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Bleiben.

Manchmal ist es eine Kunst, sich nicht aufzulösen. Sich nicht in all seine Bestandteile zu zerlegen und überall als Ersatzteil zu dienen. Sich nicht in alles, außer in sich selbst zu investieren. Beständig bleiben und am Leben. Existent und spürbar. Nicht wie ein Geist durch das Leben zu huschen, sondern sichtbar zu sein. Für sich selbst und alle anderen. Selbstaufgabe nicht zur Aufgabe machen. Rücksicht nehmen ohne in der Sicht zurück zu verschwinden. Nicht der Schatten seiner selbst werden. Atmen. Sein. Man selbst sein. Mut zum Leben. Mut zum Eigenleben. Nicht egoistisch aber wissend, dass es ein Ich gibt. Selbstachtung nicht verlieren. Ein Mensch sein mit Willen und Meinung, mit Rechten und Pflichten, mit Gefühlen und Leben. Stehen. Sein. Atmen. Verantwortungsvoll und sich seiner selbst bewusst. Denn wer sich auflöst, wird gelebt anstatt selbst zu leben.

Lebenswege

Lebenswege verändern sich, machen Kurven, Abkürzungen und Umwege. Werden niemals parallel laufen. Und doch hoffen wir stets uns immer in Sichtweite zu haben, uns nicht aus den Augen zu verlieren. Der direkte Blickkontakt gibt uns den Glauben dass man sich immer noch versteht und den Weg gemeinsam geht. Aber manchmal ist es auch so dass man weit entfernt ist und trotzdem in die gleiche Richtung geht. Und manchmal gilt aus den Augen, aus dem Sinn. Dass das Leben sich immer verändert, daran lässt es sich nur schwer gewöhnen.

Das raue Leben.

Der Sand zwischen den Zehen. Kein Mittelmeerstrand. Nur ein paar Dünen an der belgischen Küste. Die Nordsee ist nicht schön. Sie ist rau und hart, kalt und salzig. Eigentlich ist sie wie das Leben. Wie ein Spiegel. Ich konnte dem nie viel abgewinnen. Aber du hast es geliebt. Du hast Schönheit darin gesehen. Du mochtest all dieses raue. Und ich träumte immer von der Südsee. Von Wärme und kristallblauem Wasser, von Strand und Sonne, Palmen und Erholung. Doch du wolltest an die graue Nordsee. Dünenberge, die den klaren Blick auf den Horizont verstellten und eine Hürde waren, bis man endlich das salzige und raue Meer sehen konnte. Vielleicht habe ich mich vor diesem Spiegel gefürchtet. Vor der Erkenntnis, dass das Leben nicht immer warm und klar ist und aussieht wie im Katalog. Sondern rau sein kann, hart und ungemütlich, kalt und es schwer ist, den Horizont immer zu erkennen. Und trotzdem konntest du in all dem Schönheit erkennen. Hoffnung. Glaube. Liebe. Zuversicht. Der Südseestr...

Abschalten.

Mein Smartphone hängt an der Ladestation. Drei Anrufe in Abwesenheit. Und eine Nachricht: Habe versucht dich zu erreichen, müssen reden. Jetzt ist es schon nach zehn Uhr. Die Anrufe in Abwesenheit sind 1 ½ Stunden her. Die Person sicherlich jetzt anderweitig beschäftigt. Soll ich jetzt einfach zurückrufen? Lieber der Schriftweg. Schnelles Getippe: Ruf mich an, wenn du noch Zeit hast. Die Frage ist eigentlich: Habe ich noch Zeit? Eigentlich würde ich ja gerne zurück aufs Sofa und den Abend ausklingen lassen. Und es ist ja immerhin schon nach 10. Aber wenn wir es heute noch klären können, muss ich morgen nicht als erstes daran denken, wenn ich aufwache. Denn das hat sich eingeschlichen: Der Blick aufs Smartphone kurz nach dem Aufwachen. Schließlich dient das Multifunktionsgerät ja auch als Wecker und wenn man es eh schon in der Hand hat... Seit ungefähr einem Jahr bin ich nun Besitzerin eines Smartphones. Nachdem ich erst immer vehement dagegen gewehrt habe. Mit der Argumentatio...

Was wir brauchen

Was wir brauchen ist nicht Zeit. Denn die Zeit ist beständig. Was wir brauchen ist Mut. Denn der Mut ist flüchtig.

Sommernacht # Mittelmäßigkeit

Bleibt dieses Leben bleibt deine Zeit in diesem Streben nach Mittelmäßigkeit? Bist nicht schlecht und bist nicht gut ewige Grauzone der alte Hut. Schaust immer auf alle nur seltenst auf dich Und wenn dich jemand lobt fragst du: meinst du mich? Das Leben wird nicht leichter wenn du dir nicht vertraust und anstatt nach vorn immer nur nach hinten schaust. Mittelmäßigkeit sei nicht dein Ziel Denn die Zeit deines Lebens ist begrenzt und kostbar also lebe sie nicht vergebens. ''' Die Sommernacht # - Serie beinhaltet Texte, die überwiegend in den späten Abendstunden in diesem Sommer entstanden sind. Sie sind vielleicht melancholischer und theatralischer als hier in letzter Zeit so üblich, aber meines Erachtens dadurch auch sehr besonders. Über Feedback jeglicher Art freue ich mich - wie immer.

Sommernacht # Dein Herz

Manchmal schlägt dein Herz so laut, als wüsste es, dass es für meines mitschlägt. Wenn mein Herz zwischen zerreißen und zerbrechen steht und ständig aus der Reihe tanzt, dann schlägt deines regelmäßig. Und wenn meines so schwach und müde ist, dann schlägt dein Herz so laut und erinnert mich ans Leben. Und auch wenn ich mir manchmal heimlich wünsche, dass auch dein Herz mal ein bisschen aus der Reihe tanzt, kann doch das meine von deinem noch so viel lernen. Regelmäßig und laut zu schlagen. Und einfach zu leben.  ''' Die Sommernacht # - Serie beinhaltet Texte, die überwiegend in den späten Abendstunden in diesem Sommer entstanden sind. Sie sind vielleicht melancholischer und theatralischer als hier in letzter Zeit so üblich, aber meines Erachtens dadurch auch sehr besonders. Über Feedback jeglicher Art freue ich mich - wie immer.