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Es werden Posts vom September, 2015 angezeigt.

Wer wir sind und was wir haben.

Ein Schrank voll Kleidung. Und nichts zum anziehen. Ein Regal voll Computerspiele. Und nichts zum Zocken. Ein Kühlschrank voll Lebensmittel. Und nichts zum Essen. Ein Leben voller Ereignisse. Und nichts zum Erzählen. Ein Herz voller Liebe. Und nichts zum Weitergeben.
Der Blick aufs eigene Leben ist oft ziemlich schräg und unsere Wahrnehmung krankhaft. Alles quillt über und wir behaupten, nichts zu haben. Weil das, was unsere Schränke und Herzen füllt, uns nicht ausfüllt. Weil es uns nicht zufriedenstellt. Weil wir horten, anstatt zu kalkulieren. Weil wir immer mehr wollen, anstatt zu sehen, was wir alles geben können. Weil wir unzufrieden sind, aber diese Unzufriedenheit sich niemals stillen lässt. Nicht mit neuer Kleidung, nicht mit mehr Action, nicht mit Menschen, die uns lieben.
Wir sind reich. Wir sind überreich. Wir sind Könige. Aber wir verhalten uns wie Räuber.
Wir nehmen uns was uns gefällt, fragen nicht, bitten nicht, denken nicht nach. Wir nehmen uns Sachlichkeiten und Li…

In den höchsten Höhen.

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Alles wackelt, schwankt, bewegt sich. Kein Schritt ist sicher. Ich wackle, schwanke und jede meiner Bewegung gibt mir das Gefühl, beim nächsten Schritt kommt der Abgrund näher. Ich mag das nicht. Es ist nicht die Höhe. Es ist das Gefühl von Unsicherheit, das mich lähmt und zu einem unerträglichen Jammerlappen zusammenschrumpfen lässt. „Come on!“, höre ich und „Es ist nicht so schlimm wie es aussieht!“ Aber in mir ist nur eine große Frage: WARUM? Warum spannen Menschen Drahtseile zwischen die Wipfel der Bäume, um dann auf ihnen herum zu balancieren? Warum? Warum bleiben wir nicht auf dem sicheren Boden? Warum überlassen wir das Klettern nicht den Tieren, die sich in den Wipfeln sicher fühlen? Meinetwegen können auch alle Adrenalienjunkies da rumturnen. Aber ich muss das nicht haben. WAS BRINGT MIR DAS?
In dem Moment, den man bis zu 10 Meter über dem Boden mehr oder weniger freiwillig auf einem Drahtseil balanciert (natürlich fachmännisch abgesichert) und krampfhaft versucht, die nächs…