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trust fall.

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„trust fall“ war gestern mein Lieblingswort. Ich habe es in unterschiedlichen Zusammenhängen gesagt und mich über mich selbst gewundert, dass mein Gehirn damit um die Ecke kam. Mit Einem „trust fall“ bezeichnet man die Übung, bei der sich jemand rückwärts von etwas runterfallen lässt und andere ihn auffangen – eine Frage des Vertrauen. Ich bin kein Fan davon. Weiß auch gar nicht, ob ich es jemals so bewusst gemacht habe. Es ist eine Gruppenübung, damit man lernt, anderen Menschen zu vertrauen, dass sie einen auffangen wenn man fällt. Denn im Leben fällt man oft. Vielleicht mehr sinnbildlich als körperlich, aber es ist meistens gleichermaßen angsteinflößend, wenn man den Boden unter den Füßen verliert und im freien Fall keine Sicherheit mehr hat. Das Gefühl im Leben zu fallen, nicht mehr auf der sicheren Seite zu sein, keinen Halt mehr zu haben und mindestens innerlich panisch kreischend mit den Armen zu rudern, kennt vermutlich jeder. Und wie oft glaubt man, am Ende zerk...

Spiegelbild.

Unser äußeres Erscheinungsbild spiegelt sich in vielen Dingen. Am klarsten natürlich in einem dafür vorgesehenen Spiegel. Aber auch in vielen anderen Gegenständen wie Schaufenstern, glatten Oberflächen oder stillen Wassern. Nicht jedes dieser Spiegelbilder zeigt uns ganz so exakt und eindeutig, wie wir sind, aber alle spiegeln etwas von uns wieder. Und wenn es nur unsere Silhouette ist. Als ich in den vergangenen Tagen beim Optiker war, fragte man mich, wie viel Stress ich in letzter Zeit hätte oder ob irgendwelche besonderen Vorkommnisse gewesen wären. Ich stutze etwas und man beteuerte mir, es ginge nicht um unangebrachte Neugier, sondern um mein Wohlbefinden und die daraus eventuell folgenden Veränderungen meiner Sicht. Das alte Sprichwort wurde zitiert: „Die Augen sind der Spiegel der Seele.“ Natürlich kann bestimmt jeder Optiker dieses Zitat auswendig. Und trotzdem brachte es mich zum nachdenken: Worin spiegelt sich meine Seele wieder? Ich glaube, es beschränkt sich ni...

Groß denken.

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Ich kenne nur wenige Menschen, die groß von sich denken. Groß meint, dass man sich Dinge zutraut, dass man sich an Neues herantraut ohne Ewigkeiten zu zweifeln. Von sich selbst groß denken beinhaltet wohl generell wenig Selbstzweifel und Minderwertigkeitsgefühle. Natürlich hat jeder Mensch mal solche Momente, aber eigentlich, EIGENTLICH, dürfte man groß von sich denken. Ein leichtes „Tschaka, das schaff ich!“. Aber oftmals reicht es dafür nicht in dem kleinen eigenen Ich. Deswegen ist es gut, wenn es Menschen gibt, die groß von einem denken. Die einem Dinge zutrauen und motivieren. Manchmal reicht da ein „Du kannst das!“ und manchmal muss es mehr sein. Beeindruckend finde ich es, wenn Menschen groß von einem denken ohne den kleinsten Zweifel. Wenn sie mit einer absoluten Selbstverständlichkeit nicht nur groß von dir denken, sondern dich groß SEHEN. Wenn einem solche Leute begegnen, gibt es oft einen kleinen Moment der Erschütterung darüber, wie wenig groß man von sich selbst...

Weil jetzt Sommer ist.

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Es gibt dieses Sommerlied von I. Pohlmann, dass man eigentlich nur singt, wenn kein Sommer ist. Es beschreibt all die tollen Dinge, die man tun kann, wenn endlich Sommer ist. Also eigentlich beschreibt er nur, dass er ans Meer fahren würde. Und wie toll es wäre, wenn jetzt Sommer wäre. Und dann gucke ich aus dem Fenster und auf meinen Kalender und sehe: Es ist Sommer. Der Juni ist da, auch wenn ich mal wieder nicht ganz begreifen kann, wo die anderen Monate geblieben sind. Die Sonne scheint, es gibt überall Erdbeeren, Menschen tragen Flipflops und Sonnenbrillen zu tragen ist inzwischen wirklich sinnvoll. Achja und ich habe meinen ersten Sonnenbrand. Wenn das kein eindeutiger Hinweis für Sommer ist. Und dann denke ich mir: Was will ich denn nun machen, wo nun endlich Sommer ist? Auch wenn er viel schneller gekommen ist, als ich gedacht hätte. Was will ich tun mit der Begründung „weil jetzt Sommer ist!“? mehr Fotos... Meine persönliche Wahl trifft jetzt noch nicht einm...

Ein Ende.

„Aber hast du nicht immer gesagt, du wärst so zufrieden mit allem?“ Das Entsetzten, das ihr ins Gesicht geschrieben stand, schmerzte ihn mehr, als er gedacht hätte. Sichtbar erschüttert, klammerte sie sich an die Armlehnen des alten Stuhls, den er von seinem Großvater geerbt hatte. „Ich weiß, dass das alles jetzt sehr überraschend kommt..“ Seine Stimme hörte sich seltsam an. „Ja, das kannst du aber glauben, dass das alles sehr überraschend kommt!“ Ihr Echo half ihm nicht weiter. „Ich muss es jetzt tun. Ich muss einfach.“ In dem Entsetzten in ihren Augen stieg Missbilligung auf. „Und es ist dir nicht in den Sinn gekommen, all das vor sagen wir einem halben Jahr sagen zu können? Einfach mal ehrlich zu sein und zu sagen: Du, das Leben, dass ich lebe, gefällt mir nicht, ich glaube, ich brauche eine radikale Veränderung! ?“ Er sah sie an und wusste, sie würde ihm nicht glauben, aber er musste es sagen: „Vor einem halben Jahr habe ich das noch nicht gewusst.“ Sie lachte laut und unpasssen...

15/40

Das ist die Ausbeute meiner Zeit des Faulheitsverzichts. Nach zwei Monaten völliger Blogleere habe ich die Zeit genutzt für 15 Einträge innerhalb von vierzig Tage. Bin ich damit zufrieden? Ja! Auch wenn die Zahlen im Vergleich nicht so umwerfend aussehen. 15 sind nun mal weniger als die Hälfte der möglichen Tage. Und trotzdem bin ich zufrieden. Es hätte auch noch weniger werden können... Und wie geht es jetzt weiter? Wieder gähnende Blogleere? Ich hoffe nicht! Ich werde hier zwar nicht direkt ein neues Projekt starten, aber ich habe Hoffnung, dass ich dran bleibe. Und wenn nicht hier, dann vielleicht in einem der Nebenblogs: So kann der geneigte Leser sich heute noch ein bisschen mit Theo und mir auseinandersetzen. Und auch in den nächsten Wochen wird dort gewiss Dienstags ein bisschen von uns beiden zu lesen sein. Wo auch immer: Auf baldigst!

Treffend.

Manchmal scheint es mir ein Zeichen der Zeit, dass jeder ein Buch über sein Leben schreibt. Zeichen der Zeit - Felix Meyer