Mittwoch, 29. März 2017

Ein bisschen Glitzer Glitzer.

Manchmal – leider nicht immer – aber hoffentlich immer öfter -  glitzert es. Das Leben. Wenn an einer Stelle Alltag, Trott und Minderwertigkeitskomplexe abgekratzt werden und man plötzlich eine Vorstellung hat von dem Leben, wie es sein könnte. Wie man es sich in seinen kühnsten (positiven) Träumen erdenkt. Es sind blendende Millisekunden, in denen einem plötzlich ganz klar vor Augen steht, wie alles sein kann, sein könnte, sein sollte, sein soll. Was der Sinn ist. Wie schön das Leben ist. Was alles möglich ist.

Und mit dem nächsten Blinzeln ist es vielleicht schon wieder weg. Sind es also nur Wahnvorstellungen? Oder Wunschträume?

Oder ist es die Wahrheit, verborgen unter einer dicken Krust an Sorgen, Fragen, Zweifeln, Lügen, die uns daran hindern wollen, das zu werden und das zu leben, wofür wir bestimmt sind? Und unser Leben eigentlich glitzert und strahlt und all das Graue, das was unser Leben unschön macht, all die negativen Gedanken und all das, eigentlich gar nicht vorgesehen ist?


Lass mich scheinen. Oder glitzern. Jeden Tag ein bisschen mehr.

Freitag, 17. März 2017

Unbeschwert.

Ich ertappte mich heute dabei, wie ich mein Kind anschaute und zu ihm sagte: Du bist so unbeschwert! 
Das hat mich selbst hart getroffen. Natürlich ist das Kind unbeschwert. Wenn es schon denken kann, macht es sich garantiert keine Sorgen, schon gar keine über Dinge, die entweder nicht zu ändern sind oder über deren Verlauf noch alles im Möglichen liegt. Aber ich, ich bin nicht unbeschwert. Ich beschwere mich selbst mit großen und kleinen Sorgen, die mich manchmal so schwer nach unten ziehen, dass es mir äußerst schwerfällt, den Kopf nicht hängen zu lassen.

Selbstverständlich muss man als erwachsener Mensch Verantwortung übernehmen und hat auch so manche Pflichten, die nicht so angenehm und locker flockig sind. Aber muss man deshalb „beschwert“ sein oder sich beschweren lassen? Wäre das Leben und vor allem der Alltag nicht leichter, wenn man unbeschwert, sorgenfrei an alle Situationen herangehen kann?

Die Bibel sagt, dass man sich um NICHTS Sorgen machen soll. Das ist immer wieder so herausfordernd. Wenn es einem gut geht, kann man das leicht unterschreiben. Wenn sich ein Berg von Sorgen anhäuft und man dann daran denkt, dass man sich nicht sorgen soll fühl ich mich immer so, wie wenn ich ein riesiges mittelmäßiges Lunchpaket vom Vortag zu einem leckeren Restaurantbesuch mitbringe. Natürlich habe ich kein Bock auf mein Lunchpaket, wenn ich zum Essen eingeladen bin. Aber bietet nicht der Anstand, dass ich trotzdem an meinen trockenen Broten knabbere? Schließlich habe ich sie ja gemacht und muss das doch jetzt auch ausbaden…

Vielleicht hinkt das Bild. Aber ich merke, dass ich nicht verstehe, dass man Sorgen, die man sich macht, nicht „abarbeiten“ muss oder erst wegwerfen darf, wenn sich die Sache eh (hoffentlich zum Guten) gewendet hat und alle Sorge umsonst war.  Nein, Sorgen haben beim ersten Erscheinen schon keine Existenzberechtigung.  Denn Sorgen bringen einen einfach keinen Millimeter weiter, sie lösen das Problem nicht, sondern beschweren nur. Die Herausforderungen, denen man sich gegenüber sieht, am Schopf packen und auch wenn es nicht angenehm ist oder Überwindung kostet, aktiv angehen und sich nicht von der Sorge in die Enge treiben lassen. Denn das lähmt ungemein, der wabernde Nebel voller Ungewissheit und Tatenlosigkeit. Sprich: Einfach in der Ecke sitzen und darüber heulen, wie schwer die Sorgen sind. (Ja, das mache ich manchmal). 

Ich will lernen, dass Sorgen keinen Platz in meinem Leben haben. Ebenso wenig wie Angst. Das ist kein leichter Lernprozess und jeder Rückschlag fühlt sich meistens dreimal so schwer an. Aber es bleibt nichts, als weiter machen. Denn wer will schon sein Leben in einer Falle von Sorgen und Ängsten gefangen verbringen? Ich jedenfalls nicht.


Macht euch um nichts Sorgen! Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn. / Philipperbrief 4,6
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