Überwindung.

Es gibt Tage, die sind eigentlich gut, auch wenn sie sich nicht so anfühlen. Man macht Sachen, die einen viel Überwindung kosten. Ruft vielleicht jemanden an, beantwortet eine Mail, setzt sich an etwas, was man lange vor sich hergeschoben hat, räumt mal richtig auf, kehrt vielleicht seit längerem in sich, ist ehrlich zu sich selbst und zu seiner Umwelt.
Was dabei raus kommt, sind nicht immer gute Gefühle. Da kann Frust entstehen oder auch Angst. Manches, was man endlich mal in Angriff nimmt, hat man vielleicht schon so lange vor sich her geschoben, dass es knapp wird oder Probleme geben könnte. Oder es sind Probleme, die man anfängt zu bearbeiten, bei denen mehr Rattenschwanz hinterher kommt, als man sich vorgestellt hat.
Im gesamten ist man am Abend dann vielleicht erschöpft, erschlagen, erledigt. Vielleicht auch noch nicht befriedigt, weil man für ein Projekt länger braucht als einen Tag. Oder weil man weiß, dass Reaktionen erst in den nächsten Tagen kommen werden.
Aber egal wie schlecht es sich in dem Moment vielleicht anfühlt: Eigentlich ist es ein guter Tag.

Du hast angefangen, an etwas zu arbeiten. Du hast dich bei jemanden gemeldet, den du erfreut hast. Du hast eine neue Perspektive erlangt. Du hast dir endlich mal wieder Zeit für dein Seelenleben genommen. Du hast etwas neues gelernt, etwas altes wieder entdeckt.

Das sind alles positive Dinge, denn du hast dich ÜBERWUNDEN.
Etwas zu überwinden, sei es der innere Schweinehund, Stolz, Angst oder sonst etwas, zeugt von viel Kraft und Mut und einem guten Charakter.

Also sei erfreut über dich selbst, wenn du heute etwas überwunden hast und einen Schritt weiter gegangen bist. Auch wenn es sich zunächst nicht so anfühlt, als ob man sich freuen sollte – du hast ein Recht dazu, weil du etwas geschafft hast. Egal ob es ein winzig kleiner Ameisenschritt oder ein riesiger Gepardensprung war.

Und versuche morgen, wieder einen Schritt weiter zu gehen. Denn so kommen wir im Leben voran: Schritt für Schritt.

Danke fürs Lesen.

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