Kreisel

Die letzten Wochen vergingen wie im Flug. Die ersten zwei Monate (!) des Jahres 2015 voller kleiner, fast unbedeutender Termine und Ereignisse, die sich kaum zählen lassen und dem möchtegern frischem Jahr ein gewisses Völlegefühl verleihen. Ich kann kaum rekonstruieren, was alles passiert ist und weiß zugleich, dass ich jetzt schon einiges nicht erreicht habe, was ich mir vorgenommen hatte. Nah gedachte Ziele rücken wieder in weite Ferne und zwischendurch fühlt es sich so an, als ginge es, trotz der schnell verfliegenden Zeit, nicht voran.

Da fühlt sich das Leben an wie ein Kreisel. Ein Kreisel dreht sich, einmal angestoßen, mit viel Schwung um sich selbst. Diese andauernde Bewegung hält ihn aufrecht. Ein immer wieder faszinierender Anblick. Und gleichzeitig bewegt er sich kaum vom Fleck, kommt nicht voran, dreht sich einfach nur um sich selbst.

Und das ist wohl auch der Knackpunkt: Bei aller Geschäftigkeit und alltäglichen Beschleunigung kommt man nicht vorwärts, wenn man sich nur um sich selbst dreht. Wenn das Ziel nicht ist, vor lauter Umdrehung ein Loch zu bohren und für immer festzustecken oder das Gleichgewicht zu verlieren, sollte man sich überlegen, ob man sein Leben wirklich im Stil eines Kreisels verbringen möchte.
Was das im Alltag bedeutet? Ein bisschen weniger Selbstmitleid und ein bisschen mehr Hoffnung. Größer träumen, denken und handeln und sich nicht im Erbsen zählen verlieren.

Auf baldigst!


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