Der Tod eines Traumes

Vielleicht hat er dich
Schon lange begleitet.
Vielleicht war eure Bekanntschaft
Auch nur kurz aber innig.

Doch jetzt sitzt du bei ihm
An seinem Sterbebett.
Sein Atem geht kurz,
seine Hände zittern.

Du sitzt da,
unfähig etwas zu tun.
Sollst du ihn und dich trösten
Oder lieber schweigen?

In deinem Kopf läuft ein Film
Mit all den Momenten
Die euch
Aneinandergebunden haben.

Eure Freuden.
Euer Leiden.
Eure Zweifel.
Eure Ziele.

Und du fragst dich
Was danach sein wird
Und ob du darüber
Jetzt schon nachdenken darf.

Du greifst nach seiner Hand.
Er reagiert nicht mehr,
Dich ergreift eine Furcht
Und du bist wie gelähmt.

Darf man sich
Über soetwas
Freuen?
Denkst du.

Muss man nicht
Bis in alle Ewigkeiten
Tief betroffen
Sein?

Doch du sitzt
An einem Totenbett.
Der letzte Atemzug
Ist getan.

Und du darfst
Trotzdem leben.
Auch wenn der Traum
Gestorben ist.


Anna Buddeberg – 9.4.07



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