Dienstag, 30. Mai 2006

Irgendwo

Irgendwo, weit weg.
Dort wo niemand mich findet.

Irgendwo, weit weg.
Dort wo mir niemand hin folgen kann.

Irgendwo, weit weg.
Um endlich Ruhe zu finden.

Irgendwo, weit weg.
Um endlich Klarheit zu bekommen.

Irgendwo, weit weg.
Die Flucht vor den Gedanken.

Irgendwo, weit weg.
Um endlich allein zu sein.

Mittwoch, 24. Mai 2006

^^


Tja und sowas entsteht wenn man Vormittags Langeweile hat.. Ich finds toll...

Das Foto

Dieser Text ist heute entstanden. Die Person dürfte sich darin wiederfinden. Falls Kritik aufkommt, immer wieder gerne.

Das Foto vor mir war schon über acht Jahre alt. Doch das Gesicht mit den klaren, blauen Augen, der hellen Haut und den hellbraunen Haaren, das mir entgegen blickte, war genau so aktuell in meinem Kopf. Ich schmunzelte, die Person würde es vermutlich nicht als eins der schönsten Fotos bewerten: Festgehalten mitten beim reden. Aber grade das gefiel mir so gut. So hatte ich diese Person in meinem Herzen behalten. Diese Person, die weit weg war, die ich selten sah, zu der ich nur sporadisch Kontakt hatte, bei der ich selten zugab, wie nah sie mir stand.
Doch in diesem Augenblick, in dem ich allein in meinem Zimmer saß und dieses Bild in den Händen hielt, wurde mir wieder bewusst, wie sehr sie mir fehlte.
Ich konnte mich kaum an die zehn Jahre erinnern, die wir zusammen verbracht hatten, dafür gut an die Zeit, wo sie nicht mehr da war. Den Fotos zufolge mussten wir uns gut verstanden haben in den zehn Jahren, denn es gab eine ganze Reihe von denen, wo wir zusammen drauf waren. Ich seufzte. Oft behauptete ich, ich hätte keine Lsut auf diesen ganzen sozialen Zusammenhalt. Aber da wurde mir wieder bewusst, dass man sich gegen manche Dinge nicht wehren kann und dass das Herz oft anders entscheidet als der Kopf.
Ich nahm das Foto aus dem Stapel der anderen und legte es beiseite. Ich wollte es aufhängen, irgendwo wo ich es oft sehen würde. Man sollte zu seiner Meinung stehen, auch dazu, dass man Menschen vermisst in seinem Leben, egal warum sie nicht da sind.
Es sah so aus, als ob die Person auf dem Foto eine ihrer lustigen Geschichten erzählt und gerne hätte ich sie gehört. Doch es war ja nur ein Foto und sie war erstarrt in dieser Position seit über acht Jahren. Ich wollte ihr zu hören und sie lebendig neben mir haben. Und ich hab sie so sehr vermisst wie schon ganz lange nicht mehr.

Samstag, 20. Mai 2006

just fly

Donnerstag, 4. Mai 2006

Sonne im Café

Hier mal eine Kostprobe meiner "Schreibkünste", Kritik erwünscht:

Es war wärmer als sonst zu dieser Jahreszeit, was unweigerlich daran lag, dass die Sonne in ihrer vollen Kraft schien.
Er war als erster gekommen, hatte sich einen Kaffe bestellt und sich schräg an den Tisch gesetzt, so dass er einen direkten Blick auf die Tür hatte. Seine Gesichtszüge waren kantig und jeder Muskel angespannt, was ihm noch mehr Härte verlieh.
Als sie das Café betrat, sah er wieder erwartungsvoll zur Tür und man konnte ihm die Enttäuschung ansehen, als dieses rothaarige Mädchen im blauen Sommerkleid sich an den Tisch ihm gegenüber ans Fenster setzte. Sie bestellte sich eine heiße Schokolade.
Nun saßen sie beide da, sahen in unregelmäßig häufigen Abständen auf die uhr die über der Theke hing und schauten bei jedem Windstoß, der an der Cafétür rüttelte, aufgeschreckt zur Tür.
Sie sah traurig aus, als nach einiger Zeit keinen neuen Gäste mehr kamen und strich sich nervös durch die Haare. Er sah aus dem Fenster, an ihr vorbei. Ich bestellte mir einen weitern Cappocino und redete ein paar Sätze mit der Bedienung und als ich wieder zu ihnen sah, merkte ich, dass er nicht mehr aus dem Fenster sah, sondern zu ihr. Er holte seine Zigaretten heraus, zündete sich eine und wollte sie grade zurückstecken, als sie aufsah. "Auch eine?", fragte er. Sie schüttelte verlegen den Kopf. Die Sonne war gewandert, er saß nun im Schatten. "Schöner Tag, nicht wahr?", bemerkte er, doch seine Stimme klang nicht überzeugend. Sie sah ihn an. Länger. Zumindest länger als sich Fremde sonst ansahen. "Ich weiß nicht." Ihr Stimme genauso zierlich wie ihr Aussehen. "Warum nicht?" Sie spielte mit der Servierte zwischen den Fingern. "Ist wohl nicht mein Tag heute." er stand zögerlich auf, nahm Aschenbecher und Kaffetasse und ging auf den Stuhl ihr gegenüber zu. "Darf ich?" Wieder nickte sie, sah ihn an, als er sich niederließ und sah weg, als er sie an sah. "Der Tag ist zu schön um ihn sich vermiesen zu lassen.", meinte er und nahm einen Schluck Kaffee. Sie lachte auf unf sah aus dem Fenster. "Zu spät.", erwiederte sie kühl. "Man kann Ihnen nichts gutes tun um Sie zum lachen zu bringen?" Sie drehte ihren Kopf langsam in seine Richtung, sah ihn ungläubig an und fing dann an zu lächeln: "Meinen Sie das ernst?" Er nickte: "Wenn Sie mich dafür mit Ihrem Lachen ermuntern, ja!" Sie überlget nicht lang: "Dann lassen Sie uns zum Park gehen, an den großen Brunnen und Sie tanzen für mich durch den Wasserfall!" Nun schaute er etwas verwirrt drein. "Vergessen Sie dabei Ihren Kummer?" - "Nein.", sagte sie "Aber ich werde abgelenkt." Und lächelte. Er stand auf: "Zahlen bitte!"
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