Dienstag, 7. Februar 2017

Rückblick und Neustart

Ein Jahr hat in der Regel 365 Tage. Im Jahr 2016 sind nur an drei von diesen 365 Tage hier ein Blogeintrag erschienen. Absoluter Tiefstand in der Gedankenfluggeschichte. War es ein langweiliges Jahr? Keinesfalls. Habe ich keine erwähnenswerte Erkenntnisse gewonnen? Im Gegenteil. Habe ich die Lust am Schreiben verloren? Auch das nicht.

Manchmal ist das Leben so voll mit Ereignissen und Erkenntnissen, Entscheidungen und Veränderungen, dass man mehr mit leben beschäftigt ist, als damit, das Leben nur zu beobachten und festzuhalten. Auch wenn eigentlich genau solche Zeiten besonders (be)merkenswert sind. Man kann nur hoffen, dass diese Zeiten so einprägsam waren, dass man sie eh nicht so schnell vergisst und vielleicht die ein oder andere Erkenntnis im Nachhinein festhalten.

2016 war für mich das veränderungsreichste Jahr meines bisherigen Lebens. Ich durfte wachsen, in so ziemlich allen Bereichen – seelisch, geistlich und auch körperlich. Ich wurde herausgefordert, weit über meine persönliche Komfortzone hinauszugehen und habe sehr viel mehr davon gemeistert, als ich mir selbst vorher zugetraut habe. Das war in keinem Fall einfach. Und ich glaube, eine Herausforderung wäre keine, wenn sie einen nicht irgendetwas kosten würde – Zeit, Kraft, Geld, Geduld, Stolz, Vertrauen, Überwindung, Glaube.. Die „Währung“ ist eigentlich egal. Und oft weiß man erst in nachhinein, welchen „Preis“ man zahlen musste. In der Situation selbst in der man sich der Herausforderung gegenüber sieht denkt man vielleicht nur „Augen zu und durch“ (das habe ich 2016 sehr oft gedacht). Im Nachhinein darf und kann man erkennen, was man dafür geben musste, beispielsweise Überwindung, und auch was man dafür bekommen hat, z.B. Selbstvertrauen.

Ich habe 2016 unglaublich viel gelernt. Über das Leben, über mich selbst. Über Freundschaft und unterschiedliche Kulturen. Über Veränderung, innerlich und äußerlich, ganz praktisch und metaphorisch. Über Abschied und Neuanfang.

Und da 2017 schon angefangen hat, kann ich sagen: Ich ahne, dass dieses Jahr auch sehr reich wird an neuen Erkenntnissen und Erlebnissen. Und das ist gut so. Ich hoffe, so manches davon hier festhalten zu können und freue mich über jeden, der mitliest.

Also: Auf baldigst.

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