Freitag, 28. Dezember 2012

2013.

2013
wird
alles
anders.

Hast du diesen Satz in den letzten Tagen auch so oft gehört oder gesagt? In wenigen Tagen beginnt ein neues Jahr. Viele Menschen haben schon vieles für das neu Jahr geplant. Viele Menschen sind froh, wenn 2012 endlich vorbei ist. Am Ende des Jahres überkommt einen gerne eine leichter Erschöpfungswelle, wenn man rekapituliert, was man in den letzten 365 bzw. 366 Tagen alles erlebt, überstanden, erfahren und verstanden hat. Oder eben auch nicht. Man hofft, dass einem das ein oder andere im neuen Jahr erspart bleibt und man dafür dieses oder jenes endlich erreicht.
Alle halten große Stücke auf das unberührte Jahr. Denn 2013 wird alles anders.
Nüchtern betrachtet ist es eigentlich Quatsch. Denn jedes Jahr wird alles anders. Ja sogar jeden Tag wird alles anders. Auch 2012 ist vieles, wenn nicht sogar alles anders geworden.
Am Ende zählt halt nur, wie man mit jeder einzelnen Veränderung umgeht.
Denn wenn wir sagen „es wird sich alles ändern“ denken wir an all das, was sich zum Positiven verändern und zum Guten wenden wird. Aber es gibt immer mehr Veränderungen als diese. Und wir müssen alle aufnehmen, annehmen und verarbeiten. Also egal, was du dir vornimmst, auf was du hoffst, was du erwartest von dem Jahr 2013:
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Lasst uns das Gute erwarten, Verbesserungen erhoffen, Rückschläge überwinden
und in allem die Dankbarkeit bewahren.

Montag, 24. Dezember 2012

24 - Stille Nacht.

Sie sitzt in ihrem Auto und lauscht dem Motorgeräusch. Regen prasselt auf die Windschutzscheiben. Die Scheibenwischer machen leise surrend die Sicht wieder frei. Das Geräusch von Reifen auf unebener Fahrbahn. Und immer wieder das monotone Motorgeräusch. Erst nach der halben Strecke fällt ihr auf, dass sie das Radio nicht eingeschaltet hat. Deswegen diese ungewohnte Geräuschkulisse. Meistens ist das Radio noch vor dem Motor an. Aber heute war es ihr gar nicht in den Sinn gekommen. Ihre Gedanken und ihr Herz sind so laut, dass sie genug Beschallung hat. Weihnachtslieder summen in ihrem Kopf herum. Und eine Menge Fragen. Und wenig Freude kommt da aus ihrem Herzen. Dieses Jahr ist alles anders. Wie sollte man sich freuen, wenn doch das Herz sich nicht freuen kann? Lächeln zum Schein? Fröhliche Weihnachten wünschen und sich den freudigen Gesichtsausdruck abzwingen, der dann doch nicht überzeugend wirken würde? Nein. Dieses Jahr ist wieder ein Jahr vergangen. Wieder ein Jahr älter. Wieder ein bisschen weniger kindliche Weihnachtseuphorie. Aber worauf kommt es denn an? Das alle fröhlich und glücklich sind? Geht es darum? Jesus ist ja schließlich auch nicht in die tollsten Lebensumstände geboren worden. Und trotzdem. Weihnachten ohne Herzensfreude fühlt sich auch nicht richtig an. Aber wo kann man diese Freude jetzt noch herbekommen? Die Geschäfte haben noch auf, aber dass auch das absolut perfekte Geschenk nicht die Freude aus ihr rauslocken kann, nach der sie sich sehnt, war ihr mit den Jahren doch auch schon aufgefallen. Es geht um ihr Herz. Um das, was im Alltag so oft untergeht. Und um das, was da im Herzen wohnt. Und um das, was da fehlt. Dieses Jahr würde sie ihre Gebete nicht dafür verschwenden, noch schnell eine weiße Weihnacht herbei zu sehnen oder um die Erfüllung ihrer gesamten Wunschliste zu hoffen. Dieses Jahr hat sie nur eine Bitte: Frieden. Im Herzen. Aller Menschen. Die keinen finden. Und Freude. All denen. Die sie nicht selbst aufbringen können. Weihnachten. Die Geburt von Jesus. Nicht nur vor über 2000 Jahren in Bethlehem. Sondern heute. In ihrem Herzen. Jesus dorthin geboren, wo kein anderer ist und hinkommt. Jesus dorthin geboren, wo man selbst nicht hinschauen will. Jesus dorthin geboren, wo man sich allein, verlassen und traurig fühlt. In die dunkelsten Situationen und Gefühle des Lebens. Jesus dorthin geboren, wo wir ihn einlassen.

Gott wird Mensch. Nimmt uns an die Hand. Wenn wir es ihm erlauben. 
(Benedikta Buddeberg) 


In diesem Sinne wünsche ich euch friedvoll Weihnachten! 

Sonntag, 23. Dezember 2012

22 - Ruhe

„Guten Tag, darf ich Ihnen ein wenig Ruhe schenken?“
Die Frage, kaum gehört, belächelnd abgelehnt.
„Nein danke, Ruhe brauch ich nicht.“
„Ah, sind Sie ein ruhiger Mensch?“
„Ich? Nein! Keines Falls! Ich brauche Leben um mich herum!“
„Und komm Sie auch mal zur Ruhe?“
„Wie meinen Sie das?!“
„Na, so wie es gesagt wurde: Kommen Sie zur Ruhe?“
„Nein. Ich habe keine Ruhe. Dafür hat man auch keine Zeit! Das Leben geht so schnell, man hat so viele Termine und alle Deadlines müssen eingehalten werden und man ist immer und überall erreichbar. Wie sollte man denn da zur Ruhe kommen?“
„In dem man sich auf den Weg macht.“
„Wohin?“
„Zur Ruhe.“
„Wie bitte?“
„Sie sagen, Sie kommen nicht zur Ruhe. Das heißt, Sie gehen nicht zu ihr, Sie suchen die Ruhe nicht. Sie machen sich nicht auf den Weg zu ihr.
„Ja, wer hat denn auch Zeit dafür zur Ruhe zu gehen. Die Ruhe soll zu mir kommen, wenn sie doch so wichtig sein soll.“
„Ruhe ist immer da, wo kein Lärm, keine Hektik, kein Stress ist. Ruhe kann nicht in den Lärm hineingehen, aber Sie können von dem Lärm in die Ruhe gehen.“
„Und was soll ich in der Ruhe?“
„Nachdenken. Reflektieren. Genießen. Verstehen. Erkennen. Entspannen. Glauben. Lieben. Leben.“

Montag, 17. Dezember 2012

17 - Marzipankartoffel.

Lebensmomente sind wie Marzipankartoffeln. Sie kommen in den Umlauf der Weltgeschichte, alle in gleicher Form, mit ähnlichen Voraussetzungen. Wir bekommen sie in die Hände und entscheiden, was wir damit machen. Der eine schlingt hinunter, kaut kaum, schluckt, nimmt kaum den eigen Geschmack der Köstlichkeit war. Der andere beißt Stück für Stück ab, betrachtet das Innere und lässt sich den Mandelhauch im Gaumen zergehen. Und andere halten sie in ihren Händen, drücken und formen, gestalten alles auf ihre eigene Art und Weise, mögen den Genuss, aber erst nachdem sie aus dem Rund ein Eck, ein Herz, einen Stern, eine Platte oder ein Tier gestaltet haben.

Die Momente unseres Lebens sind immer so wertvoll, geschmackvoll, ansehnlich, wichtig und besonders, wie wir sie erachten. Eben so wie Marzipankartoffeln.

Samstag, 15. Dezember 2012

// PAUSE //

Hab Geduld in allen Dingen, vor allem aber mit dir selbst.
Franz von Sales

Freitag, 14. Dezember 2012

// PAUSE //

Wir warten, aber unser Warten ist Hoffen.
Friedrich von Bodelschwingh

Donnerstag, 13. Dezember 2012

// PAUSE //

An jedem neuen Tag darf ich hoffen, dass ich mich verändern kann.
Gordon MacDonald

Dienstag, 11. Dezember 2012

11 - Lieder

Es gibt eine Menge Lieder auf dieser Welt. Heutzutage gibt’s kaum Augenblicke, in denen man keine Musik hört irgendwo. Es gibt immer diese Hintergrundmusik und ich kenne einige Menschen, und manchmal zähle ich mich dazu, die viele Lieder zu ihrem persönlichen „Lebenssoundtrack“ zählen. Das sind die Lieder, die in bestimmten Situationen immer wieder passen und die man mit Gefühlen verbinden, die das Leben prägen.
Besonders in der Adventszeit laufen die Weihnachtsschlager in jedem Geschäft rauf und runter. Von „All I want for christmas“ über „Let it snow“ bis zum allseits verhassten „Last Christmas“, dessen einziger Zusammenhang mit Weihnachten die Benennung der Jahreszeit ist. Sie dudeln alle im Hintergrund. Auch manche von denen, deren Inhalte sehr tiefgehend, ja geschichtenderzählend und wegweisend sind.
Ich mag Weihnachtslieder. Von Herzen. Eine Tradition, die mir wirklich wichtig ist – zumindest wenn man die Lieder ernstgemeint und besinnend singt. Das Problem ist nur: Weil immer alle alle Lieder irgendwo rumdudeln und halbherzig mitsingen, verlieren viele Worte ihre Bedeutung, weil man die Melodie nicht mehr ertragen kann. Das ist wie mit allen Dingen, die man oft sagt und deren Bedeutung sich abnutzt, wenn man es nicht von Herzen sagt.

Vielleicht bringt es was, sich die Texte dieser ganzen „alten, langweiligen, schnarchigen und ausgelutschten“ Lieder anzuschauen. Und dabei soweit es möglich ist, die automatische Melodie im Kopf auszuschalten. Auf dieserDatenbank hier, kann man beispielsweise eine Auswahl von ihnen lesen und auch hören.

Oder man gönnt sich dieses beeindruckende Video, dass auf Facebook schon seine Runden macht, aber immer wieder sehenswert ist.



Was ich heute sagen will: Nicht alles ist verwerflich, weil es traditionell und alt ist. Manchmal muss man hinter die allseitsbekannten Fassaden (Melodien) und seine Vorurteile blicken. Übrigens gehören zu meinen Favoriten „Ich steh an deinerKrippen hier“ und „Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen.“ Und was ist dein Ohrenschmaus in dieser Zeit?

Montag, 10. Dezember 2012

10 - K.

Wie wäre es, an diesem kalten Tag, die Kerzen am Kranz zu entzünden und kuschelig auf dem Sofa über die Bedeutung der Krippe nachzudenken?

Sonntag, 9. Dezember 2012

09 – Heimlichkeiten

"...und ein Hauch von Heimlichkeiten liegt schon in der Luft.“
Dieses „alte“ Kinder-Adventslied von Rolf Krenzer begleitet meine Familie schon seit vielen Jahren, wodurch das Wort „Heimlichkeiten“ eine ganz große Rolle spielt.

In der Vorweihnachtszeit macht man sich viele Gedanken um Geschenke. Wer soll was bekommen, beschenkt man sich überhaupt, wenn ja, wie viel will/kann/darf man dafür ausgeben? Tauscht man Wunschlisten aus oder beschränkt man sich auf das Übergeben von Geldscheinen oder darfs was selbstgebasteltes sein? Fragen über Fragen und keiner weiß eine richtige Antwort, weil es wohl kein richtig oder falsch gibt. Es gibt nur, was dir selbst wichtig ist.

Ich persönlich mache sehr gerne Geschenke und ich freue mich auch über sie. Eine Zeit lang habe ich gern gesagt „Ich mache gerne Geschenke, wenn ich nicht unter Druck stehe und es erwartet wird“ - womit Weihnachten ja eigentlich rausfällt, denn hier hat man einen festen Termin, bis wohin man seine Geschenke zusammen haben muss. Es ist immer noch so, dass ich gerne spontane oder „ungebundene“ Geschenke mache. Aber inzwischen glaub ich auch, dass man sich einfach ein bisschen Zeit nehmen muss, um über den anderen Nachzudenken und ein bisschen recherchieren, dann wird man in den allermeisten Fällen fündig.

Und besonders gerne mag ich in diesem Zusammenhang das Wort „Heimlichkeiten“. Denn einander etwas zu schenken ist mehr, als nur die Amazonwunschliste abzuklappern und irgendetwas davon zu nehmen. Es ist auch, sich mit den Vorlieben des anderen auseinander zusetzten, zu schauen, was einen verbindet und worüber sich der andere freuen würde und dem ganzen eine "heimliche" Note zu geben. Wunschlisten sind natürlich nicht verwerflich, aber trotzdem kann man (m.E.) mehr hineinstecken.

Auf jeden Fall ist heute der 2. Advent, womit wir Halbzeit haben und die Zeit zum Geschenkesuchen immer knapper wird.. Falls du also jemand bist, der gerne Geschenke machen will in diesem Jahr und dies zu deinem „Make your own christmas“ dazugehört, geht es langsam aber sicher daran, sich konkret Gedanken zu machen und die ein oder ander Bestellung loszuschicken. Denn:

„Bis Weihnachten, bis Weihnachten ist's nicht mehr weit!“

Samstag, 8. Dezember 2012

08 - Geschichte

Für keinen Buchstaben habe ich so viele Begriffe gefunden wie für "G": gefühlvoll, Geschmack, Geschenke, Gott, gemütlich, Geburtstag, Glühwein, Grippe... Und doch habe ich mich für "Geschichte" entschieden. Zum einen weil ich gestern spontan eine Geschichte geschrieben habe, zum anderen, weil Geschichten auch einfach zur Adventszeit dazugehört. Man liest sie sich gegenseitig vor oder versinkt in ihnen an dunklen Tagen. Ich wünsche viel Freude beim Lesen. Danke, Maike, fürs inspirieren.

Schneeflockentanz.

Sein Weg durch die dunkle und verschneite Nacht war mühsam. Die weiße Decke, die seinen Weg bedeckte, erschwerte jeden seiner Schritte, klammerte sich an seine Füße und Hosenbeine und der Wind bließ ihm beißend und eisig in die Kleidung, die ihn nicht zu wärmen vermochte. Den Blick auf den Boden gerichtet stapfte er Zentimeter für Zentimeter vorwärts. Seine Finger in den Manteltaschen zu Fäusten geballt, um ein kleines bisschen der Wärme, nach der er sich sehnte, festzuhalten. Der Schnee stürmte um ihn herum und sein Ziel, dessen er sich nicht mehr sicher war, war nicht in Aussicht. Erschöpft blieb er stehen und blickte auf in die Millionen Schneeflocken, die um ihn herum wehten und ihren Weg auf die Erde suchte. Er konnte sich nicht an diesem Naturschauspiel erfreuen, zu wenig Wärme war in seinem Körper und in seinem Herzen. Zu viel hatte er an den letzten Tagen sehen müssen. Menschliches Leid, Verzweiflung, Streit und Unverständnis. Sein Herz fühlte sich so schwer an, dass er sich nur mit viel Mühe aufrecht halten konnte. Was würde passieren, wenn er der Schwere nachgeben, in den Schnee sinken und liegen bleiben würde? Er würde erfrieren. Sterben. Unter Schneeflocken begraben.
Der Wind wurde stärker und die Flocken wirbelten um ihn herum. Und auf einmal hörte er eine leise Stimme. Sie klang wie der Wind, nur viel höher und sie schien aus vielen leisen Stimmen zu einer zusammen zu wachsen. „Komm, tanz mit uns!“ Er sah sich um. Niemand war ihm gefolgt. Um ihn herum herrschte die dunkle Dezembernacht, erhellt von weißer Schneepracht. Er sah zurück in den Himmel. Und wieder hörte er es: „Komm, tanz mit uns!“ Er warf noch einmal einen Blick um sich herum, aber konnte niemanden erkennen. Er fasst Mut und rief in den Himmel: „Aber ich kann nicht tanzen!“ Die Antwort war ein leises Lachen: „Jeder kann tanzen!“ Und es schien ihm, als wirbelten die Schneeflocken immer wilder um ihn herum. „Aber mein Herz ist so schwer.“, sagte er leise und sein Blick wurde traurig mit diesen Worten. Die Flocken wurden langsamer, umschwebten ihn sacht und manche legten sich auf seinem Mantel nieder. „Es wird leichter werden, wenn du tanzt.“, säuselte es in seine kalten Ohren. „Fang langsam an. Du wirst es merken.“ Und mit einer Windböe wirbelten die Schneeflocken wieder etwas schneller um ihn herum. Er bewegte einen Fuß nach vorn und dann wieder zurück, wiederholte es mit dem anderen. „Tanz mit uns!“, forderte man ihn auf. Er blickte in den Himmel, streckte seine Arme weit aus und begann sich zu drehen. Die kleinen Schneekristalle umschlossen ihn, drehten sich um ihn, wirbelten auf und ab. Er schloss die Augen und leise, ganz leise hörte er einen feinen Gesang. Es schien, als summten die Schneeflocken ein Lied, während sie die Welt zudeckten. Er wiegte sich in ihrem Rhythmus, mal schneller, mal langsamer und vergaß sein Zeitgefühl. Und als die Schneeflocken alle den Boden erreicht hatten und keine mehr nachkamen, blieb er stehen. Sein Herz fühlte sich leichter an. Schweigend betrachte er nun die stille und atemberaubende Schneelandschaft, die ihn umgab. Leise, so leise wie der Gesang der Schneeflocken, flüsterte er: „Danke.“

Freitag, 7. Dezember 2012

07 – Familienfest

Frohes Familienfest, fir feiern feierlich!
So oder so ähnlich könnte heute der Blog aussehen – unter dem Buchstaben F fallen vielen Menschen Begriffe ein, die irgendwie zur Advents- und Weihnachtszeit passen. Für viele Menschen gehört die Familie zum festen Bestandteil der Weihnachtsfeierei – für mich auch, ich bin ein absoluter Familienmensch! So wie die letzten Jahre werde ich auch dieses Jahr die Feiertage in meinen beiden Familien verbringen, sowohl in der Heimat, als auch in Schwiegerheimat, denn:
Home is where your heart is.

Und genau das ist es, worüber ich heute nachdenke: Weihnachten ist ein Familienfest. Familie ist erstmal Grundsätzlich alle Blutsverwandschaft und Anhänge. Aber Familie ist irgendwie auch mehr. Genauso, wie mein Herz nicht nur an einem Ort zu Hause ist, sondern im Prinzip an ganz vielen „Orten“. Familie ist sowohl der kleinste Kreis, als auch der Große.. Und es gibt auch so eine „Herzensfamilie“ - Menschen, denen man so nahe ist, die einem so wichtig sind, mit denen man ein Stück seines Herzens teilt und für die die Herzenswärme auch über kilometerweite Entfernungen nicht erlischt. Familie kann mehr sein, als offizielle Verbindungen. Genauso wie die Heimat nicht nur der Ort ist, an dem wir geboren wurden.

Ich weiß nicht, wie deine Familie und deine Herzensfamilie aussieht, wie groß sie ist und wie sehr du dich in ihr wohl fühlst. Aber wenn du eine Heimat in Herzen von anderen Menschen hast, dann lass sie das in diesen Tagen wissen. Denn dafür nehmen wir uns oft zu wenig Zeit, das (für uns) scheinbar offensichtliche beim Namen zu nennen und dem anderen zu sagen. Du kannst einem Menschen nicht oft genug sagen, wie wichtig er dir ist. Mach das mal. In den allermeisten Fällen macht man andere Menschen damit glücklich, denn vielleicht ist es ihnen (heute) gar nicht bewusst, dass sie nicht nur zu einer leiblichen Familie gehören, sondern auch zu deiner Herzensfamilie!

In diesem Sinne freuen wir uns auf Weihnachten. Das Fest der (Herzens)Familie!



Donnerstag, 6. Dezember 2012

06 – Entdecken



Hast du schon entdeckt…
 
…dass es sich mit Nüssen in den Schuhen nicht so gut laufen lässt?

…dass Schnee, trotz seiner negativen Auswirkungen auf den Verkehr, immer wieder schön anzuschauen ist?

…dass man eigentlich fast immer zuerst Geschenkideen für die Personen hat, die man nicht (primär) beschenken will/muss?

…wie sehr ein paar Sonnenstrahlen einen Dezembertag versüßen können?

…dass scheinbar alle deine Freunde auf Facebook dieses Jahr Kekse backen?

…was heute in deinem Adventskalender steckt?

…dass man sich schnell in Traditionen verliert, ohne über sie nachzudenken?

…dass ein kleines Licht im Fenster das nach Hause kommen am Abend viel schöner macht?

…dass sich jeder (groß und klein) über kleine und große Aufmerksamkeiten freut?

…dass wir selten direkt das sagen, was uns auf dem Herzen liegt?

…dass Kilometer an Entfernung die Herzenswärme für andere Menschen nicht erkalten lässt?

…dass das Leben selten so ist, wie man es sich vorgestellt hat, und man trotzdem glücklich sein kann?

…wie viele gute Ideen aus deinem Kopf kommen, mit denen du andere erfreuen kannst?

…dass das Austauschen von schönen Erinnerungen der Seele gut tut?

…dass wir viel zu oft in Vergangenheit und Zukunft leben und die Gegenwart dabei zu kurz kommt?

… was ein Lächeln auf dem Gesicht alles bewirken kann?

…dass ein kleiner Gruß von Herzen mehr Wert sein kann als ein seitenlanger Brief voller Entschuldigungen, warum man sich nicht gemeldet hat?

…wie wenig Zeit es uns eigentlich kosten würde, uns bei den Menschen zu melden, die uns wichtig sind?
…dass jemand heute an dich gedacht hat?

…dass es nur noch achtzehn Tage bis Weihnachten sind?

Mittwoch, 5. Dezember 2012

05 – Dunkel

Eigentlich hat es nicht direkt etwas mit dem Advent oder Weihnachten zu tun, aber da diese Ereignisse immer in eine bestimmte Jahreszeit fallen, beschäftigt es uns doch:

Es ist Dunkel!

Morgens, wenn man früh aufstehen muss ist es dunkel und meisten ist es auch schon wieder dunkel, bevor man wieder zu Hause ist. Und wenn das Wetter dann noch so ist wie derzeit, bewölkt, verschneit oder regnerisch und besonders wenig Sonne, erscheinen viele Tage beinahe nur noch dunkel.

Ich hab heute morgen einen kurzen Artikel zum Thema Winterdepressionen gelesen und wie gut es doch Hundebesitzer haben, die bei jedem (Hunde)wetter raus müssen und deswegen mehr Bewegung und Licht abbekommen. Ein Satz hat mich sehr zum Nachdenken gebracht: „Wer beim Weckerklingen nicht aufsteht, beginnt den Tag mit einer Niederlage.“ Ich weiß, dass Bett ist kuschelig, warm und sehr verlockend. Aber an manchen dunklen Tagen (egal ob es nur außen oder auch in uns drinnen Dunkel ist), vergessen wir, dass es uns besser tun würde, aufzustehen, die Rollladen hochzuziehen und ein bisschen Tageslicht an uns ranzulassen. Denn das tut nicht nur uns besser, sondern auch unserem Umfeld, das uns ertragen muss (wenn wir dann endlich mal aus den Federn draußen sind). Außerdem gibt es noch einen ganz praktischen Auftrag für dunkle Tage:
Lichtsein. Leuchten. Strahlen. Funkeln. Den dunklen Tag eines anderen Menschen erhellen, anstatt sich selbst die Decke über den Kopf zu ziehen. Licht leuchtet am besten im Dunkeln, weshalb sich jeder dunkle Adventsabend hervorragend dazu eignet, ein paar Kerzen anzuzünden. Aber genauso kann jeder von uns dem anderen ein Licht sein, und die Wirkung kann in diesen Tagen noch sehr viel mehr Wirkung haben. Egal, ob du jemanden helfend zur Hand gehst, ihm ein paar Kekse schenkst oder einfach mal zuhörst und lächelst. Das ist so einfach. Und trotzdem machen wir manchmal das Komplizierteste daraus. Ganz nach dem alten Adventslied (nicht von Rolf Krenzer):
Tragt in die Welt nun ein Licht, sagt allen: Fürchtet euch nicht!

Weder vor der Dunkelheit, noch vor dem Weihnachtsstress oder sonst etwas.

Dienstag, 4. Dezember 2012

04 - Christmas

Ein wichtiger Hinweis für alle Frühstarter, Nichtabwartenwoller, Ungeduldige und Mainstreamfreunde:
Is it Christmas?


Vielleicht etwas drastisch für den ein oder anderen, aber dennoch richtig. Noch ist kein Weihnachten. Noch ist Advent. Das bringt man in unserer Gesellschaft schnell durcheinander, denn so genau will es doch keiner wissen. Hauptsache Kekse backen und die Ergebnisse instagrammend bei Facebook posten, Geschenke finden, dekorieren und hoffen, dass der Schnee sich bis zum 24. Dezember hält oder wenigstens dann wiederkommt. Oder vielleicht lieber doch nicht? Wir verallgemeinern gerne. Suchen Oberbegriffe und stopfen alles darein, was nicht niet- und nadelfest ist. Das machen wir gerne bei großen Feiertagen, wie beispielsweise Weihnachten. Es ist ja auch schließlich um einiges anstrengender, Nikoläuse und Weihnachtsmänner auseinanderzuhalten und ob nun Marzipankartoffeln schon im Oktober gegessen werden oder erst am 1. Weihnachtsfeiertag ist doch eigentlich egal, oder nicht?

Dieses Jahr geht es mir darum, dass jeder sein Weihnachten so gestaltet und sich so darauf vorbereitet und einstimmt, wie es ihm oder ihr wichtig ist. Make your own Christmas. Aber dazu gehört auch, dass wir darüber nachdenken, was wir denn da eigentlich machen und uns nicht nur von dem Weihnachtsrummel, der mit den ersten Spekulatius im September anfängt, mitreißen lassen, sondern schauen: Wo will ich heute stehen? Heute ist der 4. Dezember. Weitere zwanzig Tage folgen in denen sich Vorfreude und Weihnachtsstimmung steigern dürfen. Wir warten und hoffen. Wir hoffen und warten. Das ist Advent. Und nicht quasi jetzt schon die Geschenke auspacken, damit wir am 24. weniger Stress haben. Manchmal ist es schöner, sich etwas aufzuheben um es zu genießen, als immer alles schnellschnell haben zu wollen. Also denk mal darüber nach und:


Montag, 3. Dezember 2012

03 – Besinnlich

Man wünscht sich gegenseitig „besinnliche“ Weihnachten, man redet im Advent von einer besinnlichen Zeit.. Solche und andere Formulierungen benutzt man schnell ohne weiter drüber nachzudenken.. Aber was steckt eigentlich hinter diesem „besinnlich“?
Wenn ich an „besinnlich“ denke, kommt mir gleich folgende Szene in den Sinn: Kerzenschein, ruhige Hintergrundmusik und eine entspannte Atmosphäre. Man sitzt beisammen, niemand sagt etwas, jeder starrt verträumt vor sich hin und lässt alles auf sich wirken.

„Besinnen“ hat laut Duden drei unterschiedliche und sich doch ähnliche Aspekte:
  1. nachdenken, überlegen
  2. sich an jemanden/etwas erinnern
  3. sich bewusst werden

Sich zu besinnen kann also verschiedene Facetten haben, so wie Nachdenken und Erinnern unterschiedlich sein kann. Über manches denkt man fröhlich nach und erinnert sich, sodass ein unbewusstes Lächeln auf dem Gesicht erscheint. Und manchmal erinnert man sich und wird dabei traurig. Oder einem wird etwas bewusst, was man vorher nicht wahrhaben wollte oder für das man sich keine Zeit genommen hat, um darüber nachzudenken.
Eine besinnliche Adventszeit zu haben, bedeutet also nicht zwingend, dass man allzeit fröhlich ist. Vielleicht findet man (erst) hier ein paar ruhige Momente beim Kerzenschein, in denen man sich Zeit nehmen kann, um sich bewusst zu werden, sich zu erinnern, nachzudenken.

Da ich ein grundsätzlich nachdenkender Mensch bin, ist es für mich nicht sonderlich schwer, mich darauf einzulassen. Manch anderer nimmt sich oder hat vielleicht einfach nicht die Zeit dazu. Unser Leben läuft schnell, schneller als es uns meistens gut tut. Wir haben keine Zeit. Was sind schon 24 bzw. jetzt nur noch 21 Tage? Zeit ist, was du draus machst. Zeit ist Hoffnung. Nimm dir doch ein bisschen Zeit zum Erinnern, Nachdenken, bewusst werden, egal ob fröhlich oder melancholisch. Genieß es, dir bewusst eine BESINNLICHE ZEIT zu nehmen, dann fällt dir der wuslige Alltag vielleicht auch leichter, weil die ganzen Gedanken endlich mal zu Wort gekommen sind.

Ich wünsche dir von Herzen eine besinnliche Adventszeit.

Sonntag, 2. Dezember 2012

02 - Ankommen

Jetzt ist sie plötzlich da: Die Adventszeit. Kennst du das, wenn du eine weite Strecke gefahren bist oder auch einfach so jemanden besuchst und du dann in der fremden Wohnung stehst, etwas außer Atem, und dich einen Moment hilflos umsieht, weil du nicht weiß, ob du erst deine Jacke ausziehen sollst oder erst alle begrüßen oder doch erst noch die Schuhe ausziehen und wenn, hättest du sie schon vor betreten ausziehen sollen? Es gibt manchmal Dinge im Leben, auf die man sich total freut, auf die man vielleicht schon lange wartet und auf den Zeitpunkt hofft und wenn er da ist, ist man erstmal etwas überfordert. Dann ist es schön, wenn einem jemand sagt: „Komm erstmal an!“ 

So geht es mir dieses Jahr mit der Adventszeit. Ich freue mich schon sehr darauf und habe im November schon den einen oder anderen damit genervt, dass es doch so eine schöne Zeit sei und ich mich dieses Jahr ganze neu damit befassen will und all sowas.

Und jetzt ist schon der 2. Dezember und ich fühle mich trotz aller gedanklicher Vorbereitung etwas überrumpelt. Geht es dir auch so? Das schöne ist, dass wir den Advent haben und nicht von heut auf morgen in eine absolute Weihnachtsstimmung fallen müssen. Wir dürfen ANKOMMEN. Im Advent. Alles langsam aber sicher in Angriff nehmen. Es muss nicht vom ersten Dezembertag die gesamte Deko stehen und unser Stimungsbarometer muss auch nicht voll anschlagen. Man sieht es ja auch am Adventskranz: Es brennt erstmal nur eine Kerze und gibt ein bisschen Licht. Die volle Beleuchtung kommt erst am 4. Advent. Wir können uns Stück für Stück auf das Vorbereiten, was uns an Weihnachten erwartet. Wir müssen uns nicht hetzen. Auch wenn in der Erwachsnenwelt 24 Tage unheimlich schnell vorübergehen mögen. Jeden Tag können wir uns ein bisschen mehr vorbereiten, ein paar Gedanken machen.. und ankommen.

Samstag, 1. Dezember 2012

01 - Wo stehst du?

Jedes Jahr zur Adventszeit stellt man sich dieselbe Frage: Wie werde ich dieses Jahr auf Weihnachten zugehen? Nicht immer fragt man sich das bewusst, nicht jedes Jahr ist diese Frage von große Priorität. Und dennoch entscheiden wir uns direkt oder indirekt, wie wir die (Vor)Weihnachtszeit verbringen werden. Manch einer hat viele Tradition, freut sich aus Kekse backen und Lichterketten aufhängen und auf die Weihnachtszeit an sich. Dem anderen ist die ganze Zeit suspekt oder eher anstrengend, vielleicht eben wegen dieser Tradition, die einen leichten Hang zur Verpflichtung inne haben.
Auf welcher Seite du auch immer stehst, wenn du dies hier liest, möchte ich dich dazu anregen ein paar Momente zu überlegen, wie du ganz persönlich deine (Vor)Weihnachtszeit gestalten willst, was dir dabei wichtig ist und was nicht und für was du dir Zeit nehmen willst. Ganz unwichtig wird es dir wahrscheinlich nicht sein, wenn wir diesen Adventsblog liest. Mir ist es wichtig, dass du und jeder andere Mensch, sich bewusst wird, dass wir frei entscheiden dürfen, wie wir diese Zeit gestalten und erleben wollen. Vielleicht mit Hilfe sämtlicher Traditionen, vielleicht auch (mal) ganz unabhängig davon.
Ich hoffe, dass dieser Blog dir dazu eine Inspiration sein kann und dich in die Weihnachtszeit begleitet. Ganz unter dem Motto: Make your own Christmas. Dafür habe ich mir eine Menge Begriffe angeschaut, die man mit Weihnachten verbindet. Jeden Tag werde ich zu einem Buchstaben des Alphabets ein paar adventliche und weihnachtliche Begriffe vorzeigen und zu einem oder mehrer meine Gedanken äußern.

Mein Anliegen dabei ist, dass jeder sich ganz persönlich Gedanken machen darf, welcher Begriff ihm denn am nächsten liegt und wie sich daraus deine Weihnachtsstimmung und Empfingung zusammensetzt!

Ich hoffe, es macht euch Freude!
Wir lesen uns.   

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