Dienstag, 31. Juli 2012

Wortkarg.


Die Sprache ist ein erstaunliches Phänomen. Ich liebe die Sprache. Ich liebe Worte. Ich liebe es, wenn ich etwas mit Worten beschreiben kann. Für fast alles im Leben gibt es Worte, für manches gibt es gleich mehrere, bei anderem ist die Auswahl beschränkt. Trotzdem ist die Sprache an sich voller Ausdrucksmöglichkeiten.

Als der aktuelle Musiker Tim Benzko mit dem Lied „Wenn Worte meine Sprache wären“ bekannt wurde, hatte ich nicht viel übrig für diesen Text. Übermütig fragte ich, was dies denn für eine Formulierung sein soll und wie Worte denn nicht die Sprache eines jeden Menschen sein können. Nachsichtig wurde ich darauf hingewiesen, dass meine Sprache besonders die Worte wären, aber nicht jeder Mensch eine solche Liebe für Worte empfinde. Eines anderen Menschen Sprache kann die Musik sein, die Kunst, das Schweigen, die Tat. Ich liebe es, alles was ich denke, fühle, sehe, verstehe oder hinterfrage in Worte zu packen. Das ist meine Sprache. Davon war und bin ich überzeugt.

Inzwischen bin ich jedoch zu neuen Erkenntnissen gekommen: Nicht alles lässt sich in Worte fassen. Nicht alles kann ich in Worte fassen. Es scheint mir, als könne ich alles alltägliche, normale und manches was darüber hinaus geht und manches, was zurückbleibt, in Worte fassen. Aber für die tiefsten Tiefen und die höchsten Höhen des Lebens lassen sich kaum Worte finden. Sprachlos erfährt man diese Hoch- und Tiefpunkte, die sooft auch Wendepunkte im Leben sind. Schweigend und weinend durchlebt man die Trauer, herzerwärmend durchfährt einen die Freude, ohne dass sie einen Laut von sich gibt. Rückblickend findet man das eine oder andere Wort. Aber in den Situationen selbst bleiben oftmals nur alte Floskeln, die wie leere Hüllen wirken, die man nicht zu füllen weiß, obwohl man doch so viel empfindet.

Liegt es an der Fülle der Emotionen oder der Scheu davor, die Worte könnten nicht hundertprozentig dem entsprechen, was man eigentlich ausdrücken will oder muss, oder an beidem?

Wie auch immer, es wird immer wortkarge Zeiten im Leben geben, wenn die Farben um einen herum zu weiß oder zu schwarz sind, um andere Bezeichnungen für sie zu finden. Aber alle Zwischentöne werden beschrieben. Bis ins Detail jeder Farbabstufung. Versprochen.


Danke fürs lesen.














Freitag, 13. Juli 2012

Aberglaube.

Heute ist Freitag, der 13. Eines der Sinnbilder für Aberglaube. Als ich heute mit meinem Auto durch die Weltgeschichte fuhr, dachte ich über Aberglaube nach und dabei viel mir auf:

Irgendwie sind wir alle abergläubisch.

Vielleicht glauben wir nicht an Pechstränigkeit an einem bestimmten Datum oder an besondere Vorausdeutung durch falschläufiges, dunkelhaariges Getier. Vielleicht glauben wir auch nicht, dass wir bestimmte Gegenstände mit uns herumtragen müssen um erfolgreich zu sein oder dass bestimmte Zahlen gehäuft in unserem Leben auftreten und uns damit etwas sagen wollen.

Ich weiß es natürlich nicht genau, aber ich glaube.... Ups. Da war er schon wieder. Der Aberglaube.

Sonntag, 1. Juli 2012

Zeit vergeht.


Zeit vergeht.
Bleibt nicht stehen.
Rennt, flieht, zieht.
Keine Pause.
Kein Stillstand.

Zeit vergeht.
Lässt Dinge vorbeiziehen.
Ereignisse verblassen.
Neues heranschnellen.
Immer vorwärts.
Nie zurück.

Zeit vergeht.
Und wir gehen mit.
In die Zukunft.
Von Ereignis zu Ereignis.
Rennen, fliehen, ziehen.
Ohne wirkliche Pause.

Zeit vergeht.
Und tut uns gut.
Lässt das Leben weiterlaufen.
Hält den Zeiger niemals an.
Lässt uns in die Zukunft
blicken, gehen, hoffen, leben. 
(A.Buddeberg - 01.07.2012) 
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