Mittwoch, 30. März 2011

Melancholie.

Es ist die Wahrheit,
die wir nicht hören wollen.
Es ist die Realität,
die wir nicht sehen wollen.
Es ist der Schmerz,
den wir nicht fühlen wollen.

Wir laufen,
laufen in die Dunkelheit,
die uns eigentlich Angst macht.
Wir laufen,
laufen in die Stille,
die uns eigentlich Angst macht.
Weil wir meinen,
Licht und Lärm sind nicht mehr
zu ertragen.
Weil wir glauben,
Dunkelheit und Stille gibt uns das
wonach wir uns sehnen.
Und am Ende
bleiben wir doch nur allein
und fürchten uns.

Dienstag, 29. März 2011

Entwöhnungskur

An viele Dinge im Leben gewöhnt man sich. An Musik, an Menschen, an Lebensumstände, an Gefühlszustände. Aber die Gewöhnung bedeutet nicht immer gleichzeitig, dass wir diese Dinge besonders mögen. Oder dass sie uns gut tun. Und selbst wenn wir die Musik mögen, die Menschen lieben, das Gefühl sich gut anfühlt, ist es nicht immer so sinnvoll sich damit zuzudröhnen.

Dann ist es manchmal nötig Abstand zu nehmen. Das geht natürlich nicht automatisch. In den seltensten Fällen kann man von heute auf morgen den Kontakt zu einer Person abbrechen oder sich von Gefühlen lösen und sich nach neuer Musik umzuschauen. Und Lebensumstände lassen sich am aller wenigsten spontan verändern. Aber man kann sich entwöhnen und manchmal ist das nötig, um die Dinge irgendwann mal wieder genießen zu können.

Ich habe heute ein Album wieder gefunden, dass ich sehr lange nicht gehört habe, mehr oder weniger bewusst. Eine Zeit lang, als es mir überhaupt nicht gut ging, habe ich diese Musik Tag und Nacht gehört und Kraft daraus gezogen. Als die schwere Zeit jedoch vorbei war und ich diese Musik hörte, brachte sie jedes Mal die schmerzhaften Erinnerungen wieder mit. Ich hatte mich an die Musik in Verbindungen mit den negativen Gefühlen gewöhnt. Und jetzt löste die Musik wieder die gleichen Gefühle aus, auch wenn sich alle Umstände geändert hatten.

Nachdem ich die Musik bestimmt ein Jahr oder länger nicht mehr gehört habe, war sie heute für mich wie eine Neuentdeckung. Und es hat mir gefallen. Und die traurigen Gefühle waren nichts im Vergleich zu den neuen Gefühlen und Gedanken, die mir zu der Musik kamen.

Abstand kann dazu führen, dass wir von angewöhnten Gefühlen und Gedanken weg kommen und Dinge neu entdecken können. Und das funktioniert auch bei Menschen. Nicht immer, aber manchmal. Wenn man Abstand von einander nimmt, (negative) Gefühle und Gedanken abklingen lässt, neue Erfahrungen macht, andere Umstände sich ergeben, dann kann man sich wieder finden und neu entdecken und vielleicht sogar wieder zu einander finden.

Das schwere daran ist wohl nur, die Gewöhnung abzulegen.Und sich einzugestehen, dass einem manches zur Zeit nicht gut tut. Und darauf zu hoffen, dass es vielleicht irgendwann nochmal einen Zeitpunkt gibt, wo man sich wieder zuhören und vertrauen und respektieren kann und miteinander lachen will.

„Denn das Leben geht weiter. Bleib nicht stehen, geh mit ihm!“

Danke fürs Lesen!

Freitag, 25. März 2011

Durch den Wind.

Der Wind schlägt dir ins Gesicht
und du glaubst, du siehst es nicht.

Das Ziel, auf das wir zulaufen, scheint
bewacht zu sein von einem Feind.

Er will uns in die andere Richtung wehen,
damit wir unser Ziel nicht mehr sehen.

Mach die Augen zu und lauf weiter
Am Horizont wird es wieder heiter.

Lauf weiter auch wenn du nichts siehst,
es ist unser Herz, dass uns zieht.

Unser Herz trägt uns durch den Wind,
wenn wir nur glauben wie ein Kind.

 A. Buddeberg


Danke fürs Lesen.

Mittwoch, 23. März 2011

Freunde bleiben.

Ich habe versucht "Fast Perfekt" weiter zu schreiben, leider nicht zu meiner Zufriedenheit. Deswegen heute eine neue Kurzgeschichte. Bei Interesse könnte ich sie auch fortführen. Also gebt mir ein Zeichen ;)

„Man, wir haben uns ja auch lange nicht mehr gesehen!“, schrie er in mein Ohr und haute mir ein wenig zu fest mit der Hand auf den Rücken. Ich grinste nur, hob meine Bierflasche und prostete ihm zu. Er erwiderte es mit der seinigen und fing an im Rhythmus der unglaublich lauten Musik von einem Fuß auf den anderen zu wippen. Sein Blick schweifte durch den Raum und ich sah ihn an. Er hatte sich nicht sonderlich verändert. Seine Haare waren ein bisschen ordentlicher gekämmt und an den Wangen konnte man den Schatten eines Bartes erkennen. Nur seine Klamotten sahen anders aus. Völlig anders. Und ich schmunzelte, denn ich wusste, dass er damals so etwas niemals angezogen hätte und jeder, der sich so kleidete, Opfer seiner verbalen Ausbrüche geworden wäre. Die Zeiten ändern sich.
Sein Blick traf mich, als er aufhörte die Menge an Menschen um uns herum auf dieser Party zu betrachten. Er grinste. Breit und frech. Und ich spürte, wie ich rot wurde ohne zu wissen, warum. „Bis später.“, brüllte er und deutete mit der Bierflasche auf eine Traube von Menschen, die ein paar Meter von uns entfernt standen und alle ähnliche Klamotten trugen wie er. 

Ich drängt mich durch die tanzende Menschenmenge in Richtung Terrasse. In der Hoffnung, dort ein bisschen frische Luft und Abstand von dem Musiklärm zu finden, drängt ich mich durch die Gruppe der rauchenden Gäste, die, wie Pinguine dicht nebeneinander gedrängt, möglichst nahe an der Terrassentür standen, um beim Rauchen nicht von der Party drinnen abschnitten zu sein. Ich setzte mich auf die kleine Treppe, die in den Garten führte, wo sich erstaunlicher Weise noch niemand niedergelassen hatte. Ich nahm einen Schluck von dem Bier, betrachtete dann das Etikett und ließ meinen Blick über den dunklen Garten schweifen. Nachdem sich meine Augen etwas an die Dunkelheit gewöhnt hatten, erkannte ich im hinteren Teil des Gartens die Silhouetten eines knutschenden Pärchens. Wie romantisch. Ich seufzte. 

Mein Rücken zog immer noch an der Stelle, auf die Lukas aus freundschaftlich gemeinter Geste drauf gehauen hatte. Es war kein wirklicher Schmerz, aber es war dennoch zu spüren. Es war ungefähr genauso undefinierbar an wie das Gefühl, dass sich in meinem Bauch und auch in meinem Herzen gerade breit machte. „Ihr seid meine wirklichen Freunde. Keiner kennt mich so gut wie ihr, wie soll ich das aushalten, wenn wir uns nicht mehr jeden Tag sehen?“ Ich erinnerte mich an seine Worte so genau, obwohl sie in einer sehr alkoholreichen Nacht gesprochen wurden. Ich hatte immer gedacht, dass wir Freunde bleiben. Wirklich. Wirkliche Freunde. Egal was passiert. Auch wenn wir uns in letzter Zeit nicht mehr gesehen hatten, waren da immer noch Freundschaftsgefühle für ihn in meinem Herzen aufbewahrt. Aber die schienen genau in diesem Moment aus mir zu entweichen, wie die Luft aus einem Ballon, wenn man ihn nicht zu knotet und loslässt. Da war nichts mehr von dem zwischen uns, auf das wir früher so Stolz gewesen waren. Da war kein wortloses Verständnis. Da war noch nicht mal mehr Interesse. Oder bildete ich mir das nur ein? Wollte er vielleicht „später“ mit mir wirklich noch reden und sich für mich interessieren und sich über das Leben austauschen und die Vergangenheit auffrischen? 

Das Pärchen aus der Dämmerung schlenderte nun händchenhaltend auf die Terrasse zu, stiegen an mir vorbei die Treppe hoch und drängten sich durch die rauchenden Pinguine. Ich hatte nie irgendein romantisches Interesse gehabt an Lukas. Aber es kränkte mich, dass das Freundschaftsgefühl weg war. Vor allem hatte ich das Gefühl, dass ich die ganze Zeit versucht hatte, die Luft im Ballon zu halten und er ihn jetzt einfach losgelassen hatte. Ich blickte zum Himmel, aber konnte keine Sterne entdecken. Vielleicht waren zu viele Wolken davor oder das Licht von drinnen war zu hell. Mein Blickwinkel ließ mich nichts schönes sehen.
Ich trank mein Bier aus, stand auf und gesellte mich zu den Pinguinen. 

Danke fürs Lesen!

Dienstag, 22. März 2011

Lass es raus

Wie ihr merkt, schreibe ich in diesem Monat wieder ein bisschen mehr als in dem vorangegangen. Das Schreiben und auch das Bloggen ist für mich wie ein Ventil. Fertig gedachte Gedanken, abgeschlossene Gefühle und manchmal sogar durchdachte Meinungen, die in meinem Hirn eigentlich nur Platz wegnehmen werden „aussortiert“, rausgeholt, festgehalten und veröffentlicht.

Ich weiß, dass meine Gedanken zum Schreibprozesse übermäßig metaphorisch und auch vom physischen Verlauf her sicherlich nicht haltbar sind. Ich habe vor Jahren mal eine Geschichte mit dem Titel „Gedankenkiste“ geschrieben, die das ziemlich klar darstellt. Gedanken sind für mich kleine „Wesen“ - nicht Gnome, Muklas oder Bakterien. Aber in meiner Vorstellung sind sie irgendwie klein und wuselig und haben vor allem jeder eine eigene Persönlichkeit – so wie Gedanken sehr individuell sein könne. Diese kleinen Gedanken leben in meinem Gehirn vor sich hin und ab und an werden welche laut, wollen Aufmerksamkeit und Nahrung, wollen sich mit anderen Gedanken verbünden, wollen groß und stark werden und ihren Freiraum. Wenn man es sehr platt sagen will, kommen die Gedanken in die Pubertät... Und wenn ich mich dann auf sie einlasse und mich mit ihnen befasse, dann wachsen und gedeihen sie und sind irgendwann fertig gedacht, quasi „erwachsen“, und dürfen raus in und auf die Welt des Papiers, der Word-Dokumente und in den Blog. Einige Gedanken brauchen länger, einige sind schnell groß. Manche brauchen zusätzliche Gedanken, andere sind alleine ganz zufrieden.

Und manchmal werden sie „erwachsen“ ohne das ich es mitbekomme. Zum Beispiel ist die Kurzgeschichte „Fast Perfekt“ in einer wahrhaftigen Nacht und Nebelaktion entstanden. Der Gedanke kam, als ich schlafen wollte und sollte und ließ mich nicht mehr los und ich fing an zu schreiben und innerhalb von eineinhalb Stunden war die Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes aus mir „heraus geflossen“.

Warum ich das alles erzähle? Letztens sagte ich einer Freundin, die sich über Gedankenchaos beklagte folgende Worte: WRITE IT DOWN. Schreib es auf. Lass es raus. Es gibt immer Gedanken, die fertig gedacht sind aber trotzdem nochmal festgehalten werden sollten.
Ich weiß, nicht jeder schreibt so gerne, wie ich es tue. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass es manchmal wirklich erleichternd ist, sich von Gedanken zu lösen in dem man sie aufschreibt. Oder meinetwegen auch nur ausspricht. Man muss ja nicht alles veröffentlichen, schon gar nicht im Internet. Tu ich auch nicht. Aber Schreiben bringt soviel Ordnung. Und gleichzeitig kann man es aufbewahren, wenn man meint, ein Gedanke sei das wert.

Ich kenne eine Menge Menschen, die eine Menge an Gedanken mit sich herumtragen, die längst zu Ende gedacht sind und die durch ihren weiteren Aufenthalt im Hirn Platz für neue Gedanken wegnehmen und immer wieder nach Aufmerksamkeit suchen, weil sie eigentlich raus wollen.

Dies soll kein Plädoyer fürs bloggen sein.
Aber Schreiben ist gesund. Finde ich. :)

Danke fürs Lesen!

Sonntag, 13. März 2011

Sprachlosigkeit

Ich hab eine Weile überlegt, ob ich mich zu dem aktuellen Weltgeschehen, der Umwelt- und Nichtumweltkatastrophe in Japan äußern soll. Es fällt mir nicht leicht und das aus einem einzigen Grund: Es verschlägt mir einfach die Sprache. Ich finde keine Worte dafür und mein Gehirn ist maßlos überfordert. Ganz nach dem Motto: Was kann man da noch sagen?

Es passieren immer wieder Dinge, die einen überwältigen, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Aber wenn man für die positiven Dinge keine Worte findet, dann freut man sich einfach. Und wenn man für die negativen Dinge keine Worte findet, dann.. ja dann was? Ist man einfach traurig? Ich befürchte eher nicht. Ich glaube, man kommt schnell dorthin, die schlimmen und furchtbaren und schrecklichen und traurigen und erschütternden Ereignisse zu verdrängen und wegzuschieben. Oftmals sind sie viel zu riesig um in unseren kleinen, strukturierten Alltag rein zu passen. Und wenn es dann noch Ereignisse sind, die „so weit weg“ sind wie Japan oder auch die Aufstände in Libyen oder ähnliches, dann ist es nicht so einfach, einfach mal traurig zu sein, auch wenn man keine Worte findet.

Und das gilt auch für alle anderen schrecklichen Dinge die in unserem Leben passieren können, wie Krankheit und Tod. Man ist erschüttert. Von tiefstem Herzen aus. Aber was kann man tun? Das Leben geht doch weiter, oder etwa nicht?

Natürlich geht das Leben weiter. Manchmal erstaunlicherweise. Und ich kann auch nicht sagen, wie richtig oder falsch es ist, seinen Alltag weiter zumachen oder sich darin zu verkriechen. Ich bin auch immer wieder erstaunt darüber, wie Menschen all das, was in dieser Welt geschieht überhaupt ertragen können. Ertragen oder erdulden. Denn es geht immer irgendwie weiter.

Ich muss dabei an das Lied „Letzter Tag“ von Herbert Grönemeyer denken, welches mit folgenden Fragen beginnt:
Weiß man wie oft ein Herz brechen kann?
Wie viel Sinne hat der Wahn?
Lohnen sich Gefühle?
Wie viele Tränen passen in einen Kanal?
Leben wir noch mal?
Warum wacht man auf?
Was heilt die Zeit?

Letztendlich kann ich nur auf eines zurückkommen und das ist Gott, der wie ein starker Fels in der Brandung in all diesen fürchterlichen Dingen steht und meine und deine einzige Hoffnung im Leben und danach ist. Dadurch wird vielleicht die Trauer, der Schmerz und die Angst nicht auf den ersten Blick weniger. Aber am Ende bringt er uns mehr. Und gibt uns Hoffnung auch wenn wir keine mehr sehen.

Das Leben ist manchmal sehr, sehr hart und oftmals erscheinen uns viele Dinge ungerecht. Aber Gottes Liebe zu uns ist stärker und viel größer als alles, was uns einschüchtert.

Das einzige was wir tun müssen, ist ihm uns und unser Leben anzuvertrauen. Das ist eigentlich nicht viel, im Vergleich dessen was er uns gibt und was uns in der Welt alles passieren kann.


Danke fürs Lesen.

Mittwoch, 9. März 2011

Und einmal ohne bitte.

Heute ist Aschermittwoch und darüber kann man froh und traurig sein. Diejenigen, die die letzten Tage ordentlich auf den Putz gehauen haben, sind wohl beides: Traurig, weil es vorbei ist und froh, dass sie sich von der Feierei erholen können. Alle Nonkarnevalisten sind sicherlich erleichtert, wenn das närrische Treiben ein Ende hat. So wie ich auch.

Mit dem Aschermittwoch beginnt jedoch eigentlich auch die Fastenzeit. Sieben Wochen bzw. vierzig Tage ist sie lang und endet mit dem Osterfest. Diese zeitliche Einteilung ist angelehnt an die vierzig Tage, die Jesus in der Wüste verbracht hat, bevor er drei Jahre durchs Land gezogen ist. In dieser Zeit hat er gefastet und gebetet und sich vorbereitet. Die vierzig Tage vor Ostern dienen somit auch zur Vorbereitung auf das Osterfest. In der christlichen Tradition geht es beim Fasten eigentlich in erster Linie um den Verzicht auf Fleisch. Viele Menschen, die diese Fastenzeit heute noch ausleben, verzichten dabei aber auch gerne auf „alternative“ Genußmittel wie Süßigkeiten oder Alkohol.

Ich habe noch nie in meinem Leben gefastet und hab auch eigentlich nie so viel davon gehalten. Warum auf irgendwelche Lebensmittel verzichten bis Ostern? Was hat das miteinander zu tun?
Doch dann habe ich mal länger darüber nachgedacht, was eigentlich der Sinn vom Fasten ist. Und ich bin auf den Gedanken gekommen, dass es wohl vor allem darum geht, sich auf das wesentliche zu konzentrieren und zu beschränken. Und dann hab ich mich gefragt, womit ich denn meine Zeit am sinnlosesten verbringe, also was in meinem Alltag wirklich nicht zu den wesentlichen Dingen gehört und was mich vielleicht sogar mehr belastet, als das es mir hilft oder mich sogar weiter bringt. Das Internet wäre sicherlich an erster Stelle zu nennen, aber 40 Tage völlig ohne Internet sind nicht machbar. 40 Tage ohne Facebook? Eine Herausforderung, aber das kann ich auch so einschränken, ohne ganz darauf zu verzichten.

Aber worauf ich verzichten kann, auch wenn es durch die Macht der Gewohnheit sicherlich nicht einfach wird, sind diverse Serien die ich gucke (natürlich nie alle gleichzeitig, aber trotzdem geht unendlich viel Zeit dabei drauf). Angefangen mit einer meiner liebsten Serien SCRUBS, über DR. HOUSE und GREYS ANATOMY bis hin zu HOW I MET YOUR MOTHER und natürlich nicht zu vergessen STARGATE in allen Variationen. Und das sind nur die „Standardserien“. THE MENTALIST, LIE TO ME und GILMORE GIRLS stehen auch sehr hoch im Kurs und wenn mir sehr langweilig ist kann es auch 90210 oder GOSSIP GIRL werden. Wenn man das so aufschreibt, kann man fast anfangen sich zu schämen... Also der Plan ist: Serien fasten. Bis Ostern.

Und warum und was ist das Alternativprogramm und gibt es Ausnahmen?

Weil ich gerne sehen möchte, wie es mir geht, wenn ich diesen Zeitfresser nicht mehr in meinem Alltag habe und meine Gehirnkapazitäten mit irgendwelchen mehr oder weniger dramatischen Geschichten belege.
Wie das Alternativprogramm aussieht, ist mir noch nicht so ganz klar. In erster Linie werde ich versuchen, die Zeit für das wesentlichste in meinem Leben zu nutzen, nämlich für Gott. Das heißt im Klartext: Gebet, Bibel lesen, Lobpreis und vielleicht auch zusätzliche „passende“ Lektüre. Aber ich denke, da wird unterm Strich noch mehr Zeit übrig bleiben. Die möchte ich nutzen für Dinge, von denen ich sonst behaupte, ich hätte keine Zeit für sie. Ich werde eine Liste machen mit den Dingen, die ich alternativ tun kann, wenn die „Sehnsucht“ mal eben eine Folge Dr. House zu gucken zu groß wird.
Und Ausnahmen wird es sicherlich geben. Zum einen sind die Sonntage in der christlichen Fastenzeit eh als „fastenfrei“ angesehen. Außerdem ist es meine eigene Entscheidung, mit der ich niemand anderen „belasten“ oder einschränken möchte. Aber für mich und meinen Alltag werde ih es versuchen.

Ob das klappt? Ich weiß es nicht. Ich denke, ein Versuch ist es wert. Und eigentlich würde ich mir mehr Sorgen machen, wenn es nicht klappt. So eine „Abhängigkeit“ will man sich ja dann doch eigentlich nicht eingestehen.

Wenn es jemanden interessiert, werde ich vielleicht mal Zwischenberichte schreiben. In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Zeit bis Ostern, mit Fasten oder ohne.

Danke fürs Lesen.

Dienstag, 8. März 2011

Fast perfekt. Teil 2.

Den ersten Teil der Fortsetzungsgeschichte kannst du hier lesen.

„Wie lange fährt man?“, fragte er und schaute mich kurz an, um sich dann wieder seinen Turnschuhen zuzuwenden, die Furchen in den grauen Kies auf dem Weg zogen. „Mit dem Auto vier Stunden.“ Er lachte kurz und bitter und dieses Lachen tat mehr weh, als jeder Spruch es hätte tun können. „Und es gibt keine Chance, dass sie dich hier doch noch nehmen?“ - „Nicht in diesem Leben.“, antwortete ich, doch der Witz ging auf halber Strecke verloren und erreichte ihn nicht. „Und jetzt?“, fragte er seine Turnschuhe. Ich seufzte. Ich hatte gehofft, er würde mehr dazu sagen oder was anderes. „Keine Ahnung.“, sagte ich. „Nächste Woche Montag will Papa mit mir hinfahren und alles angucken und vielleicht auch schon ein paar Sachen mitnehmen. Die sind halt echt früh dran mit den Vorkursen. Aber die sind ja auch wichtig.“ Ich wusste, dass ich ihn mit Vernunft nicht trösten konnte. Wenn er überhaupt Trost brauchte, er sah einfach nur fassungslos aus.
Für das Zelten und die Sommerkinder blieb keine Zeit mehr, das war uns beiden klar. „Ich dachte, ich mach vielleicht 'ne Party am Freitag.“ - „Abschiedsparty?“ - „Ich weiß nicht. Irgendwie sowas. Ist halt jetzt alles anders.“

Er nickte und sah mich an. Direkt in die Augen und ohne die Absicht, sofort wieder wegzublicken. Es fühlte sich komisch an. Irgendwie ungewohnt und gleichzeitig vertraut. Mit seinem Blick wurde mir plötzlich klar, was ich alles zurücklassen würde. Tränen stiegen in meine Augen und ich hasste sie in diesem Augenblick. Ich wollte keine getrübte Sicht. Ich wollte alles ganz klar sehen: Meine Zukunft. Meine Pläne. Unsere Pläne. Ihn.
Er legte seinen Arm um mich und ich lies den Kopf auf seine Schulter sinken. Wir taten so etwas nicht oft. Eigentlich nur, wenn wir beide gut angetrunken und melancholisch waren. Angetrunken waren wir zwar in letzter Zeit oft gewesen, aber nie melancholisch.
Meine Tränen durchnässten sein T-Shirt an der Schulter und es war mir unangenehm, aber gleichzeitig tat es so gut in dieser Situation nah bei ihm zu sein und nicht alles nur mit gutgemeinten Sprüchen abzuhandeln.

Ich dachte darüber nach, was ihn dazu bewegt hatte, die körperliche Distanz, die sonst immer zwischen uns war, zu durchbrechen. Wir hatten uns schon immer gekabbelt, geboxt und uns gegenseitig die Haare verwuschelt. Aber eine gewisse Distanz war immer da gewesen und sie war auch natürlich, nicht erzwungen oder beabsichtigt. Aber diese Nähe jetzt war erzwungen. Oder beabsichtigt.
Und dann kam mir ein Gedanke, der mich trotz der warmen Sommerluft erschaudern ließ. Auf einmal war mir klar, warum es diese Nähe gab, warum ich weinte, warum es kein anderes Wort außer „Scheiße“ gab, dass auf all das passte.
Wir mussten uns entscheiden. Genau jetzt in diesem Moment. Seit drei Jahren waren wir befreundet, seit drei Jahren verbrachten wir total viel Zeit zusammen. Seit drei Jahren lebten wir einfach nebeneinander her und waren zufrieden damit. Und die Zukunft hätte so bleiben sollen. Locker und unverbindlich. Doch wenn ich jetzt wegziehen würde, dann müssten wir und entscheiden, wie unsere Freundschaft dazu steht. Dann mussten wir entscheiden, wie wir zueinander stehen. Wenn ich weg wäre, gäbe es keine Unverbindlichkeit mehr. Dann gäbe es nur noch ja oder nein. Leben oder Tod.

Alles, worüber wie in den letzten drei Jahren nie nachgedacht hatten, stand jetzt ganz klar vor uns. Und der Umstand, dass ich in seinem Arm lag, zeigte unser beider Entscheidung. Und ich wusste, dass es die falsche, schmerzhafte und aussichtslose Entscheidung war.

„Ich komm dich mindestens einmal im Monat besuchen.“, sagte er leise und lehnte seinen Kopf gegen meinen. „Das wirst du nicht.“, sagte ich genauso leise, auch wenn sich mein Herz etwas anders wünschte.

Danke fürs Lesen!

Sonntag, 6. März 2011

Fast perfekt. Teil 1.

Ich habe seit sehr langer Zeit mal wieder eine Kurzgeschichte geschrieben, die hier in zwei Teilen erscheinen wird. Dies hier ist der erste Teil:

„Scheiße.“, sagte er und ich nickte. Es gab kein Wort, dass diese Situation besser beschreiben könnte.

Wir saßen auf einer Bank im Schatten im Stadtpark. Das war eigentlich ein unpassender Ort, denn wir hatten noch nie hier zusammen gesessen. Als wir vor zwei Jahren in einem Anfall von guten Vorsätzen versucht hatten, regelmäßig zusammen joggen zu gehen, waren wir hier jedes Mal vorbei gekommen. Und jedes Mal schlug einer von uns beiden dem anderen vor, hier eine kurze Pause zu machen und immer verneinte derjenige, der nicht gefragt hatte. Wir wollten keine Schwäche zeigen. Beide nicht. Umso seltsamer war es nun dort zu sitzen und zu kapitulieren.

Der Sommer war ein guter dieses Jahr. Mehr Sonne als im vergangenem, aber keine drückende Hitze. Der Sommer war quasi perfekt für all das, was wir uns in den letzten drei Jahren vorgenommen hatten und was wir immer verschoben hatten. Schon vorletztes Jahr wollten wir am See zelten und letztes Jahr wollten wir mindestens eine Woche lang leben wie Sommerkinder: Jeden Tag grillen, Bier trinken und zwischendurch Fußball gucken oder schwimmen gehen und vor allem entspannen. Wir haben es nicht gemacht, warum auch immer. Dieser Sommer wäre perfekt für all das gewesen.

Vor einem Monat hatten wir unsere Abiturzeugnisse bekommen. Das große Ziel war endlich erreicht. Es wurde angemessen gefeiert, wir lagen uns in den Armen, sangen, tranken, tanzten und einige weinten. Wir weinten nicht. Wir wussten was kommt und es gab keinen Grund für Tränen.
Er hatte sich für den Zivildienst bei der freiwilligen Feuerwehr entschieden und ich hatte mich für einen Studienplatz an der Universität in unserer Stadt beworben. Alles würde so bleiben wie es war und wir freuten uns darüber.

Ich hatte es ihm natürlich sofort erzählt, als meine Eltern mich dazu drängten mich an weiteren Universitäten zu bewerben. Man wisse nie was komme und ich sollte am Ende des Sommers nicht ohne Studienplatz dastehen. Also schrieb ich zwei weitere Bewerbungen, um meine Eltern zu beruhigen. Die erste Absage kam von einer der Alternativuniversitäten und ich freute mich über diese Absage, wenn auch nicht vor meinen Eltern. Meine Pläne standen fest. Ich wollte hierbleiben. Hier, wo ich mich auskannte. Hier, wo ich mich wohlfühlte. Hier, bei ihm.
Meine Eltern waren durch die Absage wieder beunruhigt, aber die Freude über das bestandene Abitur war immer noch überwiegend und wir genossen es, endlich Zeit für die Dinge zu haben, die wir sonst auch taten, nur jetzt ohne irgendwelche Einschränkungen von außen. Wir waren frei und benahmen uns auch so. Als zwei Wochen später die Zusage von der zweiten Alternativuniversität ins Haus flatterte, gaben auch meine Eltern endlich Ruhe. Jetzt fehlte nicht mehr viel und unser neues Leben im alten Rahmen würde beginnen. Wir schmiedeten Pläne, wer wann wo sein würde und wie man am meisten Zeit miteinander verbringen könnte. Wir suchten nach Konzerten, nach Festivals und nach neuen Plätzen zum chillen. Ein bisschen Veränderungen wollten wir schon, schließlich würde es ein neuer Lebensabschnitt wertden. Wir fühlten uns so erwachsen und so frei wie nie zuvor.

Fortsetzung folgt.
Danke fürs Lesen!

Freitag, 4. März 2011

Zwischen Heute und Übermorgen.

Heute komm ich mal wieder mit etwas gesellschaftskritischem um die Ecke. In der letzten Zeit sehe ich mich und mein Umfeld immer und immer wieder mit der selben Thematik konfrontiert: Karriere machen. Mit allen Vorteilen und Nachteilen und vor allem mit allen Nebenwirkungen.

Die meisten Menschen um mich herum befinden sich in einer ähnlichen Situation: Wir stecken in einer Ausbildungsphase oder kurz davor oder kurz danach. Wir müssen uns etwas aussuchen, was wir lernen wollen und dann alle Zeit und Kraft hinein investieren – egal ob Abitur, Ausbildung oder Studium. Das ist ziemlich normal und auch nicht falsch. Es ist wichtig zu investieren und Prioritäten auf die Ausbildung auszurichten. Wie meine Großeltern zu sagen pflegen: Dein Studium ist dein Beruf.

Ein Aspekt, den ich immer mehr sehe, bei mir selbst und anderen, ist der unglaubliche Erwartungsdruck, unter dem wir stehen. Wir erwarten von uns selbst und andere erwarten von uns und wir erwarten, dass andere von uns erwarten, dass wir gut sind. Und mehr als das. Überdurchschnittlich. Ausgezeichnet. Karriereorientiert.

Ich finde das grundsätzlich nicht falsch. Ich finde, man sollte ehrgeizig sein, sein Bestes geben, sich der Bedeutung der Ausbildung bewusst sein.

Doch die Nebenwirkungen können hart sein. Ich sehe Menschen, die Angst haben zu versagen, die trotz der Ausbildung keine Zukunftsperspektive haben, die (mit Anfang 20) das Gefühl haben schon viel zu alt zu sein und glauben, alle Züge sind längst abgefahren. Und auf der anderen Seite Menschen, die so viel arbeiten, dass sie (ebenfalls mit Anfang 20) schon völlig (lebens)müde sind und Symptome von Born-Out zeigen.

Ich finde, das ist kein Zustand für eine Generation die sich grade mal im ersten Drittel oder vielleicht sogar im ersten Viertel ihres Lebens befindet. Wenn wir jetzt schon alle Kräfte und vor allem allen Lebensmut verheizen – was wollen wir dann in vierzig oder sechzig Jahren tun?

Ich möchte hiermit keine Kritik am Schul-, Ausbildungs- oder Unisystem üben. Und ich will auch nicht sagen: Chillt mehr!

Ich möchte uns nur daran erinnern: Es gibt noch ein Morgen zwischen Heute, unserer Ausbildungszeit, und Übermorgen, der Rentenzeit. Und dieses Morgen ist kein langer Flur, in dem es keine Türen und keinen Ausweg mehr gibt. Ich glaube, es wird immer wieder neue Wege und Möglichkeiten geben. Und wir sollten aufhören zu glauben, dass wir unser Leben mit Anfang 20 schon vertan haben, nur weil wir vielleicht irgendwelche Maßstäbe nicht erreicht haben oder neue Wege gehen. Und wir sollten anfangen zu glauben, dass noch wertvolle Lebenszeit vor uns liegt, in der wir noch viele neue Dinge erleben werden.

Danke fürs Lesen!

Wo Leben überfließt, wird Zeit überflüssig.
(Benedikta Buddeberg)

Mittwoch, 2. März 2011

Umtausch ausgeschlossen.

Manchmal wünscht man sich Veränderung. Veränderung in der Politik, in der Umwelt, bei den Freunden, bei sich selbst. Veränderungen kosten immer, egal ob man sie aktiv verursacht oder unfreiwillig in sie hinein geschubst wird, Kraft und Nerven. Um Veränderung zu bewirken muss man aktiv werden, über sich selbst hinauswachsen und oftmals sehr selbstdiszipliniert sein. Unerwünschte und plötzliche Veränderungen verursachen meistens einen Schrecken und manchmal auch Schmerzen. Je nach dem ob die Veränderung positive oder negative Auswirkungen hat.

Meistens nimmt man Veränderungen erstmal negativ auf, weil sie das Geordnete und die Sicherheit durchbrechen. Außerdem gibt’s durch Veränderungen meistens Arbeit – und wer arbeitet schon gerne. Ich bin davon überzeugt, dass der Mensch eigentlich immer grundsätzlich faul ist und sich nach Sicherheit sehnt.

Wie einfach und entspannt wäre es, wenn man sein Leben umtauschen könnte!

Du bist unzufrieden mit deinen Freunden, deiner Lebenssituationen, deinem Körper, deinem Job, deinem Charakter? Dann schicke dein altes Leben an die und die Adresse und bestell dir dein neues Leben beim Amazon! Such dir deinen Traumkörper aus und bestücke ihn mit deinen Lieblingscharaktereigenschaften. Erschaffe dir einen neuen Lebensraum und bastel dir deine neuen Freunde. Das neue Sims-Real-Game!

Würdest dus machen? Ich hätte manchmal Lust darauf, weil es viel einfacher wäre, wenn ich mein „altes Leben“ oder zumindest das, was mich grade nervt, ablegen könnte und gegen etwas neues, was ich mir selbst ausgesucht habe, eintauschen könnte.
Aber irgendwie geht das nicht. Man kann halt nicht aus seiner Haut raus. Man kann Dinge zwar verändern, aber nicht auf Knopfdruck. Und auch nicht alles ist veränderbar. Unser Leben ist vom Umtausch ausgeschlossen.

Und ich glaube, dass ist auch gut so. Zum einen glaube ich, dass ein selbstgebasteltes Leben auf Dauer ziemlich langweilig wäre, weil alles glatt laufen und es keine Herausforderungen geben würde. Zum anderen glaub ich, dass es einen Sinn hat, dass wir genau in diesem Leben und genau in dieser Haut stecken, in der wir uns soeben befinden. Auch wenn wir unzufrieden sind und zu faul für eigenständige Veränderungen. Und auch wenn das Leben zur Zeit überhaupt nicht so läuft, wie wir uns das vorstellen oder wünschen, glaube ich, dass es sinnvoll ist.

Wir wachsen mit unseren Aufgaben, mit den Hindernissen, mit den Menschen um unser herum, unabhängig davon, ob wir sie mögen oder nicht, mit den Krisen, mit den guten Zeiten. Wir wachsen daran und wenn wir uns darauf einlassen, wachsen wir auch über uns hinaus.

Unzufriedensein kann jeder. Die Kunst zu Leben besteht darin, dass Leben so anzunehmen wie es kommt und daran zu arbeiten und nicht darin, schmollend darauf zu warten, dass es sich von alleine verändert oder irgendwann vorbei ist. Ohne Umtausch muss man sich arrangieren. Oder das Leben jemanden schenken, der mehr Ahnung davon hat, wie das Leben laufen sollte.

Danke fürs Lesen.

Dienstag, 1. März 2011

Restart.

Wenn sich das Jahr dem Ende zu neigt, neigen Menschen dazu, sich für das neue Jahr neue Dinge vorzunehmen. Diese Vorsätze sind meistens nicht besonders durchsetzungsfähig, weil sie entweder zu radikal oder zu lasch oder nicht von Herzen kommen und selbst wenn trotzdem schnell im Alltag untergehen.
Das Jahr 2011 hat uns jetzt schon zwei volle Monate gegeben und von meinen Vorsätzen ist nicht viel übrig geblieben. Ich hatte sie mir auch nicht so wirklich fest vorgenommen aber mir wenigstens eine Tendenz gedacht, aber selbst das hat nichts gebracht. Es ist nicht so, dass ich mich gegen diese Vorhaben entschieden habe, aber ich halte es einfach nicht konsequent durch.
Jetzt könnte ich mich eigentlich „entspannt“ zurücklehnen und sagen: Neues Jahr, neues Glück! und die nächsten zehn Monate fernab von irgendwelchen Vorsätzen und Veränderungswünschen leben. Es zwingt mich ja auch keiner dazu, irgendwas zu verändern – was wahrscheinlich das Problem ist. Aber da der Wunsch nach Veränderung ja nicht von irgendwo kommt und die Dinge, die ich mir vorgenommen habe, mir eigentlich auch ziemlich wichtig sind, muss ich wohl einen anderen Weg finden um weiter zu machen

Heute ist der erste Tag eines neuen Monats. Und obwohl die Monatszählung eigentlich nicht so viel zu sagen hat, mag ich es, dass es immer wieder von vorne anfängt. Denn der Neubeginn eines Monats ist für mich manchmal ein bisschen wie eine kleine Version von Neujahr. Wenn ich einen Monat versuche irgendetwas zu machen – z.b. jede Woche mindestens einmal zu bloggen – und es nicht auf die Reihe kriege, dann kommt ein neuer Monat und ich kann es wieder neu probieren. Und wenn die Aufgabe, die du dir stellst dir noch mehr abverlangt kannst du den Monat in Wochen teilen und jede Woche neu Versuchen dein Ziel zu erreichen. Das einzig wichtige ist wohl, dran zu bleiben.

Ein Neustart kann gut tun. Ohne schlechtes Gewissen, ohne den Hintergedanken „Ich habs schon dreimal nicht gemacht, also muss ichs heute gar nicht erst anfangen“, ohne den Druck: Ich muss es dieses Jahr hinbekommen.

Meine Motivation ist am Anfang eines Monats immer höher als am Ende und je länger ich durchhalte, desto mehr wird die Aufgabe zur Gewohnheit und fügt sich in meinen Alltag ein. Das ist jetzt vielleicht keine neue Erkenntnis, aber eine bewährte.

Also überleg dir, was du dir vor 2 Monaten gedacht hast über dich und dein Leben und wo du Veränderung sehen willst und fange neu an deine Ziele zu erreichen. Denn wenn du nicht anfängst, wirst du niemals näher dran kommen.

Danke fürs Lesen.
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