Montag, 20. Februar 2017

Angst und Mut und Freiheit.

Im Leben brauchen wir Mut. Mut um neue Wege einzuschlagen. Mut um zu sagen, was wir wirklich denken und fühlen. Mut um Dinge auszuprobieren, die wir uns nicht zutrauen. Mut um zu lieben.
Oft fehlt mir dieser Mut. Denn an seiner Stelle steht Angst. Angst zu versagen, zu verlieren, zu verletzen oder verletzt zu werden.

In den letzten Monaten habe ich mir immer wieder gesagt: "Angst ist ein schlechter Berater." Und das stimmt wohl. Leider ist sie aber auch ein penetranter Zeitgenosse. Immer da, immer mit "gut gemeinten" Ratschlägen am Start. Und wenn man sie rausschmeißt, kränkt sie das so wenig, dass sie in wenigen Momenten sich wieder Zugang verschafft hat. Und manchmal braucht es auch seine Zeit um zu erkennen, dass es wieder die Angst war, auf dessen Meinung man gehört hat. Weil sie da einfach schon wieder rum sitzt und ihren Senf dazu gibt.

Ja, es gibt Situationen in denen man Angst hat. Das ist ganz normal und menschlich.

Aber lasst uns doch mal überlegen wo wir hinkämen, wenn wir mit Mut anstatt aus Angst entscheiden und handeln würden. Was wäre das für ein Leben, wenn wir mutig voran gehen, anstatt uns ängstlich hinter Ausreden zu verstecken. Was haben wir denn zu verlieren? Meistens doch nur unseren Stolz. Und manchmal das Ansehen in anderer Leuten Augen. Wir wollen geliebt sein und handeln deshalb aus der Angst, weniger geliebt zu sein, wenn wir dieses oder jenes tun oder lassen. Aber was, wenn das Fundament unseres Seins hundertprozentiges Geliebtsein wäre? Wenn wir nicht abhägig von dem Ansehen wären? Wenn wir frei von der Anerkennungssucht und der Suche nach Anerkennung wären?

Freiheit und Mut liegen so nah beieinander. Während Angst uns nur fesselt und gefangen hält. Ich wünsche mir mehr Freiheit und mehr Mut für mein Leben. Und will der Angst immer mutiger den Mund verbieten.

"Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als Angst."
 (aus dem Film Plötzlich Prinzessin)

Auf baldigst.

Dienstag, 7. Februar 2017

Rückblick und Neustart

Ein Jahr hat in der Regel 365 Tage. Im Jahr 2016 sind nur an drei von diesen 365 Tage hier ein Blogeintrag erschienen. Absoluter Tiefstand in der Gedankenfluggeschichte. War es ein langweiliges Jahr? Keinesfalls. Habe ich keine erwähnenswerte Erkenntnisse gewonnen? Im Gegenteil. Habe ich die Lust am Schreiben verloren? Auch das nicht.

Manchmal ist das Leben so voll mit Ereignissen und Erkenntnissen, Entscheidungen und Veränderungen, dass man mehr mit leben beschäftigt ist, als damit, das Leben nur zu beobachten und festzuhalten. Auch wenn eigentlich genau solche Zeiten besonders (be)merkenswert sind. Man kann nur hoffen, dass diese Zeiten so einprägsam waren, dass man sie eh nicht so schnell vergisst und vielleicht die ein oder andere Erkenntnis im Nachhinein festhalten.

2016 war für mich das veränderungsreichste Jahr meines bisherigen Lebens. Ich durfte wachsen, in so ziemlich allen Bereichen – seelisch, geistlich und auch körperlich. Ich wurde herausgefordert, weit über meine persönliche Komfortzone hinauszugehen und habe sehr viel mehr davon gemeistert, als ich mir selbst vorher zugetraut habe. Das war in keinem Fall einfach. Und ich glaube, eine Herausforderung wäre keine, wenn sie einen nicht irgendetwas kosten würde – Zeit, Kraft, Geld, Geduld, Stolz, Vertrauen, Überwindung, Glaube.. Die „Währung“ ist eigentlich egal. Und oft weiß man erst in nachhinein, welchen „Preis“ man zahlen musste. In der Situation selbst in der man sich der Herausforderung gegenüber sieht denkt man vielleicht nur „Augen zu und durch“ (das habe ich 2016 sehr oft gedacht). Im Nachhinein darf und kann man erkennen, was man dafür geben musste, beispielsweise Überwindung, und auch was man dafür bekommen hat, z.B. Selbstvertrauen.

Ich habe 2016 unglaublich viel gelernt. Über das Leben, über mich selbst. Über Freundschaft und unterschiedliche Kulturen. Über Veränderung, innerlich und äußerlich, ganz praktisch und metaphorisch. Über Abschied und Neuanfang.

Und da 2017 schon angefangen hat, kann ich sagen: Ich ahne, dass dieses Jahr auch sehr reich wird an neuen Erkenntnissen und Erlebnissen. Und das ist gut so. Ich hoffe, so manches davon hier festhalten zu können und freue mich über jeden, der mitliest.

Also: Auf baldigst.
Es ist ein Fehler bei diesem Gadget aufgetreten.