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Es werden Posts vom Februar, 2011 angezeigt.

Ein Toaster fürs Leben.

Ich besitze eine Postkarte mit dem Spruch:
Wer eine Garantie im Leben haben will, soll sich einen Toaster kaufen.
Ich mag die Postkarte und den Spruch sehr, weil sie unser Leben so stark widerspiegeln. Unser Leben ist ziemlich garantielos. Und sobald man anfängt, sich auf das Leben und die momentane Lebenssituation und die Lebensumstände zu verlassen, verändert sich meistens sehr schnell und plötzlich etwas, was uns zeigt, dass es keine Garantie gibt.
Du kannst dich heute noch total gesund und fit fühlen und liegst morgen im Krankenhaus. Du kannst dich heute noch mit jemanden gut verstehen, der sich morgen von dir abwendet. Du kannst heute einen Job haben und morgen gefeuert werden. Du kannst heute glücklich sein und morgen unendlich traurig.
Ich weiß, das ist sehr pessimistisch und auch nicht unbedingt realistisch. Denn für die meisten Dinge gibt es Auslöser, die selten einfach mal so über Nacht kommen. Aber eine Garantie gibt es nicht. Und am wenigsten für zwischenmenschliche Dinge.
A…

Nebelwände.

Als ich letztens mit meinem Auto durch die Weltgeschichte fuhr, wurde ich mal wieder von einem Naturphänomen „inspiriert“: Der Nebel. Es war richtig nebelig und das am „helllichten Tag“, wobei sich das mit der Helligkeit und dem Licht auf Grund des Nebels in Grenzen hielt. Der Nebel war nicht so schlimm, dass er das Autofahren eingeschränkt hätte, aber rechts und links von der Autobahn war es einfach nur weiß und man konnte nicht mal mehr die Felder oder irgendwelche Bäume, geschweige denn Häuser oder Städte sehen (was ansonsten alles möglich ist). Es waren einfach Nebelwände hinter den Leitplanken. Die Wetterumstände waren so, dass man glauben konnte, dass auf diesem Fleck der Erde nichts existierte, außer man selbst und das bisschen Stück Weg vor und hinter einem, was man sehen konnte. Wenn man die Gegend nicht kennt, kann man nicht mal erahnen, welche Landschaftspracht sich hinter diesen Wänden verbirgt. Und ohne das Wissen, was eigentlich da ist, sieht es alles ziemlich trostlos …

Groß und stark. Teil 2.

Heute möchte ich nochmal auf das Thema „groß und stark“ eingehen, wenn auch von einem anderen Standpunkt.
Auch wenn man (oder ich) nicht genau definieren kann, ab wann man „groß und stark“ ist und was das alles zu bedeuten hat, gehe ich doch davon aus, dass man diesen Zustand irgendwann erreicht. Wenn vielleicht nicht äußerlich, so sollte es doch irgendwann zu einer inneren Reife in Richtung „groß und stark“ kommen. Wie ich darauf komme?
Nun, ich fühle mich eigentlich grundsätzlich in allen möglichen Lebenslagen NICHT groß und stark, sondern eigentlich immer klein und schwach und manchmal auch doof. Niemand sagt mir, dass ich so wäre oder so aussehen oder mich so verhalten würde. Keiner sagt mir das – außer ich mir selbst. Mein SELBSTBILD zeigt mir das. Und eigentlich ist das ziemlicher Quatsch, denn ich kann mich selbst ja gar nicht sehen. Außer in einem Spiegel, der mir aber nicht viel über meinen Charakter verrät. Natürlich sagt mir mein Selbstbild sehr viel wie es in mir drin aussie…

Groß und Stark.

Kinder lässt man Körnerbrot, Haferflocken und Spinat essen und Milch trinken mit der Argumentation, dass sie da durch „groß und stark“ würden. Und irgendwie wünscht man sich als Kind auch „groß und stark“ zu werden.
Wenn man dann irgendwann „erwachsen“ wird oder meint in diesen Richtung zu gehen, muss man sich eigentlich irgendwann die Frage stellen: Bin ich jetzt groß und stark? Ich bin heute auf diese Frage gekommen und habe mir überlegt, wann man groß und stark ist und was das überhaupt bedeuten soll.
Ist man groß und stark, wenn man ein gewisses Alter erreicht hat? Ist man groß und stark, wenn man Karriere macht und erfolgreich ist? Ist man groß und stark, wenn man gut argumentieren kann und überzeugend ist? Ist man groß und stark, wenn man realistisch und sachlich ist? Ist man groß und stark, wenn man seine Emotionen im Griff hat? Ist man groß und stark, wenn man die meisten Dinge mit sich selbst ausmacht?
Ich weiß es nicht, aber manchmal kommt es mir so vor. Groß und stark sein bedeutet …

Die Rechnung bitte!

In unserer Welt ist es völlig normal, Dinge zu bezahlen. Wir bezahlen Rechnungen, Mieten, Einkäufe, Versicherungsbeiträge – weil alle diese Dinge ihren Preis haben und was kosten. Selbst Gesundheit kostet uns was. Und in den meisten Fällen nehmen wir das selbstverständlich hin und haben manchmal sogar Argumentationen für die Preise, auch wenn wir manchmal denken, dass sie etwas zu hoch sind. Wir bezahlen, weil die Dinge, die wir brauchen, einen gewissen Wert haben, den wir mit Geld ausgleichen.
Ich habe mich heute gefragt, was mein Traum vom Leben kostet und ob ich bereit bin, den Preis zu zahlen. Natürlich geht es dabei auch um Geld, aber nicht in erster Linie. Träume kosten Kraft und Zeit, Entscheidungen und Weisheit und vor allem kosten Träume Mut.
Denn wenn ich von etwas träume und mir etwas sehr wünsche, dann kostet es mich nichts, oder so gut wie nichts, wenn ich nur ab und an mal darüber nachdenke. Aber wenn ich will, dass der Traum in Erfüllung geht, dann brauche ich Mut. Mu…

Hindernissparkur

Letzten Sonntag war ich Schlittschuhlaufen. Ich mach das nicht so häufig und brauch immer eine Weile, bis ich mich „eingefahren“ habe. Jedoch war das Fahren gar nicht so einfach. Es war Sonntag, früher Nachmittag und die Eisfläche war voll. Voll mit großen und kleinen Menschen, die versuchten, teilweise gekonnt, teilweise ängstlich, sich auf dem Eis fortzubewegen. Es war so voll, dass man kaum ein paar Meter fahren konnte ohne jemanden ausweichen zu müssen. Und auch das Ausweichen war nicht einfach, weil einfach immer irgendwer irgendwo lang fahren wollte. Das Fahren bestand also eigentlich nur aus Umkurven von Menschen, wobei es öfter mal zu Stürzen kam. Eigentlich ist das nicht so schlimm gewesen. Aber es war nicht das, was man sich vorstellt. Die Leistung bestand nicht daraus zügig und sicher voran zu kommen und vielleicht sogar ein paar Tricks auszuprobieren, sondern nur darin, so wenig Menschen wie möglich in die Quere zu kommen.
Dabei fiel mir auf, dass es im Leben gar nicht ma…