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Melancholie.

Es ist die Wahrheit, die wir nicht hören wollen. Es ist die Realität, die wir nicht sehen wollen. Es ist der Schmerz, den wir nicht fühlen wollen. Wir laufen, laufen in die Dunkelheit, die uns eigentlich Angst macht. Wir laufen, laufen in die Stille, die uns eigentlich Angst macht. Weil wir meinen, Licht und Lärm sind nicht mehr zu ertragen. Weil wir glauben, Dunkelheit und Stille gibt uns das wonach wir uns sehnen. Und am Ende bleiben wir doch nur allein und fürchten uns.

Entwöhnungskur

An viele Dinge im Leben gewöhnt man sich. An Musik, an Menschen, an Lebensumstände, an Gefühlszustände. Aber die Gewöhnung bedeutet nicht immer gleichzeitig, dass wir diese Dinge besonders mögen. Oder dass sie uns gut tun. Und selbst wenn wir die Musik mögen, die Menschen lieben, das Gefühl sich gut anfühlt, ist es nicht immer so sinnvoll sich damit zuzudröhnen. Dann ist es manchmal nötig Abstand zu nehmen. Das geht natürlich nicht automatisch. In den seltensten Fällen kann man von heute auf morgen den Kontakt zu einer Person abbrechen oder sich von Gefühlen lösen und sich nach neuer Musik umzuschauen. Und Lebensumstände lassen sich am aller wenigsten spontan verändern. Aber man kann sich entwöhnen und manchmal ist das nötig, um die Dinge irgendwann mal wieder genießen zu können. Ich habe heute ein Album wieder gefunden, dass ich sehr lange nicht gehört habe, mehr oder weniger bewusst. Eine Zeit lang, als es mir überhaupt nicht gut ging, habe ich diese Musik Tag und Nacht gehört und ...

Durch den Wind.

Der Wind schlägt dir ins Gesicht und du glaubst, du siehst es nicht. Das Ziel, auf das wir zulaufen, scheint bewacht zu sein von einem Feind. Er will uns in die andere Richtung wehen, damit wir unser Ziel nicht mehr sehen. Mach die Augen zu und lauf weiter Am Horizont wird es wieder heiter. Lauf weiter auch wenn du nichts siehst, es ist unser Herz, dass uns zieht. Unser Herz trägt uns durch den Wind, wenn wir nur glauben wie ein Kind.  A. Buddeberg Danke fürs Lesen.

Freunde bleiben.

Ich habe versucht "Fast Perfekt" weiter zu schreiben, leider nicht zu meiner Zufriedenheit. Deswegen heute eine neue Kurzgeschichte. Bei Interesse könnte ich sie auch fortführen. Also gebt mir ein Zeichen ;) „Man, wir haben uns ja auch lange nicht mehr gesehen!“, schrie er in mein Ohr und haute mir ein wenig zu fest mit der Hand auf den Rücken. Ich grinste nur, hob meine Bierflasche und prostete ihm zu. Er erwiderte es mit der seinigen und fing an im Rhythmus der unglaublich lauten Musik von einem Fuß auf den anderen zu wippen. Sein Blick schweifte durch den Raum und ich sah ihn an. Er hatte sich nicht sonderlich verändert. Seine Haare waren ein bisschen ordentlicher gekämmt und an den Wangen konnte man den Schatten eines Bartes erkennen. Nur seine Klamotten sahen anders aus. Völlig anders. Und ich schmunzelte, denn ich wusste, dass er damals so etwas niemals angezogen hätte und jeder, der sich so kleidete, Opfer seiner verbalen Ausbrüche geworden wäre. Die Zeiten ändern sic...

Lass es raus

Wie ihr merkt, schreibe ich in diesem Monat wieder ein bisschen mehr als in dem vorangegangen. Das Schreiben und auch das Bloggen ist für mich wie ein Ventil. Fertig gedachte Gedanken, abgeschlossene Gefühle und manchmal sogar durchdachte Meinungen, die in meinem Hirn eigentlich nur Platz wegnehmen werden „aussortiert“, rausgeholt, festgehalten und veröffentlicht. Ich weiß, dass meine Gedanken zum Schreibprozesse übermäßig metaphorisch und auch vom physischen Verlauf her sicherlich nicht haltbar sind. Ich habe vor Jahren mal eine Geschichte mit dem Titel „Gedankenkiste“ geschrieben, die das ziemlich klar darstellt. Gedanken sind für mich kleine „Wesen“ - nicht Gnome, Muklas oder Bakterien. Aber in meiner Vorstellung sind sie irgendwie klein und wuselig und haben vor allem jeder eine eigene Persönlichkeit – so wie Gedanken sehr individuell sein könne. Diese kleinen Gedanken leben in meinem Gehirn vor sich hin und ab und an werden welche laut, wollen Aufmerksamkeit und Nahrung, wollen ...

Sprachlosigkeit

Ich hab eine Weile überlegt, ob ich mich zu dem aktuellen Weltgeschehen, der Umwelt- und Nichtumweltkatastrophe in Japan äußern soll. Es fällt mir nicht leicht und das aus einem einzigen Grund: Es verschlägt mir einfach die Sprache. Ich finde keine Worte dafür und mein Gehirn ist maßlos überfordert. Ganz nach dem Motto: Was kann man da noch sagen? Es passieren immer wieder Dinge, die einen überwältigen, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Aber wenn man für die positiven Dinge keine Worte findet, dann freut man sich einfach. Und wenn man für die negativen Dinge keine Worte findet, dann.. ja dann was? Ist man einfach traurig? Ich befürchte eher nicht. Ich glaube, man kommt schnell dorthin, die schlimmen und furchtbaren und schrecklichen und traurigen und erschütternden Ereignisse zu verdrängen und wegzuschieben. Oftmals sind sie viel zu riesig um in unseren kleinen, strukturierten Alltag rein zu passen. Und wenn es dann noch Ereignisse sind, die „so weit weg“ sind wie Japan...

Und einmal ohne bitte.

Heute ist Aschermittwoch und darüber kann man froh und traurig sein. Diejenigen, die die letzten Tage ordentlich auf den Putz gehauen haben, sind wohl beides: Traurig, weil es vorbei ist und froh, dass sie sich von der Feierei erholen können. Alle Nonkarnevalisten sind sicherlich erleichtert, wenn das närrische Treiben ein Ende hat. So wie ich auch. Mit dem Aschermittwoch beginnt jedoch eigentlich auch die Fastenzeit. Sieben Wochen bzw. vierzig Tage ist sie lang und endet mit dem Osterfest. Diese zeitliche Einteilung ist angelehnt an die vierzig Tage, die Jesus in der Wüste verbracht hat, bevor er drei Jahre durchs Land gezogen ist. In dieser Zeit hat er gefastet und gebetet und sich vorbereitet. Die vierzig Tage vor Ostern dienen somit auch zur Vorbereitung auf das Osterfest. In der christlichen Tradition geht es beim Fasten eigentlich in erster Linie um den Verzicht auf Fleisch. Viele Menschen, die diese Fastenzeit heute noch ausleben, verzichten dabei aber auch gerne auf „alternati...