Gestalten im Nebel

Da stehen sie im grausten Dunst,
es ist aus mit jener Kunst,
in der Herr Hahn seinen Kamm gestylt hat
denn jetzt ist sein Gefieder nur noch matt.

Man sieht die Feder vor Augen kaum
und schon gar nicht den laublosen Baum.
Es unterhalten sich Frau Huhn und Frau Henne,
ob denn keiner einen guten Optiker kenne.

Diese Sicht, sie sei einfach unerhört
und es sei auch die Kälte, die sie stört.
Vielleicht würden Kontaktlinsen etwas bringen,
aber da würde Herr Hahn wohl im Dreieck springen.

Und überhaupt, wer habe sich das denn ausgedacht,
es kann doch nur ein böses Bauernherz sein, das darüber lacht.
Wer lässt denn seine Hühner draußen im Novembernebel stehen?
Das kann doch wirklich keiner mehr mit ansehen!

A. Buddeberg
(Gewidemt den armen Nebel-Hühner, an denen ich immer mit dem Auto vorbeifahre.. )

Danke fürs Lesen ;)

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