Dienstag, 29. November 2011

Adventskalenderblog 2011


Nachdem wir den ersten Advent schon hinter uns gebracht haben, ist es wohl an der Zeit, etwas anzukünden:

So wie letztes Jahr, möchte ich wieder einen Adventskalenderblog machen. Vom ersten bis zum vierundzwanzigsten Dezember will ich jeden Tag einen neuen Post hochladen.
Natürlich kann es passieren, dass ich es an einem Tag nicht schaffe und die Uhrzeit, zu der ich den Post hochlade kann auch variieren, je nach Tagesablauf, aber ich will mich bemühen, damit es ein vollständiger Adventskalender wird!

Ich hoffe, ich kann euch damit erfreuen und jeden Tag einen Gedankenimpuls liefern!

Also kommt vorbei und lest!

Liebe Grüße!
Anna.


Donnerstag, 24. November 2011

Wer ist dein Held?

Am letzten Wochenende ist meine Heizung ausgefallen. Das war wirklich dumm. Vor allem weil es mir sonntagmorgens aufgefallen ist. Was kann man da schon groß machen? Die wenigstens Heizungsreperaturmenschen arbeiten einfach mal so am Sonntag.
Zudem ist es nach wie vor November. Und auch wenn es noch nicht angefangen hat zu schneien, ist es dennoch ziemlich frisch. Und eine große Altbauwohnung kühlt irgendwie sehr schnell aus.
Am Sonntag war also nichts mehr zu machen.
Montags versuchte ich dann alles mögliche in Bewegung zu setzen, damit die Heizung wieder funktioniert. Meine eigenen Fähigkeiten reichen dabei aus um zu diagnostizieren, dass meine Heizkörper kalt sind und dass an dem Gerät, das im Keller hängt ein rotes Lämpchen leuchtet und es nichts bringt, wenn man auf den Knopf neben dem Lämpchen drückt...

Es war erstaunlich, wirklich erstaunlich, wie alle, mit denen ich für die Wiederherstellung der Wärme in meinem Wohnraum in Kontakt treten musste, äußerst zuvorkommend waren.
Der Nachbar, der mir auf dem Weg zur Arbeit noch eben die Nummer des Vermieters geben konnte. Der Vermieter, der sich gleich einen Alternativplan ausdachte, als klar war, dass der Hausmeister nicht verfügbar ist und deswegen für mich den Installateur anrief. Das war alles schon ganz gut.

Und dann kam mein Retter in der Not. Der Installateur. Wegen zu wenig Wasserdruck funktionierte die Heizung nicht. Das konnte der Installateur ohne großen Aufwand beheben (und jetzt könnte ich das vermutlich auch). Die Heizung funktionierte wieder und ich hab mich gefreut. Aber das war noch nicht genug. Der gute Mann bekam mit, dass meine Haustürklingel nicht funktioniert.. Und dann hat er sie kurzerhand auch noch repariert. Ich war einfach nur glücklich (mit welchen „Kleinigkeiten“ man doch glücklich gemacht werden kann!).

Und deshalb sagte ich spontan zu diesem Menschen: „Sie sind mein Held des Tages!“
Er sagte „Ja?“ und lächelte.

Es gibt fast jeden Tag einen Menschen, der einem eine besondere Freude macht. Manchmal sind es Kleinigkeiten, ein Lächeln, ein Wort, eine Aufmerksamkeit. Manchmal sind es größere Sachen, wie z.B. das Reparieren der Heizung. Manchmal nimmt man es gar nicht so schnell wahr, dass jemand einen glücklich macht. Aber sobald man es merkt – wie viel kostet es, das anzuerkennen?

Also fang doch mal an, auf deine Alltagshelden zu achten und ihnen einfach zu sagen, wie wichtig es für einen ist, dass sie heute deinen Weg gekreuzt haben. Denn die wenigsten dieser Helden wissen, dass sie so etwas sind!

Danke fürs Lesen.

Montag, 14. November 2011

Gestalten im Nebel

Da stehen sie im grausten Dunst,
es ist aus mit jener Kunst,
in der Herr Hahn seinen Kamm gestylt hat
denn jetzt ist sein Gefieder nur noch matt.

Man sieht die Feder vor Augen kaum
und schon gar nicht den laublosen Baum.
Es unterhalten sich Frau Huhn und Frau Henne,
ob denn keiner einen guten Optiker kenne.

Diese Sicht, sie sei einfach unerhört
und es sei auch die Kälte, die sie stört.
Vielleicht würden Kontaktlinsen etwas bringen,
aber da würde Herr Hahn wohl im Dreieck springen.

Und überhaupt, wer habe sich das denn ausgedacht,
es kann doch nur ein böses Bauernherz sein, das darüber lacht.
Wer lässt denn seine Hühner draußen im Novembernebel stehen?
Das kann doch wirklich keiner mehr mit ansehen!

A. Buddeberg
(Gewidemt den armen Nebel-Hühner, an denen ich immer mit dem Auto vorbeifahre.. )

Danke fürs Lesen ;)

Freitag, 11. November 2011

R.I.P. Kreativität


Unsere Welt ist eine Welt, die von den Medien beherrscht wird. Jedes Ereignis, egal wie wichtig oder unwichtig es ist, wird in irgendeiner Art und Weise wird es medial verarbeitet. Wenn es dabei bliebe, wäre alles nicht so schlimm. Aber neben der Verarbeitung wird auch alles andere verwurstet, was völlig ohne Sinn ist.

„Mit jedem Blick in den Fernseher stirbt ein bisschen Kreativität in einem.“

Etwas in der Art sagte jemand gestern zu mir. Mein erster Gedanke war: Zum Glück hab ich keinen Fernseher. Aber ich brauchte nicht lange nachdenken um festzustellen, dass jede Form von Medieneinfluss, seien es Serien, Computerspiele. Facebook oder sonstiges Surfen, einen von der Kreativität abhält.
Ich weiß nicht, ob es eine Person zu dieser Theorie gibt, aber es wird gesagt, dass in der ganzen westlichen Welt schon längst Revolutionen ausgebrochen wären – wenn das Volk nicht von den Medien abgelenkt und besänftigt werden würde.

Und eigentlich ist das doch fürchterlich: Wie viel könnten wir von dem erreichen, was wir immer schon mal tun und sagen wollten, wenn wir uns nicht andauernd ablenken lassen würden?
Vielleicht ist das auch nur mein ganz persönliches Problem. Aber. Es ist ein Problem. Vollgedröhnt mit tausend überflüssigen Eindrücken, Sätzen und Bildern kann das Gehirn ja nur im Leerlauf laufen. Jeder kreative Gedanke wird niedergebrüllt, in die Ecke geschickt, „später“ behandelt.

Mit zu viel Medienkonsum leistet man aktive Sterbehilfe an der Kreativität.
Dagegen sollte man mal etwas unternehmen.

(… z.B. einen Blog drüber schreiben und die Internetmedien damit füttern.. Mist.)

Danke fürs Lesen.

Mittwoch, 9. November 2011

Erdrückend.

Eigentlich habe ich nicht viel Lust, etwas über das Wetter zu schreiben. Zum einen weil ich das Gefühl habe, in letzter Zeit immer übers Wetter zu schreiben und zum anderen, weil ich generell keine Lust hab. Keine Lust zu schreiben, keine Lust in die Uni zu gehen, keine Lust irgendetwas sinnvolles zu tun. Man kann das auf unterschiedliche Dinge zurückführen und eine der Ursachen ist sicherlich das Wetter.

Man hat das Gefühl, als würde einem die Decke auf den Kopf fallen – bzw. als würde einem „der Himmel auf den Kopf“ fallen. Als sei eine tiefere Decke eingezogen worden. Der Gang oder die Fahrt durch die Natur bringt nicht das befreiende Gefühl, dass alle Sorgen und Gedanken in die Höhen des Himmel entschwinden.. Man bekommt eher das Gefühl, als würden alles nach oben entschweben, an der grauen Wolkendecke abprallen und auf einen selbst zurückfallen. Und man steht wie ein begossener Pudel in der grauen, dunklen Welt..

Das alles klingt sehr deprimiert, so wie viele Texte, die sich mit dem November und dessen Stimmung befassen. Und ich wüsste nun auch nicht, womit ich jetzt eine überraschende Wendung hineinbringen sollte. Es gibt einfach Zeiten im Leben, die anstrengend sind und in denen man das Gefühl bekommt, dass alles, was passiert und was um einen herum ist, einen erdrückt. Und es gibt eigentlich (zumindest aus meiner Sicht) nur einen Weg, wie man damit umgehen kann:

„Das Gute an schlechten Zeiten: Pferde satteln – weiterreiten.“
  (Kettcar – Einer)

Es geht weiter. Es geht immer weiter. Und bald beginnt die Vorweihnachtszeit, der Advent, das Kerzenanzünden, das Geschenkesuchen, das Warten und Hoffen. Und dann geht es wieder bergauf. Sicherlich. Und bis dahin muss man einfach durchhalten.

Danke fürs Lesen.
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