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Posts mit dem Label "Frühling" werden angezeigt.

Ruhe im Regen.

Als ich aufstand und die Vorhänge zurück zog, erstreckte sich vor mir ein Anblick aus grauer Nässe. Es hatte wohl die ganze Nacht geregnet und es sah nicht so aus, als würde es bald anders werden. Zufrieden öffnete ich das Fenster, um etwas von der kühlen Luft hinein zu lassen. Es regnete. Endlich. Nach all den Tagen der frühsommerlichen Wärme, die mich zu einem natürlichen Aktivismus führte, konnte ich nun endlich durchatmen und unbeschwert meinen Gedanken hinter her hängen, ohne das Gefühl zu haben, den Tag nicht richtig genutzt zu haben. Der Regen gab mir meine innere Ruhe zurück, auch wenn er draußen Unruhe verbreitete. Doch immer wenn die Sonne schien, war das für mich eine stumme Aufforderung irgendetwas zu tun, nicht still zu sitzen, wenigstens die Sonnenstrahlen zu genießen. Das mag nicht anstrengend sein, aber es ist nicht unbedingt befriedigend. Denn auch wenn die Welt im Sonnenschein vielleicht ruhiger erscheint, so ist es meine Seele nicht. Meine Seele ist ruhig wenn ich st...

Lebenslust.

Ich sah dich heute. Du sahst so müde aus. Müde von allem um dich herum. Du sahst aus, als hätte dich jemand unsanft aus deinem Winterschlaf geschubst und dir ins Ohr geschrien: „GENIESS DEN FRÜHLING GEFÄLLIGST.“ Dabei hättest du doch viel lieber das ganze Jahr verschlafen. Wenn ich dich sehe, dann frage ich mich immer, was in deinem Kopf wohl los ist. Was du dir selbst sagst. Ich kenne dein Leben nur in Auszügen. Ich kann verstehen, dass du müde bist. Ich wäre es auch. Und trotzdem. Ich würde mich gerne in deinen Kopf setzen und dir sagen, wie hübsch du bist. Und dass das Leben schön ist. Und dass schlimme Zeiten irgendwann auch vorbei gehen. Und dass du leben darfst. Und wenn du willst, dann legen wir uns zusammen in die Sonne und schlafen ein bisschen in der Frühlingsluft. Lass uns Hoffnung tanken. Und immer wieder anfangen. Und immer weniger aufgeben. Weder dich. Noch mich. Noch das Leben. Denn ich sah dich heute, und wünschte mir, du könntest dich des Lebens freuen.

#frühlingundso

Frühling. Da bist du ja. Ich würde ja gerne sagen, ich habe dich vermisst, aber irgendwie ist dem Winter nichts anderes eingefallen, als dich nachzumachen. Tut mir leid, wenn ich deswegen nicht so euphorisch bin. Aber es ist trotzdem schön, dass du jetzt da bist und dass du auch ein bisschen Sonne mitgebracht hast. Damit war der Winter nämlich etwas geizig. Weißt du was, Frühling? Ich bin heute spazieren gegangen, weil du da bist. Und ich habe ein paar Blümchen gesehen und in meinem Kopf konnte ich mir auch noch mehr ausmalen, als schon wirklich sichtbar ist. Du bist schon so jemand, der immer ganz gut Hoffnung vermittelt. Wenn du kommst, dann kommt irgendwie wieder mehr Leben in die Bude. Und da kann der Winter dir auch nichts nachmachen, da fehlt ihm wohl einfach die Herzenswärme für. Fühlt sich das eigentlich gut für dich an, Frühling, dass du alle Lebewesen aus den Löchern rufst? Du hast da echt 'ne Gabe für. Aber was machst du mit den ganzen Menschen auf der Straße? Willst du...

Das Unselbstverständliche.

Wenn man so durchs Leben geht, passieren immer mal wieder Dinge, die uns völlig aus der Bahn werfen. Das können Dinge sein, mit denen wir nicht gerechnet haben oder die, selbst wenn wir mit ihnen gerechnet haben, uns so sehr erschüttern oder verwirren, dass wir sie nicht einordnen können. Wir reden dann davon, dass etwas Besonderes passiert sei oder etwas unser Leben völlig auf den Kopf gestellt hat oder einfach von der Normalität abgewichen ist. Es gibt andere Dinge, die wir für völlig selbstverständlich halten. Selbstverständlich ist das, womit wir rechnen. Selbstverständlich ist z.B. bestimmtes Wetter zu einer Jahreszeit. Selbstverständlich ist für uns, dass nun die ganze Welt wieder Grün wird, dass die Vögel zwitschern, um die Sonne sich wieder mehrmals am Tag zeigt. Selbstverständlich ist für uns auch oft, dass wir gesund sind, dass wir einen Ort haben den wir Zuhause nennen, das wir Menschen haben die uns in unserem Leben begleiten, dass wir genug Geld haben und die meis...

Frühlingsregen. Teil 1.

Schon wieder eine Kurzgeschichte. Diesmal wieder mit einem zweiten Teil. Viel Spaß beim Lesen! Es ist Frühling. Das war das einzige, was er dachte, als der frische Wind durch sein Shirt wehte. Er stand an der Haltestelle und hatte seine Hände in den Taschen seiner Jeans vergraben. Es regnete und es war kein sanfter Regen, der gleichmäßig vom Himmel fiel. Die Regentropfen waren groß und kamen in unregelmäßigen Abständen. Sie sorgten dafür, dass sein Shirt an den Schultern schon relativ durchnässt war. Und es sie sorgten dafür, dass er sich noch elender fühlte, als er es eh schon tat. Ging das überhaupt noch?  Als er vor zwei Stunden aus dem Haus gegangen war, hatte die Sonne noch geschienen und er war zwar nicht himmelhochjauchzend fröhlich gewesen, aber immerhin zuversichtlicher als er es jetzt war. Und in dieser Zuversicht hatte er auch keine Jacke mitgenommen. Es war warm gewesen und es hatten nur ein paar Wolken am Himmel gehangen. So schnell würde sich das Wetter nicht ände...

Frühlingszeit.

Es ist Frühling. Nicht mehr und nicht weniger. Auch wenn wir uns vielleicht mehr so vorkommen, als ob schon Sommer wäre. Wir essen Eis und laufen im T-Shirt durch die Gegend. Die Natur blüht auf und unsere Gemüter zeitweise auch. Aber es ist Frühling. Nicht mehr und nicht weniger. Die Abende sind noch frisch, der Wind ist kalt. Und wenn es regnet können alle Frühlingsgefühle schnell fortgeschwemmt werden. Denn der Regen ist noch nicht erfrischend.  Und es ist Frühling und das heißt, dass der Winter vorbei ist. Vorerst. Außer der April macht einen Scherz und schickt uns Schnee vorbei.  Und es ist Frühling und das erste Quartal des Jahres ist für den einen überstanden, für den anderen überlebt und für einen dritten zu schnell vorbei gegangen. Und wenn Frühling ist, dann freut man sich. Öfters. Weil die Sonne scheint. Manchmal. Weil man sich gut fühlt. Manchmal. Weil man sich verliebt. Selten. Weil sich die Erde weiter dreht. Immer. Der Frühling ist da. Wir sind da. Und al...