Mittwoch, 20. April 2011

Fremde Feder.

Der Ausdruck "Sich mit fremden Federn schmücken" bedeutet eigentlich so viel wie, die Leistung anderer als seine eigenen darstellen und sich mit ihnen rühmen - eine Verhaltensweise, die ja eigentlich gar nicht so unüblich ist. Aber das soll an dieser Stelle nicht geschehen, auch wenn der nachfolgende Text nicht von mir stammt, sondern aus einer "fremden Feder" (was ein Wortspiel!). Ich fand ihn aber so gelungen und habe mich selbst derart erschreckend selbst wiedergefunden, dass ich ihn einfach auf meinem Blog übernehmen darf, mit Verweis, dass er nicht von mir stammt. Gutes weiterdenken!

Der Fluch der ewigen (Pseudo-)Erreichbarkeit

ICQ, Facebook, Studi, SVZ, MSN, Skype, Jabber, Gtalk, AIM
Das sind die IMs / Social Networks die ich benutze. Dazu kommt dann noch die Kleinigkeit von 12 E-Mail-Adressen.
Ein Handy mit Vernetzung und SMS-Flatrate noch obendrauf.

Der Effekt ist, dass ich zu jeder Zeit erreichbar bin, egal ob Tag oder Nacht, zuhause oder unterwegs. Aber das nützt dem Menschen doch nichts, wenn man nicht auch Menschen hat die einen erreichen wollen.
Du kennst das vielleicht: Du sitzt zu einem Zeitpunkt x vor irgendeinem Messenger, du siehst "Ah, Max Mustermann ist online" und denkst "Mit dem würde ich mich gerne unterhalten [so man chatten so nennen mag]", doch dann kommen Zweifel.
Ist der denn wirklich da? Im Falle von "Status: Away" ist das noch schlimmer. Warum sollte ich ihn dann anschreiben? Störe ich gar?
Dazu nun meine Meinung: Wer "on" ist hat sich dafür entschieden erreichbar zu sein. Wenn doch niemand am anderen Ende ist: Was soll's? Dann ist da halt keiner. Ich gehe doch auch nicht bei Leuten vorbei und klingle nicht, aus Angst es könnte keiner da sein. Man wird schon merken wenn jemand nicht da ist und umgekehrt: Freust du dich nicht wenn da ein Fenster aufgeht, dass dir sagt: "Max hat grade an dich gedacht und würde sich freuen sich mit dir auszutauschen"? Auch mal von der anderen Seite betrachtet: Stört es dich wenn du grade eigentlich doch nicht kannst und dich dann eben entschuldigst?
Ich weiß wirklich nicht warum wir uns einen Kopf machen.

Noch was anderes zu dem Thema:
Kontaktleichen, Leute die man seit Ewigkeiten nichtmehr gesehen oder gesprochen hat, was macht man mit denen?
Der Datenmessi in uns ist gegen das Löschen, aber wirklich anfangen kann man mit denen meist auch nix. Je nach dem wie der Kontakt zuende gegangen ist schämt man sich vielleicht auch den ersten Schritt zu machen. Man ist sich zu fein der zu sein, der den ersten Schritt macht.
Davor sollte man keine Angst haben. Schlimmstenfalls bleibt alles wie es ist.
Also sollte man seinen Mut zusammennehmen und den Leuten zeigen, dass man sie doch noch kennt und es mal eine Zeit gab in der man froh darüber war. Vielleicht auch, dass man diese Zeit wieder aufleben lassen möchte.

Zu guter letzt noch eine Sache die mir persönlich aufgefallen ist:
Ich frage es mich immer wieder: "Was denkt diese Person, wenn ich sie anschreibe?"
Ganz abgehesen von der zwischenmenschlichen Geschichte zwischen dem anderen und mir kommt es mir immer so vor, als würde ich Kontakt suchen, mich anhängen und aufdrängen. Das ist ein seltsames Gefühl.
"Würde diese Person sich überhaupt jemals von sich aus bei mir melden oder bin ich ihr nicht so wichtig? Ist sie mir vielleicht viel mehr wert als umgekehrt?"
Was soll man dagegen tun? Zu fragen "nerve ich dich?" wäre ziemlich apprupt und hart. Auch schwingt ein Vorwurf mit: "Du zeigst mir deine eventuelle Wertschätzung nicht ausreichend". Abwarten ist auch keine Lösung, denn das tut man sowieso immer, nämlich in den unendlich vielen Momenten in denen man "on" ist, aber niemand Kontakt aufnimmt.
Soll ich dann länger warten und länger bis ich eine neue Kontaktleiche habe? Wäre wohl das richtige, wenn die andere Person es soweit kommen lässt, aber vielleicht, eher sogar wahrscheinlich, sitzt am anderen Ende jemand wie ich, dem die Entschlossheit fehlt ein Gespräch zu beginnen. Es mag auch sein, dass es immer Person A ist die sich bei Person B meldet. Das freut B, aber ist nicht gut für A, denn der denkt womöglich "Immer bin ich es. Würde B sich überhaupt melden?" B dagegen meint "A meldet sich, dann muss ich das nicht machen", egal wie wichtig A dem B ist. Geht A dann ins Warten auf B's Meldung über ist B beunruhigt, da er denkt A ist beleidigt etc.
Da das bis hierher schon verwirrend ist stoppe ich dann mal. Ich denke mein Ansatz ist klar geworden und vermutlich findest du dich auch in einer dieser Situationen wieder.

Mein Rat an dich, mich und jeden überhaupt:
Mach es doch einfach. Wenn es nicht sein soll, dann soll es nicht sein und das wird sich auch sicher zeigen und verlasse dich nicht auf deinen A sondern sei auch selber A!

Sonnigste Grüße!

Verweis: Dieser Text stammt aus der Feder von Mark.

Danke fürs Lesen!

Samstag, 16. April 2011

Last Minute.

Ich weiß nicht genau, ob es in jeden Bundesland so ist, aber in Baden-Württemberg gibt es ein Gesetz, dass es Läden aller Art verbietet, nach 22 Uhr Alkohol zu verkaufen. Für einige Läden ist das eh nicht relevant, weil sie schon um 20 Uhr schließen. Schwieriger wird’s für Geschäfte, wie wir eines in Mannheim haben, die bis 24 Uhr geöffnet haben. Bis 24 Uhr kannst du Wurst, Käse, Pizza und Cola und alles kaufen, aber ab 22 Uhr gibt’s keinen Alkohol mehr.

Ich war letztens kurz vor 22 Uhr in diesem Geschäft und es war rammelvoll! Drei Kassen waren geöffnet und die Schlangen waren unglaublich lang. An der Kasse beobachtete ich dann, wie ein junger Kerl sich an den Wurst- und Käsekäufern vorbeiargumentierte mit seiner einen Bierdose in der Hand und den Blick auf die Armbanduhr. Die nicht-alkohol-Käufer ließen ihn augenrollend vor und er konnte seine Bierdose Punkt 22 Uhr noch kaufen.

Und ich habe mich gefragt: Warum muss er seine eine Bierdose genau um kurz vor zehn kaufen? Warum kann er nicht vorher dafür sorgen, mit Alkohol zugedeckt zu sein? Warum plant man sowas nicht vorausschauend? Und wenn er dann schon dieses Stress auf sich nimmt, warum dann nur EINE DOSE?

Ja, ich weiß, vielleicht hatte er an dem Abend eigentlich was ganz anderes vor und es war spontan, dass er jetzt auf diese Party gehen wollte, und das Bier auf der Party ist vielleicht nicht so gut oder kostet was und dann vermutlich mehr als im Supermarkt. Oder er hatte seine Bahn verpasst und war deswegen erst so knapp in den Laden gekommen. Oder sonst was.

Wir haben immer eine Menge Gründe und Ausreden, warum wir unser Leben auf den letzten Drücker planen oder eben nicht planen. Und es wird uns auch in allen Medien vorgelebt: Sei spontan und frei, lass dich nicht festlegen und schon gar nicht verpflichten. Und wenn du etwas last minute machst, kriegst du es vielleicht sogar billiger! Ein Leben für Unentschlossene!

Und ich habe auch nichts gegen Spontanität. Aber nicht immer tun wir uns einen Gefallen damit, in unserem Leben alles auf den letzten Drücker zu machen. Oftmals entstehen dabei Druck, schlechte Gewissen und Stress. Und wir machen die meisten Dinge nicht auf den letzten Drücker, weil wir es lieber spontan mögen, sondern weil wir es vor uns herschieben und faul sind.
Man denke dann nur an das Lernen für Klassenarbeit, am Abend vor der Arbeit.
Oder das Schreiben einer Hausarbeit innerhalb eines Tages vor Abgabetermin.
Oder das Vorbereiten irgendeiner Sache, auf der Fahrt zum Termin.
Oder jemanden um Verzeihung zu bitten, bevor man sich aus den Augen verliert.
Oder jemanden sagen, was er einem bedeutet.
Oder mit Gott reden, bevor das Leben vorbei ist.

Wir leben in einer Last-Minute-Gesellschaft, die uns vorgaukelt, dass wir noch unglaublich viel Zeit haben, uns zu entscheiden. Aber auch in einer Last-Minute-Gesellschaft gibt es eine Deadline, im wahrsten Sinne des Wortes. Und was passiert, wenn wir nicht mehr soviel Zeit haben, wie wir uns das vorstellen? Und wenn die Zeit vorbei ist, in der wir alles auf Morgen verschieben können?

Danke fürs Lesen.

Donnerstag, 14. April 2011

Frühlingsregen. Teil 2.

Den ersten Teil der Geschichte kannst du hier lesen..

Und jetzt stand er da in diesem undefinierbaren Frühlingsregen und fror. Es hatte kein Eis gegeben. Sie hatte reden wollen. Klartext reden. Als ob es bei so einem Thema einen klaren Text geben würde. Er hatte es ihr von der ersten Sekunde angesehen, dass etwas anders war. Obwohl sie ihn geküsst hatte zur Begrüßung und sie nah beieinander saßen, waren ihre Augen distanziert. Er konnte nicht sagen, ob sie vorher geweint hatte. Aber an ihren Worten war nichts weinerliches zu erkennen. Ihre Worte waren klar. Zu klar irgendwie. Sie brauche Abstand. Eine Pause. Zeit. Sie wolle wissen was sie wirklich will. Das wären alles keine Kleinigkeiten mehr. Er würde die Probleme nicht ernst nehmen. Immer glauben, dass sich alles wieder einrenken würde. Aber sie wolle ihm keinen Vorwurf machen. Er hatte sie gefragt, ob sie Schluss machen will. Sie hatte mit den Schultern gezuckt und weggesehen. Sie wisse auch nicht, was sie wolle. Nur das es so nicht weitergehen könne. Ob er das nicht auch so sehen würde. Das würde doch jeder sehen.

Er hätte gerne geschrien. Nicht vor Wut. Oder vor Entsetzen. Er hatte ja gewusst, dass es noch was zu klären gab. Er hätte gerne geschrien, um sie nicht zu verlieren. Das schien ihm das einzige brauchbare Mittel. In die Welt schreien: Ich will dich nicht verlieren! Geh nicht weg von mir!
Aber er hatte natürlich nicht geschrien. Hatte sie nur angesehen. Ihre Augen. Ihre schönen braunen Augen, die ihn so distanziert anschauten. Und ihren Mund, der sagte: Sag doch was dazu! Du musst doch eine Meinung dazu haben! Und er hätte gerne was gesagt. So was wie: Ich verstehe dich. Ich weiß, was du meinst. Lass uns es trotzdem zusammen ausprobieren. Lass uns zusammen einen Weg finden. Aber geh nicht einfach weg. Doch die Worte hatten seinen Mund nicht verlassen. Die Gewissheit und damit die Angst, dass sie schon längst weg war, schnürten ihm die Kehle zu. Ich brauch halt Zeit für mich und muss nachdenken, meinte sie, nachdem er nichts als einen stummen Blick erwidert hatte. Wie lange?, fragte er. Sie schüttelte den Kopf. Was weiß ich, sagte sie, solange bis ich weiß, was ich fühle, was ich will. Aber frag mich bloß nicht jeden Tag, ob ich schon fertig bin mit nachdenken, fügte sie vorwurfsvoll hinzu. Der Satz traf ihn fast mehr, als alles andere. Als ob er sie nicht respektieren würde. Na dann, sagte er. Das ist alles?, fragte sie. Du willst echt nichts dazu sagen? Ich kann nicht, sagte er leise. Sie schüttelte verständnislos des Kopf.

Und jetzt stand er in diesem beschissenen Frühlingsregen. Die Wolken hatten die Sonne ungefähr genauso schnell vertrieben, wie sie seine Zuversicht. Und jetzt wusste er: Es ist Frühling. Nicht Sommer. Jeden Moment können Wolken kommen und Regen und dann ist es kalt. Schatten und Regen sind im Sommer eine Wohltat. Im Frühling nehmen sie einem die Hoffnung. Aber sie gehören zum Frühling. Und wieso sollte man stundenlangen Sonnenschein erwarten, wenn die Zeit noch nicht reif ist? Geschrien hatte er immer noch nicht. Auch nicht geweint. Er schloss seine Augen und ließ den Frühlingsregen auf sich nieseln. Es dauert noch bis der wahre Sommer kommt.

Danke fürs Lesen.

Dienstag, 12. April 2011

Germanys Next Topmodel

Es gibt eine Menge Herausforderungen im Leben, die gemeistert werden wollen. Einige werden uns ungefragt gestellt, einige dürfen wir uns aussuchen. Wenn wir ein Ziel haben oder sogar einen Traum, dann müssen wir darauf zu arbeiten. Und es ist gut ein Ziel oder einen Traum zu haben, damit man nach oben strebt und nicht in Gleichgültigkeit hängen bleibt. Und meistens ist man auch bereit einiges dafür zu investieren, wie Zeit, Geld, Motivation oder Geduld.

Aber so sehr man sich auch die Erfüllung des Traumes wünscht oder die Erreichung des Ziels, kommt immer mal der Tag an dem man sich fragen muss: Wie sehr will ich das alles wirklich?
Ich musste dabei an die Fernsehsendung Germanys Next Topmodel, in der die Models früher oder später gefragt werden: Wie sehr möchtest du Germanys Next Topmodel werden? Und entweder rasten die Kanidatinen aus und schreien: Jaaaa ich will WIRKLICH Germanys Next Topmodel werden!! Oder sie stehen verschüchtert da und beantworten die Frage mit einem: Sehr?

Was ich damit sagen will, es gibt immer wieder Momente, in denen unsere Ziele, Vorhaben und Träume hinterfragt und auf die Probe gestellt werden. Und oftmals sind solche Phasen mit Stress, Unzufriedenheit und starker Belastung verbunden. Und in solchen Situationen muss man ehrlich zu selbst sein und diese Frage beantworten: Wie sehr will ich das wirklich? Will ich das wirklich, auch wenn es so stressig, anstrengend und blöd sein kann, wie es jetzt gerade ist.

Ich glaube, solche Fragen sind schwer zu beantworten und wenn man gerade völlig entnervt ist, ist man auch dazu geneigt zu sagen: Eigentlich will ich das alles JETZT GERADE nicht. Als mich letztens jemand nach einem langen Tag nach meinen Zukunftsplänen gefragt hat, konnte ich nur sagen: Frag mich nochmal, wenn ich geschlafen hab.

Träume müssen Belastungen standhalten. Belastungen sind nie einfach, aber immer hilfreich. Und je mehr Belastungen man überstanden hat, desto „robuster“ ist der Traum und ich denke, umso mehr steigt die Überlebenswahrscheinlichkeit in der Realität.

Wie sehr willst du wirklich das, was du gerade verfolgst? Glaubst du, du kannst den unbequemen Seiten standhalten? 

Danke fürs Lesen!

Sonntag, 10. April 2011

Frühlingsregen. Teil 1.

Schon wieder eine Kurzgeschichte. Diesmal wieder mit einem zweiten Teil. Viel Spaß beim Lesen!


Es ist Frühling. Das war das einzige, was er dachte, als der frische Wind durch sein Shirt wehte. Er stand an der Haltestelle und hatte seine Hände in den Taschen seiner Jeans vergraben. Es regnete und es war kein sanfter Regen, der gleichmäßig vom Himmel fiel. Die Regentropfen waren groß und kamen in unregelmäßigen Abständen. Sie sorgten dafür, dass sein Shirt an den Schultern schon relativ durchnässt war. Und es sie sorgten dafür, dass er sich noch elender fühlte, als er es eh schon tat. Ging das überhaupt noch? 

Als er vor zwei Stunden aus dem Haus gegangen war, hatte die Sonne noch geschienen und er war zwar nicht himmelhochjauchzend fröhlich gewesen, aber immerhin zuversichtlicher als er es jetzt war. Und in dieser Zuversicht hatte er auch keine Jacke mitgenommen. Es war warm gewesen und es hatten nur ein paar Wolken am Himmel gehangen. So schnell würde sich das Wetter nicht ändern, hatte er gedacht. Jetzt, wo der Himmel dunkelgrau verhangen von Wolken war und der Regen ihn nervte, wusste er, dass sich das Wetter in zwei Stunden ändern könnte. Und er wusste auch, dass sich sein Leben in diesen zwei Stunden geändert hatte. Und zwar erheblich.

Er hatte sie angerufen, wie jeden Tag. Und ja, gestern war kein guter Tag gewesen. Sie hatten sich gestritten. Über diese Kleinigkeiten, die immer größer zu werden schienen. Aber sie hatten sich vorgenommen, daran zu arbeiten. Beide. Denn eigentlich waren es doch nur Kleinigkeiten und wahrscheinlich bräuchten sie einfach beide wieder ein bisschen Zeit, um zu sehen, dass es mehr Vorteile als Nachteile gab, zusammen zu sein. Und Streit gehört doch auch zu jeder guten Beziehung, oder? Man muss die Sachen ja auch mal ansprechen. Nicht immer alles schlucken. Mehr Ehrlichkeit und Offenheit würde sie sicher wieder glücklicher miteinander machen. Aber richtig unglücklich waren sie ja auch nicht. Er zumindest nicht. Klar ging ihm diese Streiterei auf den Sack. Aber deswegen ist man ja nicht gleich unglücklich. Auf jeden Fall hatte er sie angerufen und gefragt, wann sie sich heute treffen wollen. Sie wollten Eisessen gehen, die erste Frühlingssonne genießen, die für heute angekündigt war. Natürlich hatte er am Telefon gehört, dass noch nicht alles vergessen war, was gestern gewesen war. Da hingen noch ein paar Streitwolken an ihrem Himmel und warfen Schatten. Aber die Sonne schien im stärker zu sein. Schließlich war doch Frühling! Der Winter war vertrieben und allzu bald würde Sommer werden und die Sonne in ihrer ganzen Kraft wieder scheinen können. Sie hatten sich verabredet und er war zuversichtlich gewesen.

Fortsetzung folgt.

Freitag, 8. April 2011

Frühlingszeit.

Es ist Frühling. Nicht mehr und nicht weniger.
Auch wenn wir uns vielleicht mehr so vorkommen, als ob schon Sommer wäre. Wir essen Eis und laufen im T-Shirt durch die Gegend. Die Natur blüht auf und unsere Gemüter zeitweise auch.

Aber es ist Frühling. Nicht mehr und nicht weniger.
Die Abende sind noch frisch, der Wind ist kalt. Und wenn es regnet können alle Frühlingsgefühle schnell fortgeschwemmt werden. Denn der Regen ist noch nicht erfrischend. 

Und es ist Frühling und das heißt, dass der Winter vorbei ist. Vorerst. Außer der April macht einen Scherz und schickt uns Schnee vorbei. 

Und es ist Frühling und das erste Quartal des Jahres ist für den einen überstanden, für den anderen überlebt und für einen dritten zu schnell vorbei gegangen.

Und wenn Frühling ist, dann freut man sich. Öfters. Weil die Sonne scheint. Manchmal. Weil man sich gut fühlt. Manchmal. Weil man sich verliebt. Selten. Weil sich die Erde weiter dreht. Immer.

Der Frühling ist da. Wir sind da. Und alles andere wird sich ergeben.


Danke fürs Lesen.

Samstag, 2. April 2011

Chancen und Prioritäten

Ich weiß nicht, ob du dieses Phänomen kennst, dass sich dir mehrere Möglichkeiten bieten und du nicht weißt, welche du nehmen sollst. Oder du weißt, welche du nehmen möchtest, aber du bist dir unsicher, ob diese auch die richtige ist. Oder keine der Möglichkeiten ist die, die du dir erträumt hast und du musst dich trotzdem entscheiden.

Das Leben ist keine lange Straße ohne Kreuzungen. Wir werden immer wieder vor neue Entscheidungen gestellt, vor neue Weggabelungen und wir müssen uns entscheiden, in welche Richtung wir gehen. Und oftmals können wir nicht die ganze Strecke überblicken und wissen, wo wir am Ende landen, wenn für uns für den einen oder den anderen Weg entscheiden. Und wer entscheidet sich schon gerne? Am liebsten sitzt man vor solchen Weggabelungen, macht erstmal eine Pause und grübelt, diskutiert über Vor- und Nachteile eines jeden Weges und lässt erstmal ein bisschen Zeit vergehen. Aber nicht immer haben wir diese Zeit und nicht immer bringen uns die Vor- und Nachteilslisten weiter. Und am Ende müssen wir uns doch entscheiden.

Ich glaube, hinter jeder Entscheidung steht eine Chance und gleichzeitig eine Hinterfragung meiner Prioritäten. Wenn ich denn welche habe. Aber spätestens, wenn ich mich für den einen Weg und gegen den anderen entschieden habe, habe ich auch eine Priorität festgesetzt. Und besonders der Aspekt der Prioritäten macht die Entscheidungen immer etwas schwieriger. In Zeiten meines Studiums müsste z.B. meine Priorität ganz eindeutig auf der Uni liegen. Aber einige Entscheidungen, die ich getroffen habe, treffe und treffen werden, zeigen, dass ich diese Priorität nicht immer einhalte. Es gibt andere Dinge, die mir wichtig vielleicht sogar wichtiger sind und es gibt Entscheidungen, bei denen ich zwar um meine Uni-Priorität weiß, aber ein schlechtes Gewissen hätte, wenn ich mich für sie entscheiden würde.

Man muss viel abwägen, wie viel Priorität wichtig ist und wie viel Chancen ich durch den neuen Weg habe. Keine leichte Wahl. Aber es bringt auch nichts, sich vor den Fragen und Entscheidungen zu drücken, denn beantworten und fällen müssen wir sie so oder so.

Und manchmal ist es auch gut, sich für die Chancen zu entscheiden, die sich auf dem neuen Weg ergeben. Denn manche Chancen bekommt man nur einmal und sollte sie nutzen um voran zu kommen.

Wir können das Ende des Weges nicht sehen und müssen trotzdem weiterlaufen. So ist das Leben, so wird es immer sein. Wir können nur ehrlich zu uns selbst sein und hoffen, dass wir am Ende die richtige Entscheidung getroffen haben. Und am Ende mit dem Weg, den wir gelaufen sind, zufrieden sein. Denn er ist unser Leben. 

Danke fürs Lesen!
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