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12 - Weltretter

Ich bin ja nicht so der Weltretter. Zumindest nicht wenn es um Ökosachen oder Fairtraid oder Umweltschutz geht. Ich finde die Sachen alle nicht doof, vieles ist schlau gedacht und ich bewundere auch die Menschen ein bisschen, die sehr viel Herzblut in solche Themen und ihre Umsetzung reinstecken. Wahrscheinlich bin ich zu faul, um mich wirklich in diese Dinge hineinzudenken und irgendwie verbringe ich meine Zeit lieber mit anderen Dingen. Ich bin eher so ein „Eigentlich wollte ich heute die Welt retten, aber es regnet“-Typ. Wir sind an das gewöhnt was in der Welt ist. Wir wissen, wie es aussieht, aber wir sind ja auch eigentlich ganz zufrieden mit unserem eigenen Leben. Das, wofür sich solche Weltretter einsetzen , betrifft uns ja jetzt gerade nicht. Also zumindest nicht direkt. Warum soll ich mich dann dafür einsetzen, das sich was verändert? Und überhaupt kann ich doch eh nichts bewirken.. Wer will, dass die Welt so bleibt, wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt. Erich ...

Sprachlosigkeit

Ich hab eine Weile überlegt, ob ich mich zu dem aktuellen Weltgeschehen, der Umwelt- und Nichtumweltkatastrophe in Japan äußern soll. Es fällt mir nicht leicht und das aus einem einzigen Grund: Es verschlägt mir einfach die Sprache. Ich finde keine Worte dafür und mein Gehirn ist maßlos überfordert. Ganz nach dem Motto: Was kann man da noch sagen? Es passieren immer wieder Dinge, die einen überwältigen, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Aber wenn man für die positiven Dinge keine Worte findet, dann freut man sich einfach. Und wenn man für die negativen Dinge keine Worte findet, dann.. ja dann was? Ist man einfach traurig? Ich befürchte eher nicht. Ich glaube, man kommt schnell dorthin, die schlimmen und furchtbaren und schrecklichen und traurigen und erschütternden Ereignisse zu verdrängen und wegzuschieben. Oftmals sind sie viel zu riesig um in unseren kleinen, strukturierten Alltag rein zu passen. Und wenn es dann noch Ereignisse sind, die „so weit weg“ sind wie Japan...