Montag, 25. Juni 2007

Die Höhen des Himmels in der Nacht

Es gibt Nächte in denen kann ich nicht einschlafen. Das passiert nicht sehr häufig, aber wenn es passiert ist nichts zu machen. Ich liege wach, drehe mich von einer Seite auf die andere und versuche den Pfad ins Land der Träume zu finden.
Grundsätzlich bin ich ein „guter Schläfer“, also jemand der tag und nacht schlafen kann in fast allen Lebenslagen.
Deswegen weiß ich auch, dass es irgendeinen Grund hat, wenn ich nicht einschlafen kann. Was macht man dann? Liegen bleiben und weiter wälzen? Irgendeiner Person eine SMS schicken und sein Leid klagen und in dem unruhigen Hoffen vielleicht eine Antwort zu bekommen dann einschlafen? Oder lieber lesen? Fehrnsehgucken? Musik hören? Musik machen? Was essen oder trinken? An die frische Luft?
Bevor ich umzog bin ich in solchen unruhigen Nächten immer raus gegangen, hab mich auf den Hof gelegt, auf den kalten und unbequemen Asphalt und bin in den Höhen des Himmels versunken. Egal ob klarer Sternenhimmel, Schleierwolken oder dunkle Wolkenfront. In dieser dunklen, meist kalten Einsamkeit hab ich mich geborgen gefühlt. Warum? Schließlich ist Aspahlt wirklich extrem unbequem und die Geräuschkulisse der Nacht nicht sonderlich ansprechend. Man denke an Vogelrufe, Katzengejammer, undefinierbares Geraschel in Bäumen und Sträuchern und ein paar vereinzelte Autos die mit überhöhter Geschwindigkeit die Bundesstraße entlang brausen. Vielleicht, vielleicht ist es nur das nostalgische Gefühl der Kindheit. Die vertraute Umgebung, die Sicherheit das kein schwarzer Mann aus dem nächsten Gebüsch springt.
Jedoch habe ich diesen Hof nie sonderlich gemocht. Zum Spielen war es oke, doch die ganze Umgebung des Hauses mocht ich ab einer gewissen Zeit nicht mehr sehr und die Nächte die cih draußen unter freiem Himmel vebracht haben waren eher am Ende der Zeit, als wir dort wohnten.
Nein, ich glaube es ist etwas anderes. Denn ich weiß, dass ich es liebe unter freiem Himmel zu liegen, völligst unabhängig vom Ort (z.B. im Urlaub oder auf Freizeiten). Es ist also mehr als Kindheitsgefühle.
Es sind die Höhen des Himmels. Es ist das Gefühl so winzig klein zu sein. Es ist die Gewissheit, dass da noch so viel mehr ist. Dort, hoch über mir. In weiter ferne. Wenn man Glück hat sieht man was davon. Den Mond, die Sterne oder sogar Sternschnuppen, wenn man einen günstigen Ort dazu hat. Und selbst wenn man es nicht sieht, man weiß, dass das Universum da ist, dass es weiter geht.
Natürlich, man könnte dies alles als bedrohlich sehen. Man ist zu winzig in dieser Welt, ein Nichts zu all dem was dort draußen noch ist. Sovieles, was nocht nicht erforscht ist oder nur dürftig.
Ich empfinde es nicht als bedrohlich dort zu liegen unter den unendlichen Höhen des Himmels. Ich empfinde es als beruhigend.
Es beruhigt mich in solchen Nächten, in denen ich keinen Schlaf finde, weil ich über Menschen nachdenke oder mich Bilder immer und immerwieder einholen die mir Angst machen, weil ich weiß, das mein winziges Leben und meine Probleme und das was mich in dieser unruhigen Nacht so bewegt, dass das nicht alles ist. Dass da noch soviel mehr ist. Dass die Höhen des Himmels viel unendlicher sind als ich mir das überhaupt vorstellen kann. Und auch, dass mir diese Gedanken und Bilder keine Angst machen müssen. Denn sie sind ebenfalls winzig, noch winziger als ich. Schließlich sind es „nur“ Gedanken und Erinneurngen.
Hier, in der neuen Wohung und in der neuen Umgebung würd ich nicht unbedingt rausgehen. Ich dneke, die Nachbarschaft wäre etwas sehr verwirrt wenn ein Mädchen auf dem Kirchplatz läge. Und auch der Balkon war heute für mich keine Alternative. Ich zere von den Erinnerungen an die Höhen des Himmels in der Nacht auf dem Hof bei der alten Wohnung, in den Dünen und am Strand an der Nordsee und auf den Bänken auf der Wasserkuppe in der Rhön. Ich bin dankbar, dass ich diese Erinnerungen habe, auch weil sie meistens mit anderen schönen Dingen verknüpft sind. Und ich kann in Frieden schlafen, weil mir wieder bewusst wird, wie klein doch das ist, was mich am schlafen hindert.

Danke fürs lesen.


Donnerstag, 21. Juni 2007

Genug?!

Schön genug für diese Welt?

Samstag, 16. Juni 2007

Vorbote

Eine "künstlerische" Darstellung der Formulierung die mir seit Tagen durch den Kopf geht..

Sonntag, 10. Juni 2007

Is it me?!

Es ist mal wieder Wochenende. Sonntag. Einen Tag den ich damit zu gebracht hab zur Hälfte zu verschlafen, weil ich heut Nacht die Kurve mal wieder nicht gekriegt hab. Ein Tag an dem ich eigentlich nur entspannt hab und Dinge getan, die mich von den (mal wieder) vielen Gedanken in meinem Kopf ablenken sollten. Das Schreiben ist halt immer wieder eine Überwindung. Die letzten Tage waren voll mit Erlebnissen und Begenungen und zwischen drin totale Erschöpfung. So wie mein Alltag häufig aussieht. Das alles (natürlich) gepaart mit unheimlich vielen alten und neuen Gedanken, hängengebliebenen Augenblicken und auch einer ganzen Menge an Fragen an mich, an andere und an Gott.
Ich möchte mich heute der Frage, die mich am meisten beschäftigt stellen oder zumindest ein paar Gedanken zu ihr gefasst bekommen. Und damit hab ich mir kein leichtes Thema ausgewählt. Die Frage, ganz einfach und ohen Zusatz ist:

Steh ich zu dem was ich bin?

Eigentlich eine dämliche Frage, denn: Wer bin ich überhaupt? Was macht mich aus? So eine schöne, klischeehafte Frage einer heranwachsenden Person. Und noch klischeehafter meine Antwort darauf: Ich weiß es nicht.
Aber ehrlich gesagt: Ich muss es auch nicht wissen. Denn wenn ich es jemals wissen werde, dann am Ende meines Lebens und das ist hoffentlich noch nicht allzu bald. Ich kann nur darauf anworten, wie ich mich gebe, was ich tue und denke und vielleicht ergibt sich daraus ein Teil von dem was ich bin.
Ich will hier nicht beschreiben, was ich denke wer oder was ich bin. Das wäre ein seltsames Unterfangen und wahrscheinlich amüsant für Außenstehende (und das sind alle die nicht ich sind :P ) zu lesen.
Nein, ich frage mich viel mehr, ob ich bereit dazu bin, die Konsequenzen für das zu tragen, was ich so tue und denke und fühle. Halt:

Steh ich zu dem was ich bin?

In einem der letzten Einträge schrieb ich, dass mir nachgesagt wird, ich hätte mich verändert. Das sehe ich auch so. Doch es gibt Momente, in denen ich mich vor mir selbst erschrecke oder mich mindestens über mich selbst wundere.
Eine Veränderung des eingenen Denkens durchzumachen ist sehr spannend und intressant. Auch zu sehen, wie andere Menschen darauf reagieren.
Nicht immer ist das wirklich positiv. So gibt es Menschen bei denen ich merke, dass sich durch meine eigene Veränderung auch mein Umgang mit anderen Menschen verändert. Ich stehe neben ihnen wie sonst auch lange Zeit, doch etwas ist anders. ICH bin anders. Und sie vielleicht auch. Denn welcher Mensch mag schon Veränderungen? Das würde bedeuten, dass man umdenken muss. Sich selbst hinterfragen, oder mindestens die Situation. Das bedeutet, dass man seine Meinung überarbeiten muss, vielleicht auch sein eigens Verhalten. Aber man muss es nicht. Man kann Verändeurngen auch einfach beobachten und bevor es einen selbst betrifft abspringen. Was sinnvoller ist, sei dahin gestellt. Sicherlich kommt es auf die Veränderung an und man kann es nicht pauschalisieren.. Aber wenn man, wenn ich beobachte, dass Menschen, die mir nahe stehen diese Veränderung sehen und abspringen (vorallem innerlich), dann tut das weh und ich frag mich:

Steh ich zu dem was ich bin?



Ohne Veränderung wäre es, in erster Linie für einen Teil meiner Umwelt, einfacher. Sicherlich. Und wenn man mich kennt, weiß man, dass es mir manchmal sehr zu schaffen macht, wenn ich sehe das Menschen die mir nahe stehen abspringen, man Dinge nicht mehr mit ihnen teilen kann, manchmal sogar jegliche Kommunikation unmöglich ist. Und dann kommt so eine schwere Frage: Was ist mir wichtiger meine (m.E. positive) Veränderung oder die Angst der Menschen, die das nicht mit ansehen können, aus welchem Grund auch immer? Wenn man das so liest, ist die Antwort schnell gefunden: Natürlich die Veränderung. Im realen Leben ist das leider nicht immer so einfach, vorallem das auch umzusetzten.

Steh ich zu dem was ich bin?

Bleib ich bei meiner Meinung? Lasse ich mich von anderen Dingen einschüchtern? Halte ich das auf Dauer durch? Und was, wenn diese Veränderung gar nicht positiv ist?
Hinterfragung kann manchmal sehr schmerzhaft sein. Dann tut es gut, wenn man an manchen massiven Stellen wundersame Dinge erlebt, die nur durch diese Veränderung entstehen sein können und wenn man dadurch und durch andere Dinge ermutigt wird.
So passierte mir gestern eine wundersame Sache:
Ich war mit meinen Eltern und Fam.Buddeberg junior in Köln. Dort fand in diesen Tagen der Kirchentag statt. Wir waren jedoch nicht zu den Hauptveranstaltungen dort, sondern zu einem Konzert des Liedermachers Gerhard Schöne, der dort OpenAir auftrat (tolles Konzert übrigens :)). Sehr spontan schrieb ich einer Freundin, von der ich wusste, dass sie ebenfalls in Köln war und die ich zum letzten Mal auf meinem 17.Geburtstag sah. Wir schafften es tatsächlich uns in diesem Gewusel von Menschen zu treffen und verbrachten eine schöne Stunde zusammen. Habe es sehr genossen. Wir kennen uns jetzt 1 ½ Jahre und in iherer Gegegnwart war ich schon immer so, wie ich jetzt bin. Nämlich immer mehr ich selbst und nicht irgendetwas angepasstes. Wir trafen uns also und redeten und suchten dann meine Eltern in dem Getümmel und fanden sie und sprachen mit ihnen und setzten uns dann wieder hab. Und ich merkte, dass irgendetwas anders war. Um nicht zu sagen: Es fehlte etwas. Ich brauchte lange, bis ich merkte, was fehlte. Es fehlte das Rollenspiel. Es fehlte, dass ich in der Gegenwart der Freundin und in Gegenwart meiner Eltern mich anders verhielt. Es fehlte das Umschalten zwischen diesen beide unterschiedlichen Verhaltensweisen. Um es auf den Punkt zu bringen: Durch die Veränderungen in meinem Leben verhalte ich mich gleich. Im Umgang mit meinen Freunden und im Umgang mit meinen Eltern – ich bin überall ich selbst. Das war gewiss „früher“ anders.
Als ich das erkannte stieg in mir ein sehr seltsames Gefühlsgemisch auf. Irgendwas zwischen Freude, Scham, Glück und Wehmut und vielleicht auch ein bisschen Stolz.
Und an sochen stellen weiß ich das ich auf die Frage:

Steh ich zu dem was ich bin?

Eigentlich immer gerne mit Ja antworten möchte. Und das ich mir sehr wünsche, dass es viele Menschen gibt, grade in meinem Umfeld und die die mir sehr am Herzen liegen dazu auch stehen wollen. Auch wenn Veränderungen und dieses Selbstbwusstsein bedeutete, dass es Menschen gibt, die das nicht teilen wollen.

Es gibt jemanden, bei dem ich mich oftmals (zu seinem Leidwesen :P) entschuldige, wenn ich viele Worte brauche um  etwas auszurdrücken. Aber dieser Jemand hat einmal zu mir gesagt: „Daran sieht man, wie sehr es dir am Herzen liegt.“

Bei allen, die es bis hier hin durchgehalten haben, bedank ich mich fürs lesen. :)

Und wünsche eine gesegnete Woche mit Mut zum Träumen und dem Willen zu sich selbst zu stehen.


P.S.: An den anonymen Kommentator: Das Lied ist von Blumfeld und heißt "Du und Ich"





Sonntag, 3. Juni 2007

Träume.

Heute ist wieder einer diese Tage, die mit sehr viel nachdenken verbunden sind. Es ist Samstag, das bedeutet, dass ich etwas länger schlafe als sonst, ein wenig mehr frühstücke und den ganzen Tag rumwusel. Und dabei lässt sich viel denken. Über so ziemlich alles was mir in den Sinn kommt. Und somit gehört dieses Tag auch zu denen, an dem ein Gedanke es schafft meine Stimmung komplett umzuschlagen. Wie einst jemand sagte: „Die Fröhlichkeit und die Melanchonie gehen Hand in Hand und wenn du nicht aufpasst, dann übernimmt letztere die Führung.“ Das Gute an diesen Tagen ist: Oft laufen Gedanken nur einmal durch meinen Kopf und werden schnell von anderen abgelöst, sodass ich mich am Ende des Tages nicht mehr entsinnen kann worüber ich nachgedacht hab. Es sei denn, es war ein wichtiger, penetranter Gedanke. So wie heute der Satz, den mir gestern jemand sagte:

„Träume können wahr werden.“

Gut, grundsätzlich keine neue Weisheit. Oder vielleicht doch?
Für mich schon. Und ich befürchte, für viele Menschen die ich kenne ebenfalls.
Heute träumt man nicht mehr.
Heute lebt man.
Heute ist man realistisch.
Heute ist man pessimistisch.
Heute sieht man der Wahrheit ins Auge.
Heute weiß man, wie alles sein wird.
Heute sind TRÄUME altmodisch, naiv, unsachlich und überholt.
Jede Träumerei wird im Keim erstickt.
Ich weiß das von mir selbst. Ich denke viel, ich stelle mir auch viel vor. Aber träumen? Das ist zu riskant. Denn Träume entfachen Sehnsucht und decken auf, dass es noch mehr gibt, was man sich wünscht. Und wer braucht schon Sehnsucht?
Das ist viel zu kompliziert. Dafür müsste sich was ändern oder entwickeln, damit diese Sehnsucht gestillt werden kann.
In meiner Familie gibt es den Spruch: „Wünschen kann man sich vieles.“, der sich auf matrielle Wünsche zu Weihnachten oder zum Geburtstag bezieht. Ich hab ihn irgendwann mal weiter geführt: „Wünschen kann man sich vieles, aber bekommen nur die Hälfte.“ Wenn überhaupt. Wenn Wünsche und Träume sich nicht (sofort) erfüllen, dann tritt Frust auf.
Und was ist mit den Dingen von denen man im Herzen träumt oder sich wünscht? Das zum Beispeil eine bestimmte Situation eintritt oder ähnliches?
Man träumt nicht, weil man nicht die Geduld hat, darauf zu warten, dass sich die Träume erfüllen könnten. Oder man träumt ohne die Hoffnung wirklich zu haben, dass sich diese Dinge erfüllen könnten.
Und was passiert wenn sie sich dann doch plötzlich erfüllen? Dann wird uns klar:

„Träume können wahr werden.“

So erging es mir heute. Ich fand beim ausräumen meines letzten Umzugskartons eine CD wieder, die ich in einer gewissen Zeit rauf und runter gehört hab. Ein Lied hat es mir besonders angetan. Ein Lied, welches eine Liebesbeziehung beschreibt. Und ich träumte: „Ich wünschte, ich könnte dieses Lied mal aus vollestem Herzen singen, weil sich all die Dinge, die beschrieben werden in meinem Leben / in der Liebesbeziehung zu einer Person erfüllt werden. „
Es traten Menschen und mit ihnen Liebesbeziehungen in mein Leben und nie hat sich dieser Traum erfüllt. Immer gab es irgenetwas was nicht ganz passte. Auswirkungen hatte das zwar keine, aber gefreut hat es mich natürlich auch nicht.
Heute, als ich die CD fand, hörte ich sie völlig ahnungslos. Und dann kam dieses Lied. Ich verharrte förmlich in meiner Aktivität und hörte zu und bemerkte plötzlich:
Es passt. Heute. Hier und jetzt. Und zwar genau. Und mein Herz freute sich.

„Träume können wahr werden.“


Aber dazu muss man erst einmal den Mut haben zu träumen. Und man muss Geduld mitbringen. Zwar sollte man nicht sagen: „Ich träume, vielleicht erfüllt es sich irgendwann in aller fernster Zukunft wenn überhaupt..“ genauso wenig wie: „Ich träume, also muss es übermorgen in zwei Wochen wahr werden!“
Man sollte einfach träumen. Ohne Zeit. Nur Träumen. Aber darauf zuleben, dass sie sich ernsthaft verwirklichen können. Und wenn sie es tun: Genieße!

Ich glaube, dass es schwer ist, in der Welt von Heute zu träumen. „Träum ruhig weiter!“ Wie abfällig man das gesagt bekommt. Aber träumen ist auch eigentlich nichts für „die Öffentlichkeit“. Träumen ist für einen selbst. Vielleicht auch für zwei, die im Herzen miteinander verbunden sind.

„Träume können wahr werden.“

Danke für diesen tiefsinnigen Satz.

Und danke fürs lesen.

Es ist ein Fehler bei diesem Gadget aufgetreten.