Wir haben die Wahl.

Manchmal können wir Entscheidungen treffen, manchmal haben wir die Wahl und wir merken und nutzen es gar nicht.

Es gibt Tage, die sind einfach fürchterlich. Man hat zu wenig und schlecht geschlafen, muss früh raus, muss arbeiten, es regnet, man verpasst die Bahn, man steht im Stau, die Kollegen auf der Arbeit nerven, die Kommilitonen sind unproduktiv, man verhaut eine Klassenarbeit, der Keller ist überflutet, Küchengeräte geben ihren Geist auf, die Milch ist schlecht geworden, die Heizung fällt aus, man streitet sich mit jemanden, man bekommt schlechte oder schlimme Nachrichten, die Spritpreise sind schon wieder in die Höhe geschossen, die Müllabfuhr ist nicht gekommen, im Briefkasten befinden sich nur Rechnungen, das Bafög wurde gekürzt, der Spül steht schon seit zwei Tagen und wird nicht weniger, man bekommt keine Gehaltserhöhung, das Amazonpaket ist immer noch nicht angekommen, der Computer funktioniert nicht so wie man will, das Altglas möchte weggebracht werden, das Internet hängt schon den ganzen Tag, das Klopapier ist alle, man gewinnt im Computerspiel nicht, irgendjemand möchte irgendwas nerviges von einem, der Müll muss runter gebracht werden, das Essen schmeckt nicht, man wird von jemanden versetzt und es ist zu warm oder zu kalt, zu dunkel oder zu hell, zu trocken oder zu nass.


Das alles sind Dinge, die bestimmt jeder kennt. Und an Tagen, an denen sich solche Dinge häufen, wollen wir uns am liebsten verkriechen, wieder ins Bett gehen, gar nicht erst aufstehen, niemanden sehen und einfach schlecht gelaunt und unmotiviert vor uns hin vegetieren.

Und was hat das ganze mit Entscheidungen zu tun?

Ich bin davon überzeugt: Wir haben die Wahl.

Zwar können wir nicht alles beeinflussen und uns immer nur für die guten und schönen Dinge im Leben entscheiden, ABER wir können entscheiden, wie wir mit den Dingen, die uns passieren und mit den Dingen, die wir zu tun haben, umgehen. Wir können uns entscheiden, ob wir motiviert sind oder unmotiviert, ob wir gut gelaunt sind oder schlecht, ob wir uns ärgern oder vergeben, ob wir ungeduldig sind oder geduldig, produktiv oder unproduktiv, auf unser Recht bestehen oder nachgeben, anpacken oder jammern, glücklich sind oder unzufrieden.


Die Gefühle bestimmen uns nicht –
wir können uns für Gefühle entscheiden oder gegen sie.

Die Lebensumstände bestimmen uns nicht –

wir können entscheiden, wie wir mit ihnen umgehen.


Ich glaube, die Entscheidung für die negativen Gefühle und Einstellungen fallen uns leichter, besonders wenn um uns herum viele negative Dinge passieren. Das ist quasi nur eine Anpassung an unser Umfeld. Innovativ, verändernd, auffallend, zufrieden werden wir erst, wenn wir uns – ganz egal was passiert und wie es uns geht – für die positiven Gedanken, Gefühlen und Einstellungen entscheiden.


Danke fürs Lesen!

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