12 - Weltretter

Ich bin ja nicht so der Weltretter. Zumindest nicht wenn es um Ökosachen oder Fairtraid oder Umweltschutz geht. Ich finde die Sachen alle nicht doof, vieles ist schlau gedacht und ich bewundere auch die Menschen ein bisschen, die sehr viel Herzblut in solche Themen und ihre Umsetzung reinstecken. Wahrscheinlich bin ich zu faul, um mich wirklich in diese Dinge hineinzudenken und irgendwie verbringe ich meine Zeit lieber mit anderen Dingen. Ich bin eher so ein „Eigentlich wollte ich heute die Welt retten, aber es regnet“-Typ.

Wir sind an das gewöhnt was in der Welt ist. Wir wissen, wie es aussieht, aber wir sind ja auch eigentlich ganz zufrieden mit unserem eigenen Leben. Das, wofür sich solche Weltretter einsetzen , betrifft uns ja jetzt gerade nicht. Also zumindest nicht direkt. Warum soll ich mich dann dafür einsetzen, das sich was verändert? Und überhaupt kann ich doch eh nichts bewirken..

Wer will, dass die Welt so bleibt, wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt.
Erich Fried

Das Problem ist nur: Während wir uns in der Sicherheit und Zufriedenheit unseres eigenen kleinen Lebens wohlfühlen, geht überall woanders ein bisschen von der Welt unter. Natürlich, wer denkt schon gerne darüber nach, dass Menschen zu unrecht verhaftet und hingerichtet werden. Oder das unsere Welt so viel Plastik produziert, dass wir irgendwann daran ersticken werden, weil man es nicht vernichten kann? Und das Menschen ausgebeutet werden und nichts, einfach nichts haben, während wir uns die Bäuche vollschlagen, aber bitte nur wenn es nicht zu viel kostet!

Wir haben zwar vielleicht das Gefühl, dass die Welt in Ordnung ist und wollen nicht, dass sie sich verändert, aber während wir das denken, verändert sie sich trotzdem! Sie verändert sich immer mehr in negative Richtungen. Egal ob es um Ausbeutung oder um Lieblosigkeit geht.

Und das motiviert sogar mich, als Nicht-so-gerne-die-Welt-retten-Mensch, etwas dagegen zu tun. Das Ruder in die andere Richtung zu steuern. Hier meinen Blog zu schreiben und zu sagen: Fang an deine Mitmenschen mit Liebe zu sehen und ihnen zu zeigen, das sie wertvoll sind.

Denn egal ob du im Kleinen oder im Großen anfängst: Wichtig ist nur, dass du ein bisschen von der Welt „rettest“. Ein bisschen was gegen das zu setzten, was uns so normal vorkommt. Auch wenn die Welt dadurch nicht zu einem Friedensparadies werden wird – für einen Moment kannst du für ein bisschen mehr Liebe, mehr Frieden, ein bisschen mehr Gerechtigkeit sorgen. Und das ist wichtig.

Danke fürs Lesen.

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