauso. Wer weiß, wo wir sein werden in ach so vielen Jahren. Wichtig ist nur, dass wir (wir) sind.

So schwer.

Mein Kopf so schwer wie ein Planet. Bin nicht mehr in der Lage, ihn selbst zu halten. Versuche ich es, rollt er zur Seite oder fällt nach vorn. Ich bin so erschöpft von allem um mich herum und allem in mir drin. Ich kann es selbst nicht halten. Dann kommst du an meine Seite, bietest mir deine Schulter an, auf der mein schwerer Kopf ausruhen kann. Ein Ort, wo ich nicht mehr selbst stark sein muss, sondern loslassen kann, ohne Angst zu haben, den Kopf zu verlieren. „Lehn dich an“, flüsterst du in mein Ohr und ich tue nichts lieber als das. Bei dir zur Ruhe zu kommen, ist mein Glück.

07 – Familienfest

Frohes Familienfest, fir feiern feierlich! So oder so ähnlich könnte heute der Blog aussehen – unter dem Buchstaben F fallen vielen Menschen Begriffe ein, die irgendwie zur Advents- und Weihnachtszeit passen. Für viele Menschen gehört die Familie zum festen Bestandteil der Weihnachtsfeierei – für mich auch, ich bin ein absoluter Familienmensch! So wie die letzten Jahre werde ich auch dieses Jahr die Feiertage in meinen beiden Familien verbringen, sowohl in der Heimat, als auch in Schwiegerheimat, denn: Home is where your heart is. Und genau das ist es, worüber ich heute nachdenke: Weihnachten ist ein Familienfest. Familie ist erstmal Grundsätzlich alle Blutsverwandschaft und Anhänge. Aber Familie ist irgendwie auch mehr. Genauso, wie mein Herz nicht nur an einem Ort zu Hause ist, sondern im Prinzip an ganz vielen „Orten“. Familie ist sowohl der kleinste Kreis, als auch der Große.. Und es gibt auch so eine „Herzensfamilie“ - Menschen, denen man so nahe ist, die einem so wi...

Schlüsselfiguren

Menschen laufen durch unser Leben, kreuzen unseren Weg, begleiten uns eine Strecke lang, kommen und gehen. Wenn ich auf mein noch nicht allzu langes Leben zurückschaue, kann ich in Zahlen nicht festhalten, wie viele Menschen mir schon begegnet sind. Und damit meine ich nicht nur Menschen, die ich mal gesehen habe, sondern allein die, mit denen ich gesprochen habe, denen man sich mindestens mit Namen vorgestellt hat. Allein die Menschen aus meiner Studienzeit, also aus den letzten drei Jahren, könnte ich nicht aufzählen. Nicht jeder Mensch, mit dem man mal gesprochen hat, bleibt einem im Gedächtnis. Selbst Menschen, mit denen man Jahre seines Lebens direkt oder indirekt verbracht hat, können einem aus der Erinnerung fallen. Andere Menschen spielen eine ganze Lebzeit eine besondere Rolle. Manche Personen sind für bestimmte Zeiten im Leben wertvolle Begleiter und Ratgeber, Freunde, Kontrahenten, Vorbilder, Schützlinge. Bei beinahe jeder Begegnung mit einem Menschen verteilen sich R...

Kontaktlisten

Im Zeitalter der neuen Medien gibt es viele seltsame Phänomene. Eines davon ist mir in den letzten Tagen verstärkt aufgefallen. Es geht um Menschen. Und wie wir mit ihnen in Kontakt stehen. Bzw. geht es heute eher um die Sorte von Menschen, mit denen wir nicht (mehr) in Kontakt sind. Es gibt diese Momente, wenn man beispielsweise ein neues Handy bekommt und die Kontaktdaten überträgt, in denen man feststellt, dass man Kontaktdaten von Menschen hat, mit denen man schon seit einiger Zeit, vielleicht ein paar Monate, vielleicht sogar Jahre, überhaupt keinen Kontakt hat. Das ist wohl nichts besonderes, Menschen verlieren sich gegenseitig aus den Augen, man hat viel um die Ohren und all sowas. Manche Kontakte hat man vielleicht auch nur für einen bestimmten Zweck, der bereits erfüllt wurde. Aber es gibt eben auch diese, mit denen man einmal viel geteilt hat: Freundschaft, Bekanntschaft, Hobbies, Lebenszeit. Und nun sitzt man vor dem neuen Medium und fragt sich: Brauche ich diesen Ko...

Nicht nur gut.

Ich habe mich heute gefragt, was passieren würde, wenn das Wort „gut“ von jetzt auf gleich aus unserem Wortschatz verschwinden würde. Vermutlich würden wir es nicht direkt merken, je nach dem, wie oft wir es im Alltag verwenden. Aber spätestens wenn wir auf eine Menge an Menschen treffen, bei der dich fast jeder fragt: „Wie geht’s dir?“ würde es uns auffallen, wenn wir nicht mehr einfach nur „gut“ sagen könnten. In manchen Fällen wurde das „Gut“ bereits durch ein „Geht so“ oder „Muss ja“ ersetzt. Aber vom Prinzip her kommt es aufs gleiche drauf raus: Wir geben eine kurze, nicht sehr tiefgehende Antwort, damit man sich entweder der nächsten Person oder dem eigentlich Gesprächsanliegen zuwenden kann. Was würde wohl passieren, wenn man zu jemandem geht und sagt: „Wie geht es dir? Ich will mindestens fünf Sätze von dir als Antwort bekommen!“ Das würde fast jeden Menschen herausfordern, glaube ich. Ich kann verstehen, wenn man sich auf die Kurzantwort-Variante beschränkt – ich mache ...

Apologize.

Jemanden für etwas um Entschuldigung bitten gehört in unserer Kultur eigentlich zum guten Ton. Die Worte „Tut mir leid“ oder zu Neudeutsch „Sorry“ gehen uns oft schnell von den Lippen. Manchmal sogar zu schnell und zu oft. „Tut mir leid, dass ich zu spät komme.“ oder „Sorry, ich schaff's heute nicht.“ gehören in der täglichen Kommunikation zum Standartrepertoire. Wenn wir jemanden im Weg stehen oder versehentlich berühren flutscht uns fast automatisch ein „Verzeihung!“ über die Lippen. Allein der Beginn eines Gesprächs beginnt oft mit einer Entschuldigung: „Entschuldigung, darf ich dich kurz stören?“ und wenn wir versuchen zu unserer Meinung zu stehen sagen wir: „Sorry, aber das ist meine Meinung.“ Wir sind darauf trainiert für alle Banalitäten des Lebens eine Entschuldigung parat zu haben.    Doch es gibt den Fall, in dem uns eine Entschuldigung mehr Kraft und Überwindung kostet als alles andere: Wenn wir einen Fehler eingestehen müssen. Und damit meine ich nicht e...

Ewiger Gefährte

Der Mensch ist immer auf der Suche nach Kontakt mit anderen Menschen. Kaum einer kann ganz alleine überleben. Wir brauchen Gemeinschaft, ein Gegenüber, jemand der uns zuhört, jemand den wir mögen. Denn das ist die Herausforderung: Menschen, die wir NICHT mögen, findet man meistens viel schneller als welche, die man wirklich mag. Wir leben ein bestimmtes Leben und nicht jeder passt in unseren Rahmen. Wir haben eigene Prinzipien und Ansprüche, manchmal sehr hohe Ansprüche, denen kaum jemand entsprechen kann. Es ist immer leichter jemanden mit dem Blick „Was mag ich nicht an dir“ zu sehen als „Was fasziniert und begeistert mich an dir“! Viele Menschen wünschen sich jemanden, der so perfekt ist wie ihre Ansprüche es verlangen und für immer bei ihnen bleibt. Einen ewigen Gefährten, der ihnen ein wunderbares, ausgeglichenes und hilfreiches Gegenüber ist. Jemand, der einen immer versteht und annimmt. Der dich immer begleitet, dein ganzes Leben lang. Wäre es nicht wundervoll so jemanden z...

Freunde.

Es reißt auf. So plötzlich. So unerwartet. Ein Riss. Im Herzen? Der Seele? Nicht ortbar. Bilder quellen hervor. Aus der Tiefe. Augenblicke. Stimmen. Ein Lachen. Eine Umarmung. Ein Satz. Erinnerungen. Halb vergessen, nicht verdrängt, nicht aufgefrischt. Ein Gefühl umfasst das ganze Herz. Kein Schmerz. Nur Sehnsucht. Ein Vermissen. Ein Hoffen. Vorfreude. Auf neue Begegnungen, Erinnerungen.

15 - Geben und Nehmen.

Der Mensch hat Bedürfnisse, gegen die er sich nicht wehren kann. Wir müssen atmen, trinken, essen, schlafen und aufs Klo. Wenn wir irgendetwas davon länger nicht tun, gehen wir drauf. Aber es gibt auch noch andere Bedürfnisse, die man hat. Jeder Mensch sehnt sich nach Anerkennung (egal von wem), nach Aufmerksamkeit, nach jemanden, der ihm zuhört. Wir gehen nicht direkt drauf, wenn wir es nicht bekommen, aber es geht uns auch nicht gut damit.Wir werden unzufrieden, mürrisch, abweisend, kühl, wenn wir eine Zeit lang ganz ohne menschliche Zuwendung auskommen müssen. Also ist es nicht falsch, sich nach solchen „zweitrangigen“ Bedürfnissen, bzw. nach ihrer Erfüllung auszustrecken.. Und wie machen wir das? Vielleicht geht man zu jemanden hin und labert ihn so lange voll, bis man seine ungeteilte Aufmerksamkeit bekommt. Oder man forumliert den Wunsch: „Ich möchte gerne deine Aufmerksamkeit haben. Kannst du mir mal eben zu hören? Kannst du mich mal eben in den Arm nehmen? Ich brauch dich je...

10 - Brillenwechsel.

Jeden Tag werden wir mit vielen Eindrücken gefüttert. Sobald wir morgens unsere Augen öffnen sehen wir etwas, vorausgesetzt es ist etwas Licht da. Manche sehen die Zimmerdecke, andere eine Person neben der sie aufwachen. Manche Menschen schauen, schon bevor sie richtig wach sind also quasi im Halbschlaf, auf ihr Handy. Dann stehen wir auf, sehen unseren Wohnraum, sehen uns selbst im Spiegel, begegnen den Menschen, mit denen wir zusammenleben. Wir sehen Kleidung, Wohnungseinrichtung, Frühstück. Wenn man sich mal überlegt, wie viele Bilder wir täglich mit unserer Gehirnkamera machen, wird einem schwindelig. Das passt auf keine Festplatte. Wir sehen die Menschen um uns herum, schauen in Augen, sehen den Mundwinkel, die Hände. Und wir sehen, was andere Menschen sind und tun. Sehen, was sie produzieren, was sie anfassen und hervorbringen. Doch oftmals haben wir eine falsche Brille auf. Wir sehen alles, nur nicht das Gute. Wir sehen negativ in die Welt hinein und die Welt schaut böse zur...