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Es werden Posts vom Januar, 2015 angezeigt.

Lebensmuster

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Das ist der Anspruch von vielen: Etwas fürs Leben lernen! Egal ob in der Schule, auf Reisen, im Ausland, im Zwischenmenschlichen. Kann man eigentlich NICHT fürs Lebens lernen? Natürlich, nicht alles, was man sich in sein kleines Gedächtnis einprägt braucht man wirklich, vieles geht verschollen und ist somit auch nicht mehr sehr hilfreich, und der Rest hilft dann vielleicht.
In letzter Zeit merke ich, dass ich immer mehr von den „Großen“ lernen will. Den Erwachsenen. (Denn „die Erwachsenen“ sind gefühlt immer nur die, die älter sind als man selbst.) Weil ich mir denke: Die haben den ganzen Kram doch schon mal durchgemacht! Können die mir nicht was fürs Leben beibringen? Und inzwischen, finde ich, kann man sich selten raus reden mit „Ach Kind, das waren damals ja auch ganz andere Zeiten.“ Und selbst wenn: Trotzdem bist du jetzt da wo du bist und ich will wissen, wie du dahin gekommen bist! Ich will die Muster des Lebens erkennen. Doch je genauer ich hinschaue, desto schwindeliger wi…

Die Fülle des Lebens.

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In den letzten Wochen leben ein paar Kontakte wieder auf, die längere Zeit brach lagen. Menschen, die ich aus den Augen verloren hatte, weil man zu irgendeinem Zeitpunkt nicht mehr auf eine Mail geantwortet hatte und das Leben dann einfach weitergelaufen war. Denn das macht es, das Leben, es läuft weiter, auch wenn Menschen, die uns noch so wichtig waren oder sind, in andere Richtungen gehen und nicht mehr neben uns sind. Das mag manchmal brutal schmerzhaft sein, aber irgendwann wird es besser und man gewöhnt sich an den Zustand der Abwesenheit.
Umso besonderer finde ich es, wenn Kontakte wieder aufleben, Bänder neu geknüpft werden, alte Freundschaften dadurch vielleicht eine ganz neue Ebene erreichen, weil die Zeit der Abwesenheit Veränderung, Neuanfänge, Abschlüsse und manchmal auch Heilung schenkt.
Doch eines überfordert mich bei diesen neuem Aufleben der Kontakte: Der Versuch, die Zeit der Abwesenheit zu rekonstruieren und dem Gegenüber nahe zu bringen. Eben diese ganzen unterschi…

Schnell, schnell ins neue Jahr?

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Jeder reagiert auf ein neues Jahr unterschiedlich. Vor allem in der Geschwindigkeit, mit der man in die neuen Möglichkeiten und Anliegen startet. Der eine hat noch ein paar freie Tage und macht einen faulen Lenz. Die andere muss schon arbeiten gehen und hat quasi keine Wahl, als mit Vollgas wieder in den Alltag zu starten.

Mein Jahr 2015 beginnt irgendwie mit einem Pausenzeichen und in vielen Momenten kann ich das genießen. Alles steht noch ein bisschen still und obwohl das neue Jahr schon da ist, ist es noch ruhig und fast unberührt. Das liegt an meinen persönlichen Umständen und ist wohl nichts, was jedes Jahr sein wird, aber jetzt will ich es so nehmen und genießen. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn bei allen anderen das Jahr schon im vollen Gang ist. Terminanfragen häufen sich, Planungen stehen still. Egal ob es der Sommerurlaub ist, die nächste wichtige Veranstaltung oder der Skypetermin mit einer Freundin. Alles steht. Ruht. Wartet. Und in der Faszination der Möglichkei…

Was wäre wenn...

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Es ist Anfang Januar. Einer der ersten Tage im neuen Jahr. Das Wetter draußen vor dem Fenster schwankt zwischen winterlicher Schneelandschaft und graubraunen Matsch. Es ist kalt und ich bin müde. Das neue Jahr, das vor mir liegt, ist ein graues Nebelfeld mit wenig Lichtern. Was kommen wird ist unklar, was bleiben wird nicht sichtbar und das was gehen wird, versteckt sich. Ich könnte Trübsal blasen auf meiner Selbstmitleidsoboe. Ungehalten sein über die Unsicherheiten. Panisch im Kreis rennen oder Winterschlaf einlegen. Alles würde mein Innerstes befriedigen. Aber nichts würde mich davon irgendwo hinbringen. Doch wo will ich hin und welches Gefährt bringt mich dorthin, Ganz ohne alle Antworten zu kennen und den völligen Durchblick von jetzt auf gleich zu haben? Folgender Satz bringt mich in den letzten Tagen immer wieder mindestens gedanklich in Bewegung:

Zu deutsch: Was wäre wenn du morgen nur mit den Dingen aufwachst, für die du Gott heute gedankt hast? Ein Gedankenexperiment. Wie v…