Sonntag, 30. Mai 2010

Die Kunst des Entspannens

Wie schon in den letzten Beitragen immer wieder erwähnt: Ich muss in den anstehenden nächsten drei Wochen Klausuren schreiben, um mein zweites Semester zu beschließen. Deswegen lerne ich. Viel. Schon seit gefühlten zwanzig Wochen – in Wirklichkeit sind es wohl knapp drei. Ich hasse es für Klausuren zu lernen, weil man dann immer alles lernen muss, da es kaum eine Eingrenzung gibt, was dran kommen könnte und man erst in der Klausur selbst weiß, ob man das Richtige gelernt hat oder nicht. Super nervig. Ich bin eher der Hausarbeiten-Mensch. Da kann ich mir meine Zeit wenigstens einteilen und kann Sachen überarbeiten und gegenlesen lassen. Das finde ich richtig klasse und freue mich deswegen auch schon sehr auf das dritte Semester in dem ich dann zwei Hausarbeiten schreiben darf und nur noch ein bis zwei Klausuren (dieses Semester waren es vier).

Wie auch immer. Ich lerne. Und obwohl ich die Bibliothek so hoch gelobt habe, lerne ich jetzt wieder zu Hause, weil die Bibliothek einfach viel zu voll ist, da jetzt alle Studenten lernen. Und sich um einen Arbeitsplatz zu kloppen ist mir dann auch zu doof.

Eigentlich ist das Lernen auch nicht so schlimm. Schlimm ist eher die Tatsache, nicht mehr richtig zu Entspannen, weil man die ganze Zeit irgendwas „im Nacken hat“ - also an die Lernerei denkt und was man noch nicht kann und was noch gemacht werden muss und wie wenig Zeit man noch hat und so weiter. Also steh ich morgens auf, mach mir meine Erdbeer-Haferflocken, wusel ein bisschen im Internet und fange dann an irgendwas zusammenzufassen oder zu lesen oder ähnliches. Das zieht sich dann den ganzen Tag hin mit diversen Unterbrechungen. Internet – ICQ – Kochen – Einkaufen – Uni – telefonieren – spülen – aufräumen – Serien gucken. Okay, das klingt jetzt so, als würde ich gar nicht lernen.. ;) Aber ich habe ja nicht immer alle Unterbrechungen an einem Tag. Fakt ist, und darauf will ich hinaus, ich lerne den ganzen Tag oder versuche es zumindest bis die Sonne untergeht (falls sie da war) und ich müde ins Bett gehe.
Schlafen ist eine Form von Entspannung, aber keine sehr bewusste, weil man manchmal einfach schlafen MUSS um wieder zu Kräften zu kommen.
Bewusste Entspannung finde ich sehr schwer. Ich halt nicht so viel von Yoga oder Sport (letzteres finde ich völligst Unentspannend..) und Meditieren führt bei mir meistens zum Schlafen und das habe ich ja eben schon ausgeführt.
Dann bleiben noch so Dinge wie Lesen (dabei schlafe ich in letzter Zeit auch gerne ein, außerdem muss ich für die Uni immer schon eine Menge lesen), Musik machen (fällt mir immer erst zu so Uhrzeiten ein, an denen es wohl unter Lärmbelästigung meiner lieben Hausmitbewohner fallen würde), Aufräumen (fehlt mir die Motivation zu) oder Puzzeln (hab mir extra welche von meinen Eltern mitgenommen, nicht so spannend wie gedacht) oder halt auch bloggen (hey, schon 5 Einträge im Mai!!).
Schreiben entspannt mich eigentlich immer sehr, weil mein Gehirn dann etwas entlastet wird von ein paar wichtigen oder unwichtigen Gedankengängen. Aber da sitze ich dann auch wieder eine Weile vorm PC – was mindestens für meine Augen NICHT entspannend ist. Auch ein Grund dafür, dass ich beim Filme gucken eigentlich überhaupt keine Entspannung finde. Schade eigentlich.

Nachdem ich heute echt hart an den letzten beiden Soziologiesitzungen gesessen habe und verzweifelt versucht habe in mir ein Interesse für Arbeitsmarktstrukturen und Arbeitsmarktmechanismen zu entwickeln und mir irgendwann sogar ein Ultimatum gestellt hab, bis wann ich mit dem Mist fertig sein soll (was nicht geklappt hat -.-), habe ich irgendwann so um 20 Uhr beschlossen die Uni Uni sein zu lassen. Und ich hab etwas für mich seeehr entspannendes gemacht: Ich hab mir meine Haare gefärbt. Ich färbe mir meine Haare seit einigen Jahren und habe dabei wohl ein paar Chamäleon-Gene in mir. Früher war Haarefärben oftmals mit größeren Events verbunden. Heute entspannt es mich. Aber keine Sorge – ich färbe mir deswegen nicht einmal in der Woche die Haare..

Was ich eigentlich loswerden wollte: Entspannung ist wichtig.
Und der Mensch neigt dazu Dinge zu tun, von denen er glaubt, dass sie ihn entspannen (wie bei mir Filme gucken), die ihn aber eigentlich nicht entspannen. Und deswegen ist es wichtig mal ein wenig zu forschen, was einen wirklich entspannt. Damit man mal richtig zur Ruhe kommt. Und das nicht nur im Schlaf.

entspannte Grüße von Anna.

Freitag, 28. Mai 2010

Meldepflicht

Letztes habe ich mal länger darüber Gedanken gemacht, was mein Leben ausmacht und auch, was ich eigentlich alles so in meinem Leben mache. Dabei bin ich zu folgender Erkenntnis gekommen: Manchmal habe ich das Gefühl, dass Internet frisst mein Leben auf.
Nicht wie ein großes Monster, dass einmal seinen Schlund aufreißt und alles ist weg. Eher wie.. irgendein kleines Tier, dass jeden Tag kommt und etwas frisst und man bekommt es gar nicht so sehr mit – erst, wenn wichtige Dinge angefressen oder sogar weggefressen wurden.
Das Internet ist unheimlich praktisch. Ich kann fast alle Dinge für die Uni über das Internet regeln, kann wichtige und unwichtige Dinge bei irgendwelchen Versandhäusern bestellen, kann meine Gedanken veröffentlichen – so wie jetzt. Das einzige was dabei vielleicht angefressen wird, ist der Einzelhandel und mein täglicher Bewegungsbedarf.
Aber etwas, was mir zur Zeit jeden Tag mehr auffällt ist, dass das Internet meine sozialen Kontakte auffrisst. Und zwar beständig und großflächig.

Eigentlich ist das paradox, schließlich gibt es Chatprogramme wie ICQ und Soziale Netzwerke wie studivz und facebook, damit man mit vielen Menschen immer und fast überall in Kontakt bleiben kann. Es ist viel einfacher eine Email zu schreiben, als einen Brief, der eine Briefmarke und einen Gang zum Briefkasten benötigt, um an sein Ziel zu kommen. Es ist auch manchmal viel einfacher mit jemanden eben übers ICQ zu schreiben, als anzurufen. Vielleicht, weil man sich schriftlich besser ausdrücken kann oder weil man sich am Telefon zu schnell verquatscht oder weil man eh schon am PC sitzt und so seine anderen Tätigkeiten nebenher fortführen kann. Demnach müsste das Internet dazu führen, dass man täglich mit vielen Menschen auf der ganzen Welt im Kontakt ist und sich regelmäßig bei den Menschen meldet, die einem wichtig sind.

Aber das passiert nicht und ich merke, dass eher das Gegenteil der Fall ist. Kontakt zu den Menschen zu halten, die ich nicht immer mal wieder im echten Leben sehe, benötigt Ausdauer. Die Möglichkeit, immer und überall erreichbar zu sein führt dazu, dass man sich nicht mehr meldet, weil man ja ein andern mal die Gelegenheit dazu hat. Man verliert sich aus den Augen, lebt sein Leben, das auch fernab vom Internet stattfindet und den Anteil, den man dann wieder in die virtuelle Welt investiert, ist wirklich gering im Vergleich zum restlichen Leben.
Ich merke oft, wenn ich mit Menschen kommuniziere, die ich eine Weile nicht mehr gesehen hab, dass man eine ganze Weile braucht, um sich gegenseitig wieder auf den neusten Stand zu bringen. Je mehr in der Zwischenzeit passiert ist, desto schwieriger wird es und desto eher meldet man sich dann einfach nicht, weil es mit zu viel Aufwand verbunden ist.
Ich generalisiere das alles, weil ich es bei mir erlebe und bei anderen Menschen beobachte.

Um Kontakte und Beziehungen zu anderen Menschen zu pflegen braucht man eigentlich eine Meldepflicht. Doch meistens ist es so, dass sich das Gegenüber nicht meldet und man denkt sich: „XY meldet sich auch überhaupt nicht mehr.“ und fühlt sich selbst vielleicht vergessen und meldet sich dann selbst auch nicht bei der anderen Person. Ein wahrer Teufelskreis, wie so oft bei menschlichem Verhalten. Wir gehen von Dingen aus, die niemand gesagt hat und meistens auch niemand so sagen würde, aber wir verhalten uns so.
Beziehungen gehen kaputt, Kontakte werden abgebrochen, weil sich keiner an die Meldepflicht der menschlichen Beziehungen erinnert.
Pflicht ist auch ein hartes Wort, weil es klingt, als würde man nicht aus freien Stücken handeln.
Aber manchmal tut Pflicht gut. Seit ich in Mannheim wohne, sehe ich meine Großeltern z.B. nur noch einmal im Monat. Sie sind schon reichlich alt und ich habe das Bedürfnis ihnen etwas gutes zu tun, was aber auf Grund der Entfernung nur selten möglich ist. Deswegen hab ich mir in meinen Terminkalender eine Notiz gemacht. Jeden Montag steht drin: Oma anrufen. Klingt banal, aber es hat eine Weile gebraucht, bis ich mich daran gewöhnt habe. Inzwischen muss ich es mir nicht mehr aufschreiben, weil ich von selber dran denke und weiß, dass sie darauf warten, dass ich anrufe und sich sehr darüber freuen. Aber bevor ich das hinbekommen habe, musste ich mich erst einmal „verpflichten“ und mich selbst daran erinnern.
Und ich sollte mich wohl auch bei einer Reihe anderer Menschen, die mir wichtig sind, verpflichten mich regelmäßig zu melden.
Denn ich glaube, wir verlernen es, weil wir immer und überall erreichbar sind und dabei ganz vergessen uns wirklich gegenseitig zu ERREICHEN.

Danke fürs lesen.

Dienstag, 25. Mai 2010

Ohne Preis kein Fleiß!

Heute ist ein richtiger Sommertag gewesen. Und abschließend gab es ein schönes Gewitter und jetzt ist riecht die Luft nach frischen Regen. Ich sitze grade am offenen Fenster auf meiner Heizung-Fensterbank und werde von den an der Ampel vor meinem Fenster wartenden Passanten begutachtet. Aber die gute Luft will ich mir nicht entgehen lassen. Ich habe heute den ganzen Tag gelernt, weshalb ich mich jetzt eigentlich mal von meinem Laptop lösen sollte. Aber das gelingt mir irgendwie nicht. Deswegen lass ich mal wieder ein paar Gedanken frei, die ich schon seit ein paar Tagen im Kopf habe. Viel Spaß beim betrachten!


In meinen akuten Lernphasen merke ich es immer wieder: Ohne Preis kein Fleiß. Wenn man weiß, dass man für eine Veranstaltung keinen Schein bekommt oder weiß, dass die Note der Klausur nicht in die Endnote des Abschluss eingeht, neigt der grundsätzlich faule Student dazu, nicht viel seiner Zeit und seiner Motivation in diese Angelegenheit zu stecken. Der Fleiß tritt erst auf, wenn man weiß, dass es um etwas geht. Auch ein Grund, weshalb sich meine Schulnoten erst in der 12. und 13. Klasse um einiges gebessert haben, da ging es eben ums Abitur. Und jeder weiß: Nicht fürs Leben, für die Schule lernen wir. Man weiß mit seiner Zeit besseres anzufangen, wenn kein Preis in Aussicht steht.
Ich habe länger über diese Satzumkehrung von „ohne Fleiß kein Preis“ zu „ohne Preis kein Fleiß“ nachgedacht. Und ich denke, so gut wie alles was wir tun in unserem Leben, tun wir, weil wir einen Preis bekommen. Und das nicht nur in Form von guten Noten und Scheinen.

Ich weiß, dass ich viele Dinge in meinem Leben für den Preis „Anerkennung“ mache. Wenn ich weiß, dass ich für etwas Anerkennung bekomme, dann werde ich fleißig. Und wenn ich etwas „nur für mich“ mache, dann fehlt es oftmals an Fleiß und Motivation.
Man macht sich quasi abhängig von dem Preis, der aussteht.
Und auch wenn ich weiß, dass es wohl was Natürliches hat und ich es, wie gesagt, auch von mir selber weiß – frage ich mich doch, warum das so ist. Handelt der Mensch nur nach seiner Nutzenmaximierung (ich lerne zu viel für Soziologie..), sprich wobei er am meisten bei absahnen kann? Und warum macht man nicht auch VERMEHRT (denn manchmal macht man das wohl schon) Dinge, für die es keinen Preis gibt? Oder strengt sich für die genauso an?

Gut, beim Studium muss ich immer mal schauen, wo ich wie viel Zeit investiere, aber auch außerhalb davon gibt es bestimmt Dinge, die man tun könnte. Mir fehlt ein prägnantes Beispiel. Aber den Gedanken fand ich trotzdem sehr wichtig.

Mittwoch, 19. Mai 2010

Wie im Film.

Manchmal denkt oder wünscht man sich, dass Leben sei wie ein Film. Meistens denkt man dass, wenn man sich in einer Situation befindet, die perfekt erscheint. Und man sagt, man sei im falschen Film, wenn die Dinge nicht so verlaufen, wie man es sich erwünscht.

Ich versetze mich gerne in Filme und in ihre Protagonisten und manchmal passiert es, dass ich die Redeweisen übernehme (besonders gerne bei Jane-Austen-Filmen) oder dass die Stimmen der Schauspieler mein Leben kommentieren. Und manchmal wünsche ich mir, dass mir Dinge passieren, wie im Film oder wahlweise in der Serie.
So wünscht man sich manchmal eine Freundschaft wie zwischen Meredith und Christina in Grey's Anatomy oder einen spannenden Job, wie ihn Dr. House hat. Oder aber man erwünscht sich eine Liebeserklärung, wie J.D. sie an Elliot in der 8.Staffel von Scrubs richtet. (Ja, ich weiß, ich gucke zu viele amerikanische Arztserien.)

Doch selten kommen die Dinge so, wie man sie sich erwünscht. Und noch seltener kommen sie so, wie man sie im Film sieht. Denn auch wenn Filme teilweise den Anspruch haben, dass Leben widerzuspiegeln, tun sie es dennoch nur so bruchstückhaft, dass man vom eigenen Leben enttäuscht sein kann, wenn man es mit den fiktionalen Darstellungen vergleicht.
Selbst wenn im Film selbst gesagt wird, das Leben sei nicht wie im Film oder wie in einer Serie, nimmt man es doch immer mal wieder so wahr.

Und in der Realität leben wir ein Leben, dass wir nicht verfilmen würden, weil es zu unspektakulär, zu einseitig oder zu traurig ist. Sicherlich nicht immer, aber streckenweise wohl schon.

Ich weiß nicht, wieviele dramaturgische Entscheidungen man in seinem Leben treffen kann, weil viele Dinge um uns herum schon festgelegt sind und man nur bedingt den ganzen Plot der Weltgeschichte ändern kann.
Aber ich glaube, dass man alle Energie in seine Rolle legen kann. Dass man selbst zum Protagonisten seines eigenen Films werden kann. Und am Protagonisten liegt oft die meiste Qualität des Films. Wenn man sein Rolle ohne Bedacht und Leidenschaft spielt, wird der Lebensfilm wohl eher langweilig.

So könnte man sich am Ende eines Tages fragen:
Wenn heute ein Drehtag meines eigenen Lebensfilm gewesen wäre, wäre ich zufrieden mit meiner Rolle? Was könnte ich an meinem Charakter verändern? Wäre ich zufrieden mit dem Zusammenspiel mit den anderen Charakteren? Und könnte ein Zuschauer erkennen, welche Aussage mein Film hat? Hat er überhaupt eine?

Auch wenn die Welt um uns herum grau ist, können wir mit unserem Dasein etwas Farbe ins Spiel bringen.

Danke fürs lesen.

Sonntag, 16. Mai 2010

Das normale Leben

Mich schrieb soeben eine Freundin im ICQ an und schickte mir den Link zu ihrem Blog. Eine schöne Sache. Ich halte mich gerne in den Gedankengängen anderer Menschen auf, vor allem die der Menschen, die mir wichtig sind, und betrachte ihre Eindrücke und Ausführungen. Sie bekundete mir, dass sie es schade fände, dass in meiner Gedankengalerie keine neuen Gemälde hängen, sie würde öfters vorbeischauen und nur auf schon bekanntes, schon betrachtetes stoßen. Und da ist sie vermutlich nicht die einzige, die das feststellt.
Also komme ich auch mal wieder hier hin, in meinen Gedankenflug. Ich habe genug Grund zum Schreiben, mein Gehirn drohte in den letzten Tagen und Wochen immer mal wieder zu explodieren. Aber ich habe es dann doch nicht gemacht und meine überschüssigen Gedanken anderweitig kompensiert.

Letztens habe ich mir die Frage gestellt, warum ich besonders in Zeiten, in denen ich eigentlich am wenigsten Zeit habe, so viele Gedanken habe, so viele Ideen, so viele Innovationen. Denn ich befinde mich im Moment mal wieder in einer Lernphase, da ich Anfang Juni meine Klausuren schreibe, mit denen ich mein zweites Semester beenden werde (Ja, Mannheim hat immer noch als einzige Uni deutschlandweit andere Semesterzeiten.) und für die will ordentlich gelernt sein.
Deswegen verbringe ich neuerdings einige Zeit in der Woche in der Universitätsbibliothek. Ich liebe Bibliotheken. Genauso wie ich Kirchen liebe. Und das nicht wegen meines Glaubens (dafür brauch ich keine Gebäude) – sondern wegen der unendlich wertvollen STILLE, die dort zu finden ist. Die Stille in Kirchen ist vielleicht etwas konstanter, als in der Bibliothek, in der immer wieder gerne mal jemand hustet, flüstert, tippt, flucht, seufzt, stolpert oder schnarcht. Wobei das alles theoretisch auch in der Kirche vorkommen mag. (Hier sei erwähnt, dass ich grade an nicht-gottesdienst-kirchen-unter-der-woche denke) Ja, also ich liebe Bibliotheken wegen ihrer Stille. Zudem kann ich da mehrere Stunden am Stück konzentriert arbeiten, was momentan auch nötig ist, damit ich alles gelernt bekomme bis Anfang Juni.
Diese Ruhe habe ich zu Hause, in meiner kleinen Wohnung nicht immer oder eigentlich nie. Meine Fenster gehen zur Hauptverkehrsstraße raus, ich höre die Nachbarn im Hausflur und die Menschen auf der Straße. Sogar nachts. Gestern Nacht haben sich zwei Männer auf der Straße gestritten. Oder diskutiert. Sagen wir, erregt diskutiert. Ich habe jedes Wort durch geschlossene Fenster verstanden, soweit es der Dialekt zu ließ. So habe ich inzwischen auch die Erfindung der Ohropax entdeckt – jedoch nur zeitweilig als gut befunden.
Die meiste meiner Zeit verbringe ich wohl mit lernen und schlafen und essen und telefonieren, wenn man den Gang zur Uni auch zum lernen rechnet. Zwar muss ich mir immer wieder sagen lassen, dass es wesentlich lernintensivere Studiengänge gibt, aber mir reicht auch, was ich habe.

Und so freue ich mich auf den Sommer, in dem ich auf 2 Hochzeiten tanzen und auf einem LARP (Live Action Role Play) leben werde und hoffentlich ein paar Schritte in Richtung Zukunft gehen kann.

Vielleicht kann ich euch über all das am laufen halten. Jetzt werde ich mich noch ein wenig mit Migrationstheorien beschäftigen.

Habt eine gute Woche!

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